Dieses Video wurde am 06.05.2026 von BBC News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein ehemaliger Steinbruch in Wales, ein orangefarbener Tauchglocke und ein stählernes Habitat – das sind die Zutaten, mit denen das Unternehmen Deep Campus eine Vision verfolgt, die lange nur der Raumfahrt vorbehalten schien: Menschen dauerhaft unter der Wasseroberfläche wohnen zu lassen. Am Deep Campus nahe Chepstow, direkt an der Grenze zwischen England und Wales, entstehen Technologien und Trainingsanlagen, die das Tauchen für Wissenschaftler und eines Tages vielleicht auch für Touristen zugänglich machen sollen.
Der Deep Campus: Trainingsanlage in einem alten Steinbruch
Das Herzstück der Anlage ist ein ehemaliger Steinbruch, der sich in einen rund 600 Meter langen und bis zu 80 Meter tiefen See verwandelt hat. Auf dem Grund liegen noch heute skurrile Überreste aus der Zeit, als hier Taucher zu Übungszwecken abtauchten: ein Doppeldeckerbus, ein Hubschrauber, ein Flugzeug und sogar Panzer.
Auf einem schwimmenden Ponton wird derzeit eine Sättigungs-Tauchausbildungsanlage errichtet, die planmäßig im Herbst fertiggestellt sein soll. Die Anlage besteht aus zwei Hauptkammern, in denen Taucher unter realen Druckbedingungen trainieren können, ohne sofort ins offene Wasser zu müssen.
Parallel dazu steht auf dem Gelände bereits ein Triton 3K3 Submersible – ein dreisitziges U-Boot, das Tiefen von bis zu 1.000 Metern erreichen kann. Weltweit existieren nur rund zehn dieser Fahrzeuge. Deep Campus besitzt zwei davon und nutzt sie gegenwärtig zur Ausbildung erfahrener Piloten. Gesteuert wird das U-Boot per Joystick, ähnlich einer Spielkonsole – intuitiv und präzise.
Sättigungstauchen: Wie Menschen den Tiefseedruck überleben
Das Tauchen in große Tiefen stellt den menschlichen Körper vor enorme physiologische Herausforderungen. Ab etwa 50 Metern Tiefe nimmt der Körper beim Atmen komprimierter Gase deutlich mehr Gas auf, als er es unter normalen Bedingungen tut. Ein schneller Aufstieg an die Oberfläche würde zu schweren Dekompressionsunfällen führen.
Die Lösung heißt Sättigungstauchen (Saturation Diving): Taucher werden in druckfesten Wohnkammern auf die Tiefe, in der sie arbeiten werden, unter Druck gesetzt. Sie leben, schlafen und essen dort – alles unter demselben Druck wie in der Tiefe. Zur eigentlichen Arbeit steigen sie in eine Tauchglocke, die auf denselben Druck gebracht wird und sie direkt zum Arbeitsort transportiert.
- Taucher leben über Tage oder Wochen in der Druckkammer
- Der Druck entspricht stets der Arbeitstiefe
- Die Dekompression erfolgt einmalig und kontrolliert am Ende des gesamten Einsatzes
- Gefährliche Gasblasen im Blut werden so zuverlässig vermieden
- Die Methode gilt als Standard in der Offshore-Industrie
Das Unterwasser-Habitat Sentinel und der Vanguard
Über das reine Tauchen hinaus denkt Deep Campus in ganz neuen Dimensionen: Menschen sollen künftig in Unterwasser-Habitaten für Tage oder sogar Wochen am Meeresgrund leben. Ein erster Prototyp, das sogenannte Sentinel, steht derzeit noch an Land und demonstriert das Wohnkonzept. Das Design zielt darauf ab, einen komfortablen und sicheren Aufenthalt zu ermöglichen – kein kurzer Ausflug, sondern ein echtes Zuhause unter Wasser.
Das erste operative Pilot-Habitat trägt den Namen Vanguard und soll in den kommenden Wochen im Florida Keys National Marine Sanctuary ausgebracht werden – ein konkreter Meilenstein, der zeigt, dass die Idee weit über das Konzeptstadium hinaus ist.
Hinsichtlich Sicherheit setzt Deep Campus bewusst auf stählerne Hüllen und arbeitet eng mit anerkannten Klassifikationsgesellschaften zusammen, die sämtliche Systeme unabhängig prüfen. Damit positioniert sich das Unternehmen klar gegenüber Projekten, die in der Vergangenheit durch Materialversagen für Schlagzeilen sorgten.
Ozean statt Weltraum: Ein neues Frontier für die Menschheit
Die Verantwortlichen bei Deep Campus sehen ihre Arbeit als längst überfällige Kurskorrektur: Während über Jahrzehnte Milliarden von Dollar in die Raumfahrt geflossen sind, blieb der Ozean – der größte Lebensraum der Erde – weitgehend unerforscht und ungenutzt. Dabei liegt er direkt vor unserer Haustür.
Zunächst richtet sich das Angebot an Wissenschaftler und ausgebildete Taucher. Langfristig soll die Technologie jedoch so weit entwickelt und erprobt sein, dass auch Touristen mit entsprechender Neugier an Unterwassermissionen teilnehmen können. Die Saturation-Trainingsanlage am Deep Campus geht noch in diesem Herbst in Betrieb – der erste reale Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften menschlichen Präsenz unter den Wellen.
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