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Energiewaffenruhe Ukraine: Panik vor US-Abzug

Selenskyj wusste nichts von Trumps Energiewaffenruhe – und russische Angriffe gehen weiter. Was ein Bruch mit Washington für die Ukraine bedeuten würde.

Redaktion · 12. October 2026, 09:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine von US-Präsident Donald Trump angekündigte Energiewaffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sorgt für Verwirrung und Unruhe in Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er habe von der Vereinbarung zunächst nichts gewusst. Gleichzeitig meldete er neue schwere russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen – allesamt nach Trumps öffentlicher Ankündigung. Eine offizielle Bestätigung aus Moskau steht bislang aus. Von einer echten Waffenruhe kann derzeit keine Rede sein.

Was Trumps Energiewaffenruhe tatsächlich bedeutet

Berichten der BBC und des US-Mediums Axios zufolge meint Trump mit der vorgeschlagenen Energiewaffenruhe vor allem den gegenseitigen Verzicht auf Angriffe gegen Ölraffinerien. Beide Kriegsparteien sollen demnach in einem ersten Schritt die Raffinerien des jeweils anderen verschonen.

Dieser Ansatz stößt in Kiew auf Unverständnis – und das aus einem handfesten Grund: Die Ukraine verfügt faktisch über keine funktionsfähigen Großraffinerien mehr. Die einzige bedeutende Anlage, im zentralukrainischen Krementschuk, wurde von russischen Streitkräften bereits vor Jahren weitgehend zerstört. Russland hingegen betreibt mindestens 32 große Ölraffinerien. Eine Vereinbarung, die der Ukraine den Angriff auf diese Anlagen untersagt, während Russland keine vergleichbaren Ziele preisgeben muss, wäre strukturell einseitig.

Die Ukraine deckt ihren Bedarf an Benzin und Diesel vollständig über Importe – per Tanklaster aus Polen, Rumänien und den baltischen Staaten. Eigene Raffineriekapazitäten spielen dabei keine Rolle.

Selenskyj: Ja zur umfassenden Energiewaffenruhe – aber nicht so

Selenskyj signalisierte grundsätzliche Bereitschaft zu einer Waffenruhe im Bereich der gesamten Energieinfrastruktur – also einschließlich Heizkraftwerke, Wärmekraftwerke, Umspannwerke und Hochspannungsleitungen. Eine solche umfassendere Vereinbarung würde die Ukraine tatsächlich schützen.

Doch genau darin liegt das Problem: Russlands Strategie zielt seit Monaten darauf ab, die Ukraine durch gezielte Bombardierungen der Energieversorgung in einen Blackout zu zwingen und so den Widerstandswillen zu brechen. Eine Waffenruhe für Energieanlagen würde diese Strategie zunichtemachen – ein Zugeständnis, das der Kreml kaum machen dürfte.

In der Nacht zum Montag wurde erneut deutlich, wie ernst die Lage ist: Eine Schahed-Drohne traf ein Kraftwerk in Kiew, in der Region Charkiw wurden Wärmekraftwerke angegriffen, Hochspannungsleitungen beschädigt. Strom- und Wasserversorgung fielen stundenlang aus.

Trump gegen Selenskyj: Politisches Zerwürfnis mit Folgen

Parallel zur militärischen Eskalation verschärfte sich der Ton zwischen Washington und Kiew. Selenskyj bezeichnete Trump öffentlich als schwach. Trump konterte und erklärte, die Ukraine brauche eigentlich einen neuen Präsidenten.

Dieses Zerwürfnis löst in der ukrainischen Bevölkerung erhebliche Ängste aus – und das nicht ohne Grund. Die USA sind für die Verteidigung der Ukraine unersetzlich. Folgende amerikanische Unterstützungsleistungen wären bei einem Bruch in Gefahr:

  • Patriot-Flugabwehrsysteme und die dazugehörigen Raketen – die einzige verlässliche Abwehr gegen russische ballistische Kurzstreckenraketen
  • Starlink-Internetzugang (Elon Musk), der Kommunikation an der Front und den Drohneneinsatz ermöglicht
  • Amerikanische Geheimdienstinformationen und Satellitenaufklärung

Deutschland und die Europäische Union leisten zwar erhebliche finanzielle Unterstützung – Deutschland ist dabei der größte Geldgeber –, verfügen jedoch nicht über diese technologisch entscheidenden Systeme. Ohne die USA wäre die ukrainische Verteidigungsfähigkeit massiv geschwächt.

Zudem sollen US-Behörden die Ukraine bereits direkt kontaktiert haben, um sie aufzufordern, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen – andernfalls drohten Konsequenzen.

Einordnung: Wie gefährlich ist die Lage wirklich?

Die Situation ist ernst, aber noch nicht hoffnungslos. Viele Beobachter in der Ukraine verweisen auf Trumps Impulsivität und seine Tendenz, Positionen kurzfristig zu ändern. Gleichzeitig ist das aktuelle Eskalationsmuster – militärische Angriffe, politische Anfeindungen, wirtschaftlicher Druck – eine gefährliche Gemengelage.

Entscheidend wird sein, ob Russland einer echten, umfassenden Energiewaffenruhe zustimmt – und ob Trump bereit ist, seinen Verbündeten in Kiew die notwendige Rückendeckung zu geben. Beides erscheint derzeit ungewiss. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Diplomatie oder Eskalation die Oberhand gewinnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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