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Gesichtsmaske

Ulf Poschardt: Herbst, Melancholie & sein neues Buch

Ulf Poschardt über seine Herbstbegeisterung, Gesichtsmasken als Miniurlaub und sein neues Buch über das Ende des Spießbürgertums – erscheint Ende November 2026.

Redaktion · 16. October 2026, 18:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 16.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Für Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt-Gruppe, ist der Herbst weit mehr als eine Jahreszeit des Abschieds. Ulf Poschardt und der Herbst – das ist eine Liebesgeschichte: Der Publizist schwärmt von der charakteristischen Herbstluft, dem warmen Licht und dem Rascheln des Laubes in den Berliner Parks. Für ihn verbindet der Herbst scheinbare Gegensätze: Melancholie und Vorfreude, Entschleunigung und kreative Hochform. Und nebenbei hat er auch noch ein neues Hobby entdeckt.

Herbst als Lieblingsjahreszeit: Erhabenheit statt Wehmut

Während viele Menschen den Herbst mit dem sogenannten Herbstblues verbinden, erlebt Poschardt die Jahreszeit als Kraftquelle. Aufgewachsen in der fränkischen Provinz, hat er eine tiefe Verbundenheit mit der Natur behalten – auch in Berlin. In den weitläufigen Parks des Südwestens der Hauptstadt, wo er mit seinem Hund spazieren geht, tankt er das, was er als sein persönliches Grundnahrungsmittel bezeichnet: Schönheit.

„Schönheit macht mich ruhig und entspannt mich”, erklärt Poschardt. Für ihn ist ein Sonnenuntergang im Herbstpark kein romantisches Erlebnis im klassischen Sinne, sondern etwas Erhabeneres – ein Moment der Stille inmitten eines hektischen Alltags. Wer einen Garten besitzt, kennt dazu noch den praktischen Aspekt: Das Herbstlaub landet im Kompost und wird im Frühjahr zum wertvollen Dünger.

Gesichtsmaske als neues Ritual – der „Miniurlaub” auf der Couch

Überraschend offen spricht Poschardt über sein jüngstes Entschleunigungsritual: Gesichtsmasken. Kolleginnen des Style-Magazins Icon hatten ihm verschiedene Produkte empfohlen – und er ist seitdem überzeugter Fan. „Eine Woche ohne Gesichtsmaske ist nicht lebenswert”, sagt er halb im Scherz.

Was ihn daran fasziniert, ist weniger der kosmetische Effekt als das bewusste Innehalten: eine Viertelstunde auf der Couch liegen, nichts tun, der Haut etwas Gutes tun. Inzwischen unterscheidet er routiniert zwischen:

  • Reinigenden Masken
  • Hydratisierenden Masken
  • Pflegenden Masken
  • Falten mildernden Masken

Seinen Söhnen gegenüber hält er das Ritual diskret – die Morgenroutine selbst bleibt auf zwei Minuten beschränkt. Eine Karriere als Beautyblogger schließt er dennoch kategorisch aus.

Vergänglichkeit, Schönheitsdruck und das Vorbild Samuel Beckett

Das Thema Altern und Vergänglichkeit lässt Poschardt philosophisch kalt. Falten betrachtet er als „Orden für ein richtig gelebtes Leben” – sein Schönheitsideal ist der von Falten durchfurchte Schriftsteller Samuel Beckett. Schönheitschirurgische Eingriffe, auch bei männlichen Kollegen aus der Medienbranche, hält er für peinlich.

Den gesellschaftlichen Schönheitsdruck auf Frauen kritisiert er deutlich: Er plädiert dafür, den natürlichen Alterungsprozess als Teil der eigenen Biografie zu akzeptieren – statt ihn mit aufwendigen Eingriffen zu bekämpfen. Als Vorbild nennt er das Model Christy Turlington, Jahrgang 1969, die nie Schönheitsoperationen hatte und dennoch beeindruckend gealtert sei.

Neues Buch im Herbst: „Schittbürgertum” als frohe Botschaft

Produktiv wird Poschardt im Herbst vor allem am Schreibtisch. Dass er seine wichtigsten Bücher in dieser Jahreszeit verfasst hat, ist kein Zufall: Der Herbst ist für ihn eine Jahreszeit der Konzentration. Sein Antrieb dabei: Espresso, stilles Wasser – kein Rotwein.

Ende November 2026 erscheint sein neues Buch „Schittbürgertum”, der dritte Teil einer Trilogie nach „Spießbürgertum” und „Bückbürgertum”. Der Titel klingt düsterer, als er gemeint ist – Poschardt sieht darin eine explizit frohe Botschaft: Das Ende zweier gesellschaftlicher Milieus, die die Bundesrepublik lange geprägt haben. Wahlergebnisse und symbolische Debatten des Jahres 2026 hätten ihn dazu inspiriert, diesen Wandel literarisch zu würdigen. Ein vierter Band, „Fightbürgertum”, ist bereits für Ende 2027 geplant.

Poschardt schließt mit einem nüchternen Lebensbekenntnis: Vorsätze braucht er keine mehr. Das Leben sei kurz – und die wichtigste Aufgabe sei es, sich dessen bewusst zu sein und es sich möglichst schön zu machen. Rilkes Herbstgedicht, das Gerhard Schröders Lieblingsgedicht gewesen sein soll, passt da fast zu gut: Der Herbst als Einladung zur Besinnung – auf das, was bleibt, und das, was man loslässt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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