Vanessa Emde: SPD und Grüne stoppen Sondierungen
Wegen Vanessa Emde unterbrechen SPD und Grüne in Berlin ihre Sondierungen mit der Linkspartei. Die Abgeordnete lehnt Israels Existenzrecht ab.
Dieses Video wurde am 13.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Berliner Koalitionsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linkspartei stehen auf der Kippe. Auslöser ist Vanessa Emde, eine neu gewählte Abgeordnete der Linken, die das Existenzrecht Israels ablehnt und auf einer Wahlparty mit einem bekannten Terrorunterstützer posierte. Weil die Berliner Linke sie nicht aus der Fraktion ausschloss, haben SPD und Grüne die laufenden Sondierungen vorerst unterbrochen – ein politischer Paukenschlag mit ungewissem Ausgang für eine mögliche rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt.
Wer ist Vanessa Emde und warum ist sie umstritten?
Vanessa Emde gewann den Wahlkreis Neukölln 1 mit einem bemerkenswerten Ergebnis von 46,2 Prozent der Erststimmen und zog damit direkt ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Noch vor ihrer Wahl hatte sie sich öffentlich gegen das Existenzrecht Israels ausgesprochen – eine Position, die in weiten Teilen des politischen Berlins als klare rote Linie gilt.
Zusätzliche Brisanz erhielt ihr Auftreten durch ein Foto von der Wahlparty: Darauf posierte Emde gemeinsam mit Ibrahim Ibrahim, einer Person, die als Terrorunterstützer bekannt ist. Das Bild kursierte schnell in den sozialen Netzwerken und verstärkte den Druck auf die Berliner Linke erheblich.
Für Vertreter von SPD und Grünen – auch auf Bundesebene – überschreitet diese Kombination aus politischen Aussagen und persönlichem Umfeld eindeutig akzeptable Grenzen.
Die Reaktion der Berliner Linken: Unterschrift statt Ausschluss
Die Führung der Berliner Linken entschied sich gegen einen Fraktionsausschluss Emdes. Stattdessen unterzeichnete die Abgeordnete wie alle anderen Fraktionsmitglieder eine parteiinterne Erklärung gegen Antisemitismus. Die Fraktionsspitze wertete dies als ausreichendes Signal der Verpflichtung.
In der Begründung hieß es, Emde habe als Mandatsträgerin nun eine besondere Verantwortung für Partei und Landesverband anzuerkennen – was sie mit ihrer Unterschrift zunächst bewiesen habe. Alle Abgeordneten stünden nun gemeinsam im Wort.
Doch genau hier liegt das Problem für die potenziellen Koalitionspartner: Bei der linken Erklärung handelt es sich nicht um das von SPD und Grünen geforderte gemeinsame Antisemitismuspapier. Auf dieses hatten beide Parteien in den Vorgesprächen ausdrücklich bestanden.
Sondierungen unterbrochen: Was bedeutet das für Rot-Grün-Rot?
SPD und Grüne machten daraufhin Ernst: In einer gemeinsamen Erklärung teilten sie mit, die Sondierungsgespräche mit der Linkspartei vorerst zu unterbrechen. Der Schritt ist ein deutliches Signal, dass die Aufnahme Emdes in die Fraktion ohne die geforderten Antisemitismus-Bekenntnisse für sie nicht tragbar ist.
Die zentralen Streitpunkte im Überblick:
- Emdes öffentliche Ablehnung des Existenzrechts Israels
- Das Foto mit dem Terrorunterstützer Ibrahim Ibrahim
- Die fehlende Unterzeichnung des gemeinsamen Antisemitismuspapiers von SPD und Grünen
- Der Verzicht der Berliner Linken auf einen Fraktionsausschluss
Vertreter beider Parteien hatten im Vorfeld der Fraktionssitzung der Linken unmissverständlich erklärt, sie erwarteten, dass Emde nicht Teil der Fraktion werde. Diese Erwartung erfüllte sich nicht.
Ausblick: Koalition in Berlin weiter ungewiss
Die Unterbrechung der Sondierungen ist zwar noch kein endgültiger Abbruch, doch der Vertrauensschaden zwischen den potenziellen Partnern ist erheblich. Ob SPD und Grüne die Gespräche mit der Berliner Linken wiederaufnehmen werden, hängt maßgeblich davon ab, wie die Linkspartei in den kommenden Tagen mit dem Fall Emde umgeht.
Der Vorfall offenbart eine tiefere Spannung: Zwischen dem Anspruch der Linken, eine breit aufgestellte Volkspartei zu sein, und dem Umgang mit Mitgliedern, deren Positionen grundlegende demokratische Konsense – wie die Anerkennung des Existenzrechts Israels – infrage stellen. Wie die Berliner Politik diesen Widerspruch auflöst, wird über die Regierungsbildung in der Hauptstadt entscheiden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.