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Irans Präsident bei der UN: Angriff auf die USA

Irans Präsident Peseschkian griff bei der UN-Vollversammlung die USA scharf an und wies Terrorvorwürfe zurück. Signale für einen Deal blieben aus.

Redaktion · 23. September 2026, 23:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei der UN-Vollversammlung in New York hat der iranische Präsident Masud Peseschkian die Vereinigten Staaten scharf attackiert und amerikanische Militärangriffe auf sein Land als „feige Aggressionen” bezeichnet. Eine Annäherung an Washington oder gar ein diplomatischer Deal, wie ihn US-Präsident Donald Trump zuvor angedeutet hatte, zeichnete sich in seiner Rede nicht ab. Im Gegenteil: Peseschkian stellte klar, dass der Iran weder seine Haltung noch sein Atomprogramm aufgeben werde.

Peseschkians Vorwürfe: „Unschuldige Kinder ermordet”

Der iranische Präsident schilderte eindringlich, wie amerikanische Waffen und Bomben eine Sporthalle in einer iranischen Kleinstadt getroffen hätten, in der Kinder spielten. Die USA hätten iranische Wissenschaftler, Männer, Frauen und Kinder getötet – Menschen, die keinerlei Schuld auf sich geladen hätten.

Peseschkian wies den Terrorvorwurf entschieden zurück: Diejenigen, die Terroristen ausbildeten und schützten, würden den Iran als Terrorstaat bezeichnen. Der Iran hingegen habe sich lediglich verteidigt. „Wir haben uns mit größter Kraft verteidigt”, sagte er und betonte, sein Volk habe sich trotz modernster amerikanischer und israelischer Waffensysteme nicht unterwerfen lassen.

Die rhetorische Stoßrichtung der Rede war klar: Iran als Opfer westlicher Aggression, nicht als Aggressor. Auf die provokanten Aussagen Trumps – der gewarnt hatte, der Iran werde „in der Hölle landen ohne Überlebenschance” – ging Peseschkian mit keinem Wort direkt ein.

Keine Zeichen für einen diplomatischen Deal

WELT-Korrespondent Michael Willweber berichtete direkt aus New York und zog eine ernüchternde Bilanz. Wer die Rede des iranischen Präsidenten wörtlich nehme, finde darin keinerlei Hinweise auf geheime Verhandlungen oder einen möglichen Annäherungsprozess. Unmittelbar nach der Rede reagierten die Finanzmärkte: Der Ölpreis stieg spürbar an – ein klares Signal, dass Investoren die Eskalationsgefahr im Nahen Osten neu bewerteten.

Peseschkian bekräftigte am Ende seiner Rede ausdrücklich in Richtung Trump drei Kernpositionen:

  • Der Iran werde niemals sein Haupt senken oder sich beugen.
  • Der Iran werde nicht auf die zivile Nutzung von Atomenergie verzichten.
  • Der Iran betrachtet sich als souveränen Staat, der das Recht auf Selbstverteidigung besitzt.

Der Verweis auf „zivile Nutzung” der Atomenergie ist dabei politisch brisant: Der Iran reichert Uran auf einem Niveau an, das nach Einschätzung westlicher Experten auch den Bau von Atomwaffen ermöglichen würde. Teheran bestreitet dies offiziell.

UN-Rede zwischen Diplomatie und Konfrontation

Trotz der scharfen Töne bescheinigte Korrespondent Willweber der Rede eine gewisse diplomatische Raffinesse. Peseschkian appellierte an gemeinsame Werte der Völkergemeinschaft und positionierte den Iran als friedliebende Nation, die sich gegen äußere Aggression behaupten müsse. Dieser Teil der Rede unterschied sich deutlich vom direkten Konfrontationskurs, den Trump am Vortag in seiner eigenen UN-Ansprache gefahren hatte.

Würde man die explizit konfrontativen Passagen herausschneiden, so Willweber, könnte die Rede inhaltlich auch von einem europäischen Staats- oder Regierungschef stammen. Der politische Kontext jedoch – anhaltende Spannungen zwischen Iran und dem Westen, Sanktionen, das stockende Atomabkommen und militärische Zwischenfälle – verleihe jedem Wort eine andere Schwere.

Ausblick: Eskalation oder doch Verhandlungen?

Die Lage bleibt angespannt. Trumps Drohungen auf der einen, Peseschkians Unnachgiebigkeit auf der anderen Seite lassen wenig Raum für kurzfristige Entspannung. Ob hinter den Kulissen dennoch diplomatische Kanäle offenbleiben, ist unklar. Die UN-Vollversammlung in New York bietet traditionell Gelegenheit für informelle Gespräche am Rande – ob diese genutzt werden, dürfte in den kommenden Tagen deutlicher werden. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen zwischen Washington und Teheran mit wachsender Sorge.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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