Dieses Video wurde am 03.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Jedes Frühjahr verwandelt sich die Breitachklamm in eine große Baustelle – bevor Besucherinnen und Besucher die Schlucht ab dem 1. Mai wieder erkunden dürfen. Rund 15 ausgebildete Industriekletterer und Bergführer arbeiten drei bis vier Wochen lang daran, die Felswände von allem zu befreien, was Schnee, Frost und Feuchtigkeit im Winter gelockert haben. Die Aktion kostet den Breitachklammverein jährlich rund eine halbe Million Euro – finanziert ausschließlich durch Eintrittsgelder.
Gefährliche Hinterlassenschaften des Winters
In den Wintermonaten setzt dem Kalkstein der Schlucht vor allem der Frost zu. Wasser dringt in feinste Risse ein, gefriert und sprengt dabei Gestein auf. Im Frühjahr hängen dann lose Brocken, manche in der Größe eines Fußballs, in den bis zu 150 Meter hohen Felswänden – eine ernsthafte Gefahr für Ausflügler.
Die Kletterer gehen dabei besonders behutsam vor. Mit dem Pickel tasten sie Fläche für Fläche ab und entfernen nur das, was sich wirklich gelockert hat. „Wir bringen keinen zu großen Hebel rein”, erklärt einer der Spezialisten. So soll verhindert werden, dass stabiles Gestein unnötig destabilisiert wird.
Besonders tief im Inneren der Schlucht sind die Bedingungen für die Helfer hart: Der Fels ist extrem feucht, mit einem rutschigen Belag überzogen, und die Temperaturen bleiben empfindlich kalt – der Winter lässt sich hier länger bitten als anderswo.
Fachleute, die den Fels lesen können
Für die Arbeiten an den Steilwänden setzt der Breitachklammverein ausschließlich auf ausgebildete Industriekletterer und staatlich geprüfte Bergführer. Nur wer den Fels „lesen” kann – also Risse, Bruchstellen und instabile Zonen erkennt –, darf an den Wänden arbeiten.
Zu Beginn der Saison werden zunächst alle Infotafeln und Plakate abmontiert, damit herabfallende Steine keinen Schaden anrichten. Erst ganz zum Schluss, wenn die Wände gesichert sind, werden sie wieder angebracht.
Die Aufgaben im Überblick:
- Lockere Steine und Felsplatten mit dem Pickel lösen und kontrolliert entfernen
- Abgebrochene Äste und Totholz aus dem Schluchtenbereich räumen
- Infotafeln ab- und nach Abschluss der Arbeiten wieder montieren
- Wege reinigen und beschädigte Bodenbeläge ausbessern
- Defekte Holzladen austauschen und Geländer neu montieren
Eigenleistung des Klammteams
Parallel zur Kletterarbeit erledigt das eigene Personal des Breitachklammvereins zahlreiche handwerkliche Aufgaben auf den Wegen. Dazu gehören das Säubern der Gehwege, das Austauschen defekter Holzbohlen sowie Betonierarbeiten an besonders beanspruchten Stellen. Erst wenn Wege und Geländer vollständig instand gesetzt sind, gilt die Schlucht als bereit für Besucherinnen und Besucher.
In diesem Jahr verliefen die Arbeiten nach Aussage des Projektverantwortlichen besonders reibungslos: gutes Wetter und eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Gewerken sorgten dafür, dass die Arbeiten im Zeitplan blieben.
Eine der tiefsten Schluchten Mitteleuropas öffnet wieder
Die Breitachklamm bei Oberstdorf im Allgäu zählt zu den tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas. Auf einer Länge von rund zweieinhalb Kilometern haben sich die Fluten der Breitach über Jahrtausende bis zu 150 Meter tief in den Kalkstein gegraben. Jährlich zieht das Naturschauspiel Hunderttausende Besucher an.
Dass ein so aufwendiger und kostspieliger Frühjahrsputz überhaupt möglich ist, verdankt sich allein den Eintrittsgeldern – staatliche Förderung gibt es nach Vereinsangaben nicht. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität, und deshalb investieren wir das gerne”, betont der Vereinsverantwortliche. Ab dem 1. Mai ist die frisch gesicherte Schlucht wieder für alle geöffnet – und der nächste Winter wird kommen.
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