CDU im Umfragetief: Droht der Absturz aus Parlamenten?
Neue INSA-Zahlen zeigen die Union bei nur 18 % – während die AfD auf 30 % klettert. Droht der CDU dasselbe Schicksal wie SPD und FDP?
Dieses Video wurde am 21.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das CDU Umfragetief erreicht laut aktuellen INSA-Zahlen ein alarmierendes Ausmaß: CDU und CSU kommen in der Sonntagsfrage gemeinsam nur noch auf 18 Prozent, während die AfD bundesweit bei 30 Prozent liegt. Politische Beobachter ziehen bereits Vergleiche zu SPD und FDP – Parteien, die in den vergangenen Jahren dramatische Wählerverluste hinnehmen mussten und teilweise aus Parlamenten geflogen sind. Die Frage, ob der Union ein ähnliches Schicksal droht, ist längst keine theoretische mehr.
INSA-Umfrage: Union weit hinter der AfD
Die neuesten Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts INSA zeichnen ein düsteres Bild für die Volkspartei CDU/CSU. Mit 18 Prozent in der Sonntagsfrage liegt die Union nicht nur deutlich hinter der AfD, sondern verliert auch bei einem entscheidenden Indikator: den sogenannten sicheren Stimmen.
Dabei handelt es sich um jene Wählerinnen und Wähler, die am Wahltag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihr Kreuz für eine bestimmte Partei setzen werden. Auch hier führt die AfD mit 24 Prozent, während CDU und CSU zusammen nur auf 13 Prozent kommen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie fragil die Stammwählerschaft der Union geworden ist.
Wahlumfragen als politischer Einflussfaktor
Besonders brisant ist der gesellschaftliche Kontext dieser Erhebungen: Laut der INSA-Auswertung messen drei Viertel der Deutschen Wahlumfragen eine hohe Bedeutung bei. Das bedeutet, schlechte Umfragewerte können sich selbstverstärkend auf das Wahlverhalten auswirken – ein Teufelskreis, den die Union dringend durchbrechen muss.
- Union (CDU/CSU) in der Sonntagsfrage: 18 %
- AfD in der Sonntagsfrage: 30 %
- Sichere Stimmen für die AfD: 24 %
- Sichere Stimmen für die Union: 13 %
- Anteil der Deutschen, für die Umfragen wichtig sind: 75 %
Wenn Wählerinnen und Wähler sehen, dass ihre bisherige Partei in Umfragen schwächelt, neigen manche dazu, ihre Stimme strategisch umzuschichten – oft zugunsten von Parteien, die als aufstrebend gelten. Für die CDU bedeutet das eine doppelte Herausforderung: schlechte Zahlen erzeugen weitere Verluste.
Steuergerechtigkeit als vernachlässigtes Kernthema
Neben den reinen Prozentzahlen liefert die INSA-Erhebung auch inhaltliche Hinweise darauf, warum die Union Wähler verliert. Wenn Deutsche nach dem Thema Gerechtigkeit befragt werden, steht Steuergerechtigkeit weit oben auf der Agenda.
Gerade hier hat die Union in den vergangenen Jahren wenig überzeugende Antworten geliefert. Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden das bestehende Steuersystem als ungerecht – eine Wahrnehmung, die Protestparteien wie der AfD zugute kommt. Wer das Gefühl hat, von der etablierten Politik nicht gehört zu werden, sucht Alternativen.
Diese thematische Lücke ist für die CDU besonders gefährlich, weil sie traditionell als Partei der wirtschaftlichen Kompetenz gilt. Wenn dieser Markenkern bröckelt, fehlt ein zentrales Alleinstellungsmerkmal.
Droht der CDU das Schicksal von SPD und FDP?
Der historische Vergleich liegt nahe: Die SPD hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten massive Wähleranteile eingebüßt und kämpft bis heute um ihre Rolle als Volkspartei. Die FDP flog nach der letzten Bundestagswahl aus der Regierungskoalition und steht an der Grenze zur politischen Bedeutungslosigkeit.
Besonders schmerzhaft ist das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU bereits aus dem Landtag geflogen ist – ein Szenario, das sich in weiteren Bundesländern wiederholen könnte, wenn die Partei keine glaubwürdige Kurskorrektur vornimmt.
Die Zahlen sind ein klares Warnsignal. Ob die Union die Trendwende schafft, hängt davon ab, ob sie in der Lage ist, auf zentrale Wählerthemen wie Steuergerechtigkeit, innere Sicherheit und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven überzeugend zu antworten – und das schnell. Die nächsten Landtagswahlen werden zeigen, ob die Partei diese Lektion verstanden hat.
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