Dieses Video wurde am 06.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein kurzes Treffen der Außenminister, wenig nach außen dringende Informationen – und dennoch große geopolitische Signalwirkung: China positioniert sich im Iran-Konflikt als potenzieller Friedensvermittler, verfolgt dabei aber vor allem eigene strategische Interessen. Im Hintergrund steht ein bevorstehender Gipfel mit US-Präsident Trump in Peking, für den Peking seine Verhandlungsposition gezielt stärken will.
Außenministertreffen mit wenig Substanz, aber großer Symbolik
Das Treffen der beiden Außenminister verlief nach außen hin unauffällig. In der anschließenden Pressekonferenz gab es kaum neue Erkenntnisse – stattdessen bekannte Positionen und persönliche Worte in Richtung Washington. China bekräftigte, sich für eine Verringerung der Feindseligkeiten einzusetzen, Friedensgespräche weiter zu fördern und eine größere Rolle bei der Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten übernehmen zu wollen.
Trotz der diplomatischen Zurückhaltung gilt das Treffen als Teil einer bewussten Vorbereitung auf den anstehenden Gipfel mit den USA. Peking kalkuliert genau, welche Signale es wann und wie aussendet.
Iran als wirtschaftlicher Abhängiger Chinas
Die enge Verbindung zwischen China und Iran ist keine neue Entwicklung. Die wirtschaftliche Abhängigkeit Teherans von Peking ist erheblich:
- Rund 80 Prozent des iranischen Öls wird nach China exportiert.
- China ist Irans wichtigster Handelspartner.
- Im Jahr 2021 unterzeichneten beide Länder ein umfangreiches Investitionsabkommen.
Diese Abhängigkeit verschafft Peking erheblichen Einfluss auf Teheran – und damit auch auf die Dynamik des von den USA und Israel begonnenen Krieges gegen Iran. Genau diesen Hebel setzt China nun strategisch ein.
Iran als Verhandlungsmasse im Großmächtepoker
Zahlreiche Experten sind sich einig: Für China ist Iran kein Selbstzweck, sondern Verhandlungsmasse. Das eigentliche Ziel Pekings liegt auf dem bevorstehenden Gipfeltreffen mit Trump in Peking in der kommenden Woche. Dort sollen zentrale Streitpunkte zwischen den beiden Supermächten besprochen werden.
Auf der Agenda stehen dabei Themen wie:
- Marktzugang für chinesische Unternehmen in den USA
- Die Frage der US-Zölle auf chinesische Waren
- Zugang zu westlicher Technologie
- Der Status von Taiwan
Das Außenministertreffen gilt in diesem Kontext als Vorgeschmack: China spiele laut Beobachtern Schach, nicht Checkers – es denkt in Zügen und Gegenzügen, nicht in kurzfristiger Solidarität mit Teheran.
Verbesserte Verhandlungsposition seit Beginn des Krieges
Seit dem letzten bilateralen Treffen der Außenminister im Oktober des Vorjahres hat sich Chinas Verhandlungsposition gegenüber den USA nach Einschätzung vieler Experten spürbar verbessert – vor allem durch den Irankrieg. Washington ist auf Pekings Kooperation angewiesen, wenn es darum geht, Eskalation in der Region zu verhindern und diplomatische Kanäle offenzuhalten.
Peking nutzt diese Konstellation bewusst. Anstatt Iran direkt militärisch oder politisch beizustehen, hält China die Karte in der Hand – und spielt sie dosiert aus. Der Iran-Konflikt wird so zum Instrument chinesischer Großmachtpolitik.
Ob China seinen Einfluss auf Iran tatsächlich für einen Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen nutzt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Peking wird jeden Schritt an seinen eigenen strategischen Interessen messen – und der Gipfel mit Trump nächste Woche dürfte zeigen, wie hoch China seine Karte zu spielen bereit ist.
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