Tuesday, 20. October 2026
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Streit um Linke: Hamas-Debatte und starke Frauen

Schwerdtner und Fleischhauer streiten bei ntv über die Linkspartei, Hamas-Verharmlosung und den Umgang mit linken Politikerinnen wie Mart Kleder.

Redaktion · 20. October 2026, 11:05 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine Diskussion zwischen der Linken-Politikerin Schwerdtner und Kolumnist Jan Fleischhauer beim Sender ntv hat einen grundlegenden Konflikt offengelegt: Wie geht die politische Linke in Deutschland mit Aussagen um, die die Hamas als legitime Widerstandsorganisation bezeichnen — und wie wird dabei mit Politikerinnen umgegangen, die in der Kritik stehen?

Auslöser: Veranstaltung mit Hamas-Verharmlosung

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war ein konkreter Vorfall: Die stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei in Berlin soll auf einer Veranstaltung aufgetreten sein, auf der die Hamas als legitime Widerstandsorganisation bezeichnet wurde. Zudem sollen auf dieser Veranstaltung die Angriffe vom 7. Oktober 2023 als beiderseitige Kriegsverbrechen eingestuft worden sein — eine Formulierung, die von Kritikerinnen und Kritikern als Verharmlosung des Hamas-Massakers gewertet wird.

Fleischhauer konfrontierte Schwerdtner mit dieser Teilnahme und fragte, wie die Partei dazu stehe. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten — doch die Diskussion verlagerte sich schnell auf ein anderes Terrain.

Vorwurf: Starke linke Frauen werden nicht akzeptiert

Schwerdtner warf Fleischhauer vor, sich an Mart Kleder — einer Genossin aus der Linkspartei — „festgebissen” zu haben. Ihre These: Männer wie Fleischhauer könnten starke linke Frauen schlicht nicht ertragen und griffen deshalb besonders heftig an.

Fleischhauer wies dieses Argument scharf zurück. Es sei unredlich, Kritik an politischen Positionen als frauenfeindliche Ablehnung umzudeuten — insbesondere, wenn die kritisierte Person auf einer Veranstaltung auftrete, auf der Hamas-Sympathien geäußert würden. „Starke linke Frauen sagen, Hamas ist eine Widerstandsorganisation?” — so fasste Fleischhauer seine Gegenfrage pointiert zusammen.

Sexismus-Vorwurf als zentraler Streitpunkt

Schwerdtner legte nach und schilderte, was Mart Kleder in den vergangenen Wochen an Kritik erlebt habe. Besonders einen Vorwurf hob sie hervor: Es seien Beiträge erschienen, in denen Kleder unterstellt worden sei, sie solidarisiere sich nur mit Palästinensern, weil sie von arabischen Männern gemocht werden wolle.

  • Dieser Vorwurf sei nach Ansicht von Schwerdtner ekelhaft und frauenfeindlich.
  • Sie betonte, dass solche Angriffe gegen Genossinnen nicht toleriert werden dürften.
  • Zugleich stellte sie klar, dass die betroffene Gruppe, die Hamas-freundliche Aussagen gemacht hatte, ihrer Ansicht nach nicht zur Linken gehöre.

Fleischhauer hingegen sah in diesem Ablenkungsmanöver den Versuch, inhaltlicher Kritik auszuweichen. Die Frage, ob es vertretbar sei, auf einer solchen Veranstaltung aufzutreten, sei durch den Verweis auf Sexismus nicht beantwortet.

Einordnung: Zwei ungelöste Debatten überlagern sich

Die Diskussion verdeutlicht, wie sich in der deutschen politischen Öffentlichkeit derzeit zwei komplexe Debatten überlagern und gegenseitig blockieren. Auf der einen Seite steht die dringliche Frage, wo die Grenzen politischer Solidarität mit Palästinensern verlaufen und ab wann eine Nähe zu Hamas-Positionen beginnt. Auf der anderen Seite steht ein reales Problem: Politikerinnen — besonders linke — werden im Netz und in Kommentarspalten häufig mit sexistischen Angriffen überzogen, die mit sachlicher Kritik nichts mehr gemein haben.

Beide Phänomene existieren gleichzeitig und schließen sich nicht gegenseitig aus. Der Streit zwischen Schwerdtner und Fleischhauer zeigt jedoch, wie leicht die eine Debatte genutzt werden kann, um der anderen auszuweichen. Solange das so bleibt, dürften sowohl die Linkspartei als auch die breitere gesellschaftliche Diskussion über den Nahostkonflikt in Deutschland kaum zu klaren Antworten kommen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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