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Berliner Enteignungspläne: „Eine Katastrophe!”

Harald Christ warnt scharf vor den Berliner Enteignungsplänen: Die Vergesellschaftung von Wohnungen schrecke Investoren ab und löse kein einziges Problem.

Redaktion · 20. October 2026, 08:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Berliner Enteignungspläne aus dem Sondierungspapier einer möglichen rot-rot-grünen Koalition stoßen auf massiven Widerstand aus der Wirtschaft. Harald Christ, Unternehmer und Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller, bezeichnet die Vorhaben rund um Vergesellschaftung und Enteignung als „Katastrophe” für den Investitionsstandort Berlin. Er warnt, die Pläne würden nicht ein einziges Problem lösen, sondern die Lage auf dem Wohnungsmarkt und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt langfristig verschlechtern.

Enteignung schreckt Investoren ab – ohne neuen Wohnraum zu schaffen

Im Mittelpunkt der Kritik steht die geplante Vergesellschaftung von mehr als 160.000 Wohnungen. Dafür sind laut Sondierungspapier rund 16 Milliarden Euro vorgesehen – was rechnerisch nur etwa 100.000 Euro pro Wohnung entspreche. Christ spricht offen von einer „klassischen Enteignung”, bei der Eigentümer deutlich unter Marktwert entschädigt würden.

Besonders scharf kritisiert er, dass durch diese Maßnahme keine einzige neue Wohnung entstehe. Der Wohnungsmangel in Berlin lasse sich ausschließlich durch mehr Neubau und mehr Investitionen bekämpfen – nicht durch den staatlichen Zugriff auf bestehenden Bestand.

Zudem zweifelt Christ an der rechtlichen Umsetzbarkeit: Die Pläne würden „höchstrichterlich nicht umsetzbar sein” und am Ende zu bitterer Enttäuschung bei den Wählerinnen und Wählern führen.

Berlins Schuldenlage lässt kaum Spielraum

Berlin ist mit über 60 Milliarden Euro verschuldet. Christ betont, dass im Haushalt keinerlei Spielräume mehr vorhanden seien. Dennoch plane die künftige Landesregierung, jährlich rund 400 Millionen Euro über neue Steuern und Gebührenerhöhungen einzunehmen – ein Ansatz, den Christ als kontraproduktiv bewertet.

  • Berlin leidet unter einem Ausgabenproblem, nicht einem Einnahmenproblem
  • Steuer- und Gebührenerhöhungen verschrecken Unternehmen und Mittelstand
  • Der Finanzausgleich der Bundesländer könne Berlins „träumerische Ideen” nicht dauerhaft querfinanzieren
  • Erste Unternehmer drohen bereits, keine weiteren Investitionen in Berlin zu tätigen

Christ berichtet, sein Telefon stehe seit Bekanntwerden des Sondierungspapiers nicht mehr still. Unternehmer und Mittelständler meldeten sich mit großer Sorge um den Wirtschaftsstandort.

SPD in der Kritik: Wortbruch beim Thema Vergesellschaftung

Die Berliner SPD hatte im Wahlkampf und auf Bundesebene Enteignungen stets abgelehnt. Dass die Partei die entsprechenden Passagen im Sondierungspapier nun offenbar mitträgt, wertet Christ als Wortbruch. Er unterscheidet dabei ausdrücklich zwischen der Bundes-SPD – wo ebenfalls kritische Stimmen laut werden – und der Berliner Landespartei.

Auch die frühere Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat sich laut Christ deutlich gegen die Pläne positioniert. Sein Appell an die SPD ist klar: Die Partei solle ihr Wort halten und die Koalition in dieser Form ablehnen. Niemand zwinge die SPD, eine solche Koalition einzugehen.

Besonders skeptisch betrachtet Christ die Zusicherung, Neubauwohnungen von der Enteignung auszunehmen. Wer garantiere, dass diese Ausnahme in zwei Jahren nicht ebenfalls gestrichen werde? Dieses Signal der Rechtsunsicherheit sei für Investoren verheerend.

Ausblick: Mehr Bauen statt Enteignen

Die Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt sind real und ernst zu nehmen. Steigende Mieten und knappes Angebot treffen vor allem einkommensschwache Haushalte hart. Doch die Lösung liege in einer investitionsfreundlichen Politik, die Neubau fördert, Zuzug ermöglicht und Unternehmen in der Stadt hält – nicht in staatlicher Enteignung.

Sollten die Koalitionspläne in ihrer jetzigen Form umgesetzt werden, droht Berlin nach Einschätzung von Wirtschaftsvertretern ein anhaltender Investitionsrückgang. Die politische Debatte um das Sondierungspapier dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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