Dieses Video wurde am 21.04.2026 von FinanzFluss auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Früh sparen oder lieber in sich selbst investieren? Diese Frage stellt sich für junge Anleger besonders drängend. Am Beispiel eines 15-Jährigen, der 70 Euro im Monat durch Zeitungsaustragen und Taschengeld zurücklegt, zeigt FinanzFluss-Gründer Thomas, worauf es in jungen Jahren wirklich ankommt – und warum die Wahl des richtigen Depots den Unterschied machen kann.
Humankapital ist der wertvollste Vermögenswert in jungen Jahren
Wer mit 15 Jahren bereits spart und sein Geld in ETFs anlegt, macht grundsätzlich nichts falsch. Dennoch betont Thomas, dass das Humankapital – also die eigene Bildung, Erfahrung und Persönlichkeitsentwicklung – in diesem Lebensabschnitt den größten Hebel hat.
Hart verdientes Geld sollte daher nicht nur in Aktien-ETFs fließen, sondern auch bewusst in Bücher, Fortbildungen, Reisen und persönliche Erfahrungen investiert werden. Der Umgang mit Geld selbst sei bereits ein wertvolles Lernziel, das viele Menschen deutlich später erlernen.
Wichtig sei dabei eine gesunde Balance zwischen Sparen und Konsum. Thomas beschreibt aus eigener Kindheit, wie sein Vater den Sparreflex spielerisch förderte: Nicht ausgegebenes Urlaubsgeld wurde verdoppelt zurückgelegt – ein Anreiz, der nicht auf totalen Verzicht abzielt, sondern auf bewusstes Abwägen.
ETF-Strategie für Einsteiger: Weniger ist mehr
Die konkrete Anlagestrategie des Fragestellers – je 50 Prozent in einen MSCI World und einen MSCI World ex USA – wird grundsätzlich positiv bewertet. Wer das US-Klumpenrisiko reduzieren möchte, kann alternativ auch einen MSCI World ex USA mit einem separaten US-ETF kombinieren.
Bei einer monatlichen Sparrate von 70 Euro stehe jedoch die Entscheidung für ein bestimmtes ETF-Modell nicht im Vordergrund. Entscheidender sei, überhaupt anzufangen und dabei Erfahrung zu sammeln. Die Strategie lässt sich später jederzeit anpassen.
- MSCI World als globaler Basisinvestment-Baustein
- MSCI World ex USA zur Reduktion des US-Anteils
- Separater US-ETF als Alternative für mehr Kontrolle über die Gewichtung
- Wichtigstes Ziel: regelmäßiges Investieren zur Gewöhnung an den Markt
Depot bei der Sparkasse: Warum ein Wechsel sinnvoll ist
Ein häufiger Fehler junger Anleger ist die Nutzung eines Sparkassen-Depots. Thomas empfiehlt klar den Wechsel zu einem kostengünstigen Neobroker, da Sparkassen-Depots im Vergleich oft deutlich höhere Gebühren aufweisen.
Für Minderjährige gibt es spezielle Junior-Depots bei verschiedenen Anbietern. Ein Vergleich der anfallenden Kosten lohnt sich, da selbst scheinbar kleine Gebührenunterschiede über Jahre durch den Zinseszinseffekt erhebliche Auswirkungen auf den Vermögensaufbau haben.
Der Wechsel erfordert die Unterstützung der Eltern, da Minderjährige kein eigenständiges Depot eröffnen können. Es empfiehlt sich, die Eltern frühzeitig zu informieren und gemeinsam einen passenden Anbieter auszuwählen.
Studium und Karriere: Frühe Spezialisierung zahlt sich aus
Für angehende BWL-Studierende empfiehlt Thomas eine frühzeitige inhaltliche Orientierung. Da BWL ein breites Massenstudium ist, zahlt sich eine klare Spezialisierung auf dem Arbeitsmarkt aus – etwa in den Bereichen Finance, Marketing, Beratung oder Produktmanagement.
Ergänzende Studienfächer wie Naturwissenschaften, Mathematik oder Jura können das eigene Profil zusätzlich schärfen, sofern man an einer staatlichen Universität studiert. Wer eine private Business School wählt, profitiert stärker von praktischen Erfahrungen durch Werkstudentenstellen und Praktika in möglichst unterschiedlichen Unternehmen.
Auch ein geplantes Auslandsjahr in Neuseeland, das finanziell gut vorbereitet sein sollte, wird als wertvolle Erfahrung eingestuft. Wer frühzeitig spart, schafft sich den nötigen Spielraum für solche Chancen.
Für junge Anleger gilt: Der Aufbau von Wissen, Erfahrung und einem soliden Sparreflex ist die Grundlage für langfristigen finanziellen Erfolg. ETFs und günstige Depots sind wichtige Werkzeuge – aber nur eines von vielen Instrumenten auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit.
Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

