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Alexander Schweizer

Bas-Rücktritt: Klingbeil kündigt SPD-Parteitag an

Bärbel Bas tritt als SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin zurück. Klingbeil zeigt sich betroffen und kündigt einen Bundesparteitag für Dezember oder Januar an.

Redaktion · 12. October 2026, 17:03 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Rücktritt von Bärbel Bas als SPD-Co-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin hat die Partei in eine Führungskrise gestürzt. SPD-Chef Lars Klingbeil trat am Montag vor die Presse und bezeichnete den Tag als einen der schwersten in seiner politischen Laufbahn. Bas habe ihn am Samstag endgültig über ihren Entschluss informiert. Als Nachfolger im Arbeitsministerium schlug Klingbeil umgehend Alexander Schweizer vor, der bereits Erfahrung als Arbeits- und Sozialminister sowie als Ministerpräsident mitbringt.

Klingbeil würdigt Leistungen von Bärbel Bas

Klingbeil betonte ausdrücklich seine Dankbarkeit gegenüber der scheidenden Ministerin. Bas habe in schwierigen Zeiten politische Verantwortung übernommen und bleibende Spuren hinterlassen. Zu ihren zentralen Verdiensten zählt Klingbeil folgende Punkte:

  • Einführung des Tariftreuegesetzes, das die Tarifbindung in Deutschland stärkt
  • Verabschiedung des Rentenpakets, das das Rentenniveau für Millionen Menschen sichert
  • Entschiedener Kampf gegen Sozialbetrug nach dem Credo, dass niemand den Staat ausnutzen darf

Trotz persönlicher Trauer zeigte Klingbeil Verständnis für den Schritt: „Ich kann ihn zu 100 Prozent nachvollziehen”, sagte er mit sichtlicher Betroffenheit.

Hass und Hetze als Ursache des Rücktritts

Klingbeil machte politische Angriffe in Zeiten persönlichen Leids für den Rücktritt mitverantwortlich. Bas sei als Politikerin in einer Phase privater Trauer massiven Attacken ausgesetzt gewesen – das bezeichnete Klingbeil klar als „unanständig”.

Er warnte eindringlich vor einer Verrohung des politischen Diskurses. Frauen in Führungspositionen seien besonders häufig von Hass und Hetze betroffen. Das vergife nicht nur Einzelschicksale, sondern den gesamten politischen Diskurs in Deutschland.

Klingbeil rief alle politischen Kräfte dazu auf, ernsthaft zu reflektieren, welche Kultur des Umgangs miteinander die Gesellschaft wirklich wolle. Ein Instagram-Post reiche dafür nicht aus: „Wir brauchen eine Kultur des Streits, aber auch eine Kultur des Respekts.”

Warnung vor dem „Playbook der extremen Rechten”

Klingbeil ordnete die Entwicklung in einen größeren politischen Zusammenhang ein. Die extreme Rechte verfolge gezielt das Ziel, demokratische Kräfte gegeneinander auszuspielen, die politische Mitte zu zerstören und die gesellschaftlichen Gräben zu vertiefen. Er appellierte an die demokratischen Parteien, dieses Spiel nicht mitzumachen.

„Ich habe Sorge, dass wir die Menschen verlieren, die feinfühlig, empathisch und ehrlich sind”, sagte Klingbeil. Gerade in Zeiten des Umbruchs seien solche Persönlichkeiten in der Politik unverzichtbar. Umso wichtiger sei es, aufeinander achtzugeben statt sich gegenseitig zu beschädigen.

Bundesparteitag und neue SPD-Führung geplant

Für die organisatorischen Konsequenzen des Rücktritts präsentierte Klingbeil dem SPD-Präsidium zwei Vorschläge, die einstimmig angenommen wurden:

  • Um den Jahreswechsel – im Dezember oder Januar – soll ein ordentlicher Bundesparteitag stattfinden, kein bloßer Konvent.
  • Auf diesem Parteitag wird die gesamte Führungsriege der SPD zur Wahl gestellt, um sowohl personelle als auch programmatische Klarheit herzustellen.

Klingbeil bekannte sich zudem klar zur Doppelspitze der Partei: „Es wird kein Wackeln geben.” Er habe die Doppelspitze seinerzeit als Generalsekretär eingeführt und halte sie weiterhin für das richtige Modell. Das Kabinettsverhältnis der SPD – sechs Ministerinnen zu drei Ministern – werde er bei künftigen Personalentscheidungen ebenfalls im Blick behalten.

Die SPD steht nun vor einem doppelten Kraftakt: der schnellen Stabilisierung der Regierungsarbeit durch Alexander Schweizer im Arbeitsministerium und der Erneuerung der Parteispitze auf einem Bundesparteitag. Wie sich die innerparteilichen Machtverhältnisse nach dem Parteitag gestalten und ob Klingbeil selbst erneut kandidiert, ließ er am Montag noch offen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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