Thursday, 15. October 2026
Adidas

Adidas-Aktie: 60 % Potenzial dank Laufschuh-Boom

Der globale Laufschuhmarkt wächst auf 50 Milliarden Dollar – und die Adidas-Aktie könnte davon laut Analysten um bis zu 60 % profitieren.

Redaktion · 15. October 2026, 05:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 15.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der globale Laufschuhmarkt ist mit einem Volumen von 50 Milliarden US-Dollar eine der lukrativsten Nischen der Sportartikelbranche – und deutlich größer, als viele vermuten. In Deutschland allein zählen Sportverbände rund 18 Millionen Läufer, während der Fußball trotz seiner Popularität nur etwa 2,2 Millionen aktive Spieler vorweist. Vor diesem Hintergrund rückt die Adidas-Aktie als Investmentidee in den Fokus: Unter CEO Björn Gulden vollzieht der Konzern einen tiefgreifenden Umbau – mit spürbaren Wachstumserfolgen und erheblichem Kurspotenzial laut Analysten.

Laufschuhe als globaler Megatrend

Was einst die Basketballschuhe waren, sind heute Laufschuhe: ein massentaugliches Lifestyle-Produkt. Viele Träger ziehen sie nicht fürs Training an, sondern als Alltagsschuh. Dieser Trend macht das Laufsegment für Sportartikelhersteller besonders attraktiv.

Die Konkurrenz im Markt ist intensiv. Nike hält als Platzhirsch die Spitzenposition, doch Herausforderer wie das Schweizer Label On Running und das traditionsreiche New Balance gewinnen spürbar Marktanteile. Adidas ist einer der größten Akteure in diesem Wettbewerb und setzt verstärkt auf eine klare Produktstrategie.

Die „Formel-1-Strategie” von Adidas

Adidas-Chef Björn Gulden verfolgt im Laufsegment das, was Branchenbeobachter als Formel-1-Strategie bezeichnen: Hochleistungsmodelle für Profisportler fungieren als technologische Leuchttürme und strahlen auf günstigere Einstiegsmodelle für Breitensportler ab.

Konkret bedeutet das: Ein Profimodell kostet rund 500 Euro, ein Amateurmodell für den normalen Konsumenten rund 97 Euro. Diese Spreizung soll Kunden anlocken und Markenbindung über alle Preissegmente hinweg schaffen. Erste Ergebnisse sind sichtbar: Das Laufsegment von Adidas ist zuletzt um bemerkenswerte 28 Prozent gewachsen.

  • Profimodell als Markenbotschafter im Wettkampfsport
  • Günstigeres Einstiegsmodell für den Massenmarkt
  • Starkes Volumenwachstum von 28 % im Laufsegment
  • Lifestyle-Nutzung von Laufschuhen als zusätzlicher Absatztreiber

Konzernumbau: Mehr Macht für Regionalmanager

Neben dem Laufsegment treibt Gulden einen strukturellen Wandel im Gesamtkonzern voran. Adidas war lange Zeit ein stark zentralistisch geführtes Unternehmen, gesteuert aus dem Stammsitz in Herzogenaurach. Damit bricht Gulden bewusst.

Regionalmanagern in Schlüsselmärkten wie China und Japan werden deutlich mehr Entscheidungskompetenzen übertragen – von der Produktentwicklung bis zur lokalen Marktanpassung. Die Strategie zeigt bereits Wirkung: In beiden Märkten verzeichnet Adidas spürbares Wachstum. Die dezentrale Ausrichtung soll die Reaktionsfähigkeit auf lokale Konsumtrends erhöhen und Wachstumspotenziale schneller heben.

Bewertung und Analystenmeinungen zur Adidas-Aktie

Trotz der operativen Fortschritte steht die Adidas-Aktie unter Druck. Auf Jahressicht liegt das Papier mit rund minus einem Prozent im Minus, aktuell notiert es bei etwa 150 Euro.

Doch die Bewertung macht die Aktie interessant: Das Bankhaus Metzler prognostiziert für 2027 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12 – deutlich unter dem Branchendurchschnitt von rund 19. Das signalisiert erhebliches Aufholpotenzial. Metzler selbst sieht das Kursziel bei 250 Euro, was einem Potenzial von über 60 Prozent entspräche.

Die Analystengemeinde insgesamt ist optimistisch gestimmt:

  • 35 Analysten beobachten die Aktie
  • 29 empfehlen „Kaufen”, 6 „Halten”
  • Kein Analyst empfiehlt „Verkaufen”
  • Durchschnittliches Kurspotenzial laut Konsens: rund 30 %

Als zentrales Risikofeld gilt der nordamerikanische Markt, wo Adidas weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleibt. Anleger sollten bei den kommenden Quartalszahlen insbesondere auf die Gewinnmargen und die Entwicklung in Nordamerika achten.

Der globale Laufboom liefert Adidas strukturellen Rückenwind, und Björn Guldens Umbaukurs trägt zunehmend Früchte. Sollte der Konzern seine Wachstumsdynamik in den kommenden Quartalen bestätigen, könnte die Adidas-Aktie ihre aktuelle Bewertungslücke zum Branchendurchschnitt deutlich verringern – und für geduldige Anleger zu einem attraktiven Investment werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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