Dieses Video wurde am 06.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Amalfiküste gehört zu den begehrtesten Reisezielen Italiens – doch der Massentourismus hat das malerische Küstengebiet längst an seine Grenzen gebracht. Schon im Mai 2026 quellen die engen Gassen von Städtchen wie Positano über. Anwohner berichten, sich zeitweise in den eigenen vier Wänden eingeschlossen zu fühlen. Reiseführer warnen bereits offen vor Besuchen in der Hochsaison, und wer dennoch reist, muss mit erheblichen Kosten rechnen. Italiens Tourismusbranche steht vor einem Rekordjahr – mit allen Schattenseiten.
Positano am Limit: Wenn Touristen die Stadt blockieren
In Positano, einem der bekanntesten Orte an der Amalfiküste, ist die Lage besonders dramatisch. Die verwinkelten, steilen Gassen des Küstenortes sind schlicht nicht für Menschenmassen ausgelegt. Wenn Reisegruppen, Tagesausflügler und Kreuzfahrtpassagiere gleichzeitig eintreffen, entsteht ein Gedränge, das die alltägliche Lebensqualität der Einheimischen massiv beeinträchtigt.
Anwohner schildern, dass sie ihre Häuser zu Stoßzeiten kaum verlassen oder betreten können. Die schmalen Treppen und Wege sind vollständig von Besucherströmen blockiert. Diese Form des Overtourismus ist kein neues Phänomen, hat sich aber in den vergangenen Jahren deutlich verschärft.
Ein besonderes Problem stellt der sogenannte Tagestourismus dar: Viele Besucher kommen nur für wenige Stunden – etwa von Kreuzfahrtschiffen oder im Rahmen von Kurzausflügen. Sie hinterlassen kaum wirtschaftliche Wertschöpfung vor Ort, belasten aber die Infrastruktur genauso stark wie länger verweilende Gäste.
Italiens Infrastruktur unter Druck
Die Infrastruktur der Region ist dem Ansturm schlicht nicht gewachsen. Enge Küstenstraßen, begrenzte Parkflächen und ein überlastetes öffentliches Verkehrsnetz führen regelmäßig zu Verkehrschaos. Die lokalen Behörden stehen vor der Herausforderung, den Touristenstrom zu steuern, ohne den wirtschaftlichen Nutzen des Tourismus zu gefährden.
Dabei sind die Zahlen beeindruckend: Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 werden für ganz Italien über 100 Millionen Übernachtungen erwartet. Das entspricht einem Rekordwert und belegt, wie stark die Nachfrage nach einem Italienurlaub gestiegen ist.
- Über 100 Millionen Übernachtungen in Italien in den ersten vier Monaten 2026
- Positano und die Amalfiküste zählen zu den am stärksten frequentierten Zielen
- Tagestourismus von Kreuzfahrtschiffen verschärft die Lage ohne entsprechende Einnahmen
- Anwohner fühlen sich zeitweise in ihren eigenen Häusern eingeschlossen
- Reiseführer empfehlen bereits, die Region in der Hochsaison zu meiden
Hohe Kosten: Wer reist, zahlt drauf
Wer sich von den Warnungen nicht abschrecken lässt und die Amalfiküste dennoch besuchen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Übernachtungspreise von mehreren hundert Euro pro Nacht sind in der Region keine Seltenheit mehr, sondern nahezu Standard in der Sommersaison.
Die hohen Preise spiegeln zum einen die enorme Nachfrage wider, zum anderen die begrenzte Anzahl an Unterkünften in einer geografisch eng begrenzten Region. Eine spontane und günstige Reise an die Amalfiküste ist damit für viele Urlauber kaum noch möglich.
Reisexperten raten dazu, Randzeiten wie das frühe Frühjahr oder den Spätherbst zu bevorzugen, um sowohl den Menschenmassen als auch den Höchstpreisen zu entgehen. Wer flexibel ist, findet dann noch eher ein erschwingliches Angebot und kann die Schönheit der Küste in ruhigerer Atmosphäre genießen.
Ausblick: Braucht die Amalfiküste eine Tourismusbremse?
Der Massentourismus an der Amalfiküste stellt die Politik vor grundlegende Fragen: Wie lässt sich wirtschaftlicher Erfolg mit dem Schutz von Lebensqualität und Natur verbinden? Andere europäische Destinationen – etwa Venedig oder Barcelona – haben bereits mit Besucherobergrenzen, Eintrittsgebühren oder Beschränkungen für Kreuzfahrtschiffe experimentiert.
Es ist gut möglich, dass auch die Gemeinden entlang der Amalfiküste künftig zu ähnlichen Maßnahmen greifen werden. Für den Sommer 2026 jedoch gilt: Wer die Region besuchen möchte, sollte frühzeitig planen, mit hohen Kosten rechnen und sich auf volle Straßen und Gassen einstellen. Die Schönheit der Küste ist unbestritten – doch der Preis dafür, sie zu erleben, steigt Jahr für Jahr.
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