Monday, 28. September 2026
Airbus

DAX-Check: Airbus, BASF, Evonik und Infineon im Fokus

Der DAX startet uneinheitlich in die neue Woche. Steigende Renditen und Ölpreise belasten Techwerte – was Anleger bei Airbus, BASF, Evonik und Infineon wissen müssen.

Redaktion · 28. September 2026, 08:31 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 28.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX startet uneinheitlich in die neue Handelswoche am 28. September. Der Leitindex notiert im frühen Handel bei rund 25.380 Punkten – ein leichter Rückgang gegenüber dem Freitag. Hauptbelastungsfaktoren sind steigende Anleiherenditen sowie ein erneuter Anstieg der Ölpreise, ausgelöst durch neue geopolitische Spannungen rund um den Iran und die Straße von Hormus. Im Fokus stehen heute Airbus, BASF, Evonik, Infineon, Jenoptik und Puma.

Steigende Renditen und Ölpreise belasten den DAX

Die Renditen auf Staatsanleihen erreichen zunehmend kritische Niveaus: In Deutschland liegt die Rendite bei 3,62 Prozent, in den USA bei 5,205 Prozent. Diese Entwicklung erschwert es dem DAX, aus der aktuellen Handelsspanne nach oben auszubrechen. Gleichzeitig treiben steigende Ölpreise die Inflationserwartungen an.

Die Unterstützung nach unten liegt bei rund 25.170 Punkten. Auf Schlusskursbasis zeigt sich eine eher abwärts gerichtete Tendenz – die zuletzt verzeichneten Tiefs lagen jeweils niedriger als der Vortag. Ein Rücksetzer bis zur 200-Tage-Linie bei etwa 24.800 Punkten ist daher nicht auszuschließen.

Besonders unter Druck stehen heute Technologiewerte, die von hohen Kapitalinvestitionen abhängig sind. Im Sog schwächerer US-Tech-Aktien geraten auch Siemens Energy und Infineon unter Verkaufsdruck.

Airbus mit Qualitätsproblemen – Kursmarke 190 Euro entscheidend

Bei Airbus mehren sich Berichte über neue Qualitätsprobleme beim meistverkauften Modell A320. Die betroffenen Bauteile müssen demnach nicht demontiert werden – eine Instandsetzung in den Hangars soll ausreichen. Dennoch sorgt die Kombination aus diesen Meldungen und dem steigenden Ölpreis für Kursdruck.

Charttechnisch ist die Marke von 190 Euro entscheidend. Wird sie nachhaltig unterschritten, könnte der Kurs bis auf das alte Unterstützungs- und Ausbruchsniveau bei rund 180 Euro zurückfallen. Anleger sollten diese Schwelle im Blick behalten.

BASF prüft Übernahme von Evonik – Markt reagiert gespalten

Die wichtigste Unternehmensnachricht des Tages: BASF soll laut einem Bloomberg-Bericht unverbindliches Kaufinteresse an Evonik signalisiert haben, inklusive eines möglichen öffentlichen Angebots für sämtliche Evonik-Aktien. Die Citigroup schätzt, dass rund zwei Drittel der Portfolios beider Unternehmen komplementär sind.

Die Marktreaktion fällt zweigeteilt aus:

  • Evonik-Aktien sprangen zunächst auf rund 20 Euro, notieren aber bereits wieder bei etwa 19,30 Euro – Unsicherheit über das tatsächliche Zustandekommen einer Übernahme bremst die Euphorie.
  • BASF-Aktien reagieren negativ, da Investoren die möglichen Kosten und Risiken einer Übernahme skeptisch bewerten.
  • Analysten haben das Kursziel für Evonik auf 22 Euro angehoben.
  • BASF hat zuletzt nicht profitable Werke in Ludwigshafen geschlossen und damit Cashflow für Akquisitionen freigesetzt.
  • Ob ein offizielles Angebot folgt, bleibt offen – zu teuer werdende Kurse könnten BASF zum Rückzug bewegen.

Im Bereich um 19,30 Euro gilt Evonik als haltenswert; bei einem tatsächlichen Übernahmeangebot wäre ein Aufschlag denkbar.

Jenoptik mit Kaufempfehlung – Puma auf der Watchlist

Jenoptik erhält heute eine neue Kaufempfehlung von Stifel mit einem Kursziel von 55 Euro. Das Unternehmen liefert Optiken und Mikrosysteme für Lithografieanlagen und Inspektionsanwendungen – ein wichtiger Zulieferer in der Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie, unter anderem für ASML. Im ersten Halbjahr stiegen die Auftragseingänge im Bereich Halbleiterausrüstung um über 80 Prozent. Wachstumstreiber sind zudem die Bereiche Verkehrsüberwachung und Biooptik.

Bei Puma empfiehlt die Berenberg Bank die Aktie zum Kauf und setzt das Kursziel auf 40 Euro – was gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 22,70 Euro einem Potenzial von etwa 80 Prozent entspräche. Als zentralen Kurstreiber nennen die Analysten den Einstieg von Antero, der erhebliches Synergiepotenzial freisetzen soll. Trotz des intensiven Preiswettbewerbs in der Sportartikelbranche und einer charttechnisch noch angespannten Lage gilt die Aktie als interessanter Watchlist-Kandidat.

Insgesamt bleibt die Marktlage fragil: Solange Renditen und Ölpreise weiter steigen, dürfte der DAX kaum nachhaltig nach oben ausbrechen. Anleger sollten die kommenden Handelstage nutzen, um Risiken zu überprüfen – und selektive Chancen bei Einzelwerten wie Jenoptik oder Puma auf dem Radar zu behalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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