Wednesday, 14. October 2026
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Börse am Morgen: Speicherchips, LVMH und Quartalssaison

Chinesische Speicherchips belasten Micron & Samsung, LVMH enttäuscht – und die Quartalssaison startet mit hohen Erwartungen an die großen Tech-Konzerne.

Redaktion · 13. October 2026, 08:14 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Großwetterlage an den Aktienmärkten bleibt weitgehend stabil – mit einer markanten Ausnahme: Der Speicherchip-Sektor steht massiv unter Druck. Seit dem Wochenende kursieren Berichte, dass ein chinesischer Hersteller noch in diesem Jahr neuartige, moderne Speicherchips auf den Markt bringen will. Das hat westliche Konkurrenten wie Micron Technology, Samsung und SK Hynix deutlich belastet. Gleichzeitig startet die Quartalssaison und liefert damit den nächsten großen Kurstreiber für die kommenden Wochen.

Chinesische Speicherchips setzen Branche unter Druck

Die Ankündigung eines chinesischen Herstellers, einen leistungsfähigen Speicherchip auf den Markt zu bringen, hat die Stimmung im Halbleitersektor spürbar gedämpft. In Asien verzeichneten Samsung und SK Hynix am Morgen massive Kursverluste, die die regionalen Börsen nach unten zogen.

Für Micron Technology ist das besonders schmerzhaft: Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Speicherchip-Produzenten und könnte bei einer Verschiebung des Machtgefüges zugunsten chinesischer Anbieter empfindliche Marktanteile verlieren. Mitgezogen werden auch Halbleiterunternehmen wie Infineon, obwohl deren Kerngeschäft andere Chip-Typen umfasst. An der Börse wird in solchen Situationen der gesamte Sektor oft pauschal abgestraft.

Bei Infineon ist die charttechnische Lage angespannt: Die 200-Tage-Linie bildet eine wichtige Unterstützung. Sollte diese Marke unterschritten werden, könnten weitere Abgaben folgen – und erst dann ergäbe sich möglicherweise eine langfristige Einstiegschance.

Quartalssaison startet – Banken im Fokus

Mit dem Start der Quartalssaison richtet sich der Blick auf die großen US-Finanzinstitute. Goldman Sachs, Wells Fargo und die Citigroup öffnen als erste ihre Bücher. Dabei stehen zwei Aspekte besonders im Mittelpunkt:

  • Mögliche Rückstellungen als Indikator für die finanzielle Lage amerikanischer Privathaushalte
  • Der Ausblick auf das Investment Banking und dessen Erholungspotenzial
  • Die Auswirkungen des höheren Zinsniveaus auf Geschäftsmodelle und Kreditnachfrage
  • Wachstumszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Bankaktien haben zuletzt deutlich nachgegeben, weil Anleger befürchten, dass anhaltend hohe Zinsen entweder die Geschäfte der Institute oder die Gesamtwirtschaft dämpfen. Am Donnerstag folgt dann TSMC, bereits morgen berichtet ASML – eines der wertvollsten Unternehmen Europas. Dessen Auftragsbücher gelten als wichtiger Frühindikator für den gesamten KI-Halbleitermarkt.

Microsoft und SAP: Starke Signale aus dem Techsektor

Während Speicherchip-Werte leiden, zeigen sich Softwarekonzerne robust. Microsoft hat zuletzt ein klares Kaufsignal generiert: Die Aktie legte von rund 350 Dollar auf über 540 Dollar zu – ein Anstieg von mehr als 50 Prozent innerhalb von etwa zwölf Wochen. Der Konzern profitiert von seinem eigenen KI-Chip und starken operativen Zahlen. Der Börsenwert liegt mittlerweile wieder bei rund 4 Billionen Dollar.

Ähnlich die Entwicklung bei SAP: Auch hier hatten Anleger zeitweise einen stärkeren Gegenwind erwartet, der ausblieb. Stattdessen häufen sich charttechnische Ausbruchssignale. Der Softwarekonzern wird seit Wochen von Anlegern eingesammelt, was auf wachsendes Vertrauen in die Geschäftsentwicklung hindeutet.

Auch Walmart verzeichnet eine freundlichere Tendenz. Der Einzelhandelsriese gilt in einem Umfeld mit hartnäckiger Inflation als defensiver Wert: Das Unternehmen hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es in solchen Phasen Marktanteile ausbauen kann.

LVMH enttäuscht – Luxusbranche ohne Trendwende

Schwache Quartalszahlen belasten LVMH: Der Luxuskonzern ist auf den niedrigsten Kursstand seit der Corona-Pandemie gefallen. Die jüngsten Umsatzzahlen verstärken den negativen Trend:

  • Umsatzwachstum in den USA: +5 Prozent
  • Umsatzentwicklung in Asien: –5 Prozent
  • Organisches Wachstum: 1 Prozent – Analysten hatten 1,3 Prozent erwartet
  • Das wichtige Leder- und Modegeschäft, das rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht, läuft besonders schlecht

Von einer Stabilisierung oder gar Trendwende ist keine Spur. Der Gesamtumsatz liegt bei rund 18,5 Milliarden Euro – ein Niveau, das bereits vor Jahren erreicht wurde. Gemessen an den Hochpunkten hat die Aktie über 40 Prozent an Wert verloren. Mittel- bis langfristig könnte sich daraus aber eine Einstiegschance ergeben: Historisch hat der Luxussektor Schwächephasen stets überwunden.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die laufende Quartalssaison die erhofften Impulse liefert. Analysten erwarten im Schnitt ein Gewinnwachstum von rund 30 Prozent bei den großen Technologiekonzernen. Erfüllen sich diese Erwartungen, dürfte die Marktdynamik intakt bleiben. Bleiben die Zahlen hinter den Prognosen zurück, könnte der Oktober für Anleger deutlich rauer werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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