Tuesday, 20. October 2026
Berlin

Invest in Germany: Merz wirbt um Investoren

Beim ersten Invest in Germany Gipfel warb Kanzler Merz um internationale Investitionen und vereinbarte eine KI-Kooperation mit dem US-Chiphersteller Nvidia.

Redaktion · 20. October 2026, 14:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim ersten Invest in Germany-Gipfel am Montagabend in Berlin internationale Spitzenmanager umworben. Vor einer Runde globaler Vorstandsvorsitzender machte Merz deutlich: Deutschland sei offen für Investitionen, offen für Geschäfte und bereit, schneller zu wachsen. Als konkretes Signal vereinbarte die Bundesregierung noch auf dem Gipfel eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Chiphersteller Nvidia zur Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Invest in Germany: Ein Gipfel als Aufbruchssignal

Der erste Invest in Germany-Gipfel verstand sich als wirtschaftspolitisches Ausrufezeichen der Bundesregierung. In einer Phase, in der Deutschland mit schwachem Wachstum, hohen Energiekosten und einem angespannten Standortwettbewerb kämpft, sollte die Veranstaltung internationale Investoren gezielt ansprechen und Vertrauen zurückgewinnen.

Merz sprach von einer „neuen Ära der Investitionen, der Kapitalmobilisierung und des Wirtschaftswachstums”. Die Wortwahl war bewusst ambitioniert: Die Bundesregierung will Deutschland nicht länger als zögerlichen Wirtschaftsstandort wahrgenommen wissen, sondern als dynamischen Partner für globale Unternehmen.

Das Format – ein exklusiver Abendgipfel mit hochrangigen CEOs – setzte dabei auf direkte Kommunikation statt bürokratischer Prozesse. Welche konkreten Investitionszusagen im Nachgang folgen, bleibt abzuwarten.

Kooperation mit Nvidia: KI als Wachstumsmotor

Das greifbarste Ergebnis des Abends war die vereinbarte Zusammenarbeit mit Nvidia, dem weltweiten Marktführer für KI-Chips und Grafikprozessoren. Die Kooperation zielt auf die Entwicklung und den Einsatz künstlicher Intelligenz in Deutschland ab.

Nvidia gilt als Schlüsselunternehmen der globalen KI-Infrastruktur. Dessen Chips treiben große Sprachmodelle und Rechenzentren rund um den Globus an. Eine engere Zusammenarbeit mit der Bundesregierung könnte Deutschland helfen, beim Aufbau eigener KI-Kapazitäten international Anschluss zu halten.

Details zur konkreten Ausgestaltung der Partnerschaft – etwa zu gemeinsamen Forschungsprojekten, Investitionsvolumen oder geplanten Rechenzentren – wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Appell an den Mittelstand: KI-Einsatz ausbauen

Neben der internationalen Investorenansprache richtete Merz einen ausdrücklichen Appell an die heimische Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen sollten künstliche Intelligenz deutlich stärker in ihre Geschäftsprozesse integrieren, forderte der Kanzler.

Der deutsche Mittelstand gilt zwar als Rückgrat der Volkswirtschaft, hinkt beim digitalen Wandel jedoch vielfach hinterher. Besonders beim Einsatz von KI-Werkzeugen in Produktion, Verwaltung und Kundenservice besteht nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten erheblicher Nachholbedarf.

  • Viele kleine und mittelgroße Unternehmen verfügen nicht über ausreichend IT-Fachkräfte für KI-Projekte.
  • Investitionskosten und regulatorische Unsicherheit bremsen die Einführung neuer Technologien.
  • Erfolgreiche KI-Anwendungen könnten Produktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern.
  • Die Bundesregierung will offenbar Anreize schaffen, um die Digitalisierung des Mittelstands zu beschleunigen.

Ob konkrete Förderprogramme oder steuerliche Erleichterungen folgen, ließ Merz offen.

Einordnung: Symbolik und Substanz

Der Invest in Germany-Gipfel sendete ein klares politisches Signal: Die Bundesregierung unter Friedrich Merz will Standortpolitik aktiv gestalten und Deutschland als attraktiven Investitionsstandort neu positionieren. Die Kooperation mit Nvidia ist dabei mehr als ein symbolischer Handschlag – sie verknüpft Deutschland mit einem der mächtigsten Akteure der globalen KI-Industrie.

Entscheidend wird sein, ob auf die Ankündigungen des Abends messbare Investitionen und strukturelle Reformen folgen. Internationale Unternehmen schauen neben politischen Signalen vor allem auf Faktoren wie Bürokratieabbau, Planungssicherheit und Infrastrukturqualität. Der erste Gipfel war ein Anfang – die eigentliche Arbeit beginnt danach.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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