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Linkspartei und Extremismus: Warnung vor Gen-Z-Protesten

Politikwissenschaftler Oliver Lemke warnt: Die Linkspartei wird dem Extremismus nicht mehr Herr – und trägt Mitverantwortung für die Radikalisierung der Proteste.

Redaktion · 21. October 2026, 16:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Geplante Demonstrationen in 21 deutschen Städten, Warnungen der Sicherheitsbehörden vor gewaltbereiten Extremisten und eine Linkspartei, die nach Einschätzung von Experten die Kontrolle über radikale Kräfte in den eigenen Reihen verloren hat – Deutschland steht vor einer innenpolitisch brisanten Herbstsaison. Politikwissenschaftler Professor Oliver Lemke analysiert die Lage scharf: Sowohl die aufkommenden Jugendproteste als auch die Rolle der Linkspartei im Nahostkonflikt geben Anlass zur ernsthaften Besorgnis.

Gen-Z-Proteste: Zwischen Jugendfrustration und Extremismusgefahr

Unter den Schlagworten „Gen Z regelt das” und „Gen Z steht auf” kursieren in sozialen Netzwerken Aufrufe zu Demonstrationen, die für den 31. Oktober in 21 deutschen Städten – darunter Berlin, Hamburg und Frankfurt – geplant sind. Die Bewegung orientiert sich an den teils gewaltsamen Jugendprotesten in Frankreich vom vergangenen Wochenende, die sich bereits auf Südeuropa ausgeweitet haben.

Lemke sieht strukturelle Parallelen: Auch in Deutschland mangelt es an gut ausgestatteten Schulen und funktionierenden Universitäten. Junge Menschen würden zunehmend an den politischen Rändern ihre Stimme abgeben, weil sie sich dort Gehör erhofften. „Deutschland ist dagegen in keiner Weise immun”, so das Fazit des Politikwissenschaftlers.

Die Polizeigewerkschaft warnt konkret davor, dass linksextreme und islamistische Gruppen die Schüler- und Studentenproteste kapern könnten – ein Szenario, das Sicherheitsbehörden bereits als realistisches Risiko einstufen. Besonders besorgniserregend: In einzelnen Aufrufen ist bereits die Palästinenserflagge als Symbol präsent.

Linkspartei und Extremismus: „Die Geister, die ich rief”

Besondere Kritik richtet Lemke an die Linkspartei, namentlich an den Berliner Landesverband. Dieser habe über Jahre zivilgesellschaftliche Bewegungen mobilisiert, die nun den Kurs und Ton der Partei mitbestimmen – unkontrolliert und ohne klare Leitplanken.

Im Kontext des Nahostkonflikts habe die Linkspartei vollständig pro-palästinensisch Stellung bezogen und damit Kräften eine Stimme gegeben, die sie inzwischen nicht mehr kontrollieren kann. Lemkes Urteil ist eindeutig: Die Partei habe extremistische Positionen „hoffähig gemacht” und werde dem Extremismus nun nicht mehr Herr.

  • Die Linkspartei hat versäumt, klare rote Linien im Umgang mit extremistischen Gruppen zu ziehen.
  • Der Berliner Landesverband ruft aktiv zu Protesten auf, ohne sich von radikalen Mitstreitern zu distanzieren.
  • Angriffe auf Polizisten bei Pro-Palästina-Demonstrationen in Berlin zeigen das Eskalationspotenzial.
  • Die Partei könnte mäßigend wirken – tut es aber bislang nicht in ausreichendem Maße.

„Sie könnte mäßigend wirken, aber dann wäre es langsam höchste Zeit, dass sie es auch mal tut”, so Lemke pointiert.

Steuerpolitik: Der Staat als „Raupe Nimmersatt”

Neben den Sicherheitsthemen kommt auch die aktuelle Steuerpolitik zur Sprache. Eine fehlerhafte Gesetzesformulierung hatte dazu geführt, dass eine Tabaksteuererhöhung früher als geplant in Kraft getreten wäre – ein Versehen, das politisch dennoch symptomatisch wirkt.

Lemke beschreibt zwei sich widersprechende Staatsmotive: Einerseits wolle der Staat durch Abgaben auf Tabak, Alkohol, Zucker, Plastik und Krypto das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger lenken – der sogenannte Erziehungsstaat. Andererseits treibe ihn der wachsende Haushaltsdruck dazu, schlicht neue Einnahmequellen zu erschließen. Beide Motive gleichzeitig zu verfolgen erzeuge Unglaubwürdigkeit.

Der Eindruck, der entstehe: Bei Belastungen trete die Politik aufs Gas, bei Entlastungen auf die Bremse. Auch eine mögliche Erhöhung der Alkohol- und Schaumweinsteuer um bis zu 20 Prozent steht bereits im Raum.

Rentenreform: Hoffnung auf Minister Schweizer

Beim Dauerstreitthema Rentenreform – konkret der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, oft „Rente mit 63″ genannt – sieht Lemke Bewegung unter dem neuen zuständigen Minister Alexander Schweizer. Die bisherige Regelung schaffe Fehlanreize: Wer sie nicht brauche, nutze sie; wer sie brauche, nehme sie oft nicht in Anspruch.

Schweizer bringe fachliche Kompetenz mit und könnte einen sachlichen Ton etablieren, der einen tragfähigen Kompromiss ermöglicht. Lemke rechnet damit, dass eine Reform frühestens Anfang des kommenden Jahres realistisch umgesetzt werden kann. Zu viele politische Akteure hätten sich im Wahlkampf auf Positionen festgelegt, von denen sie nun schwer abrücken können.

Die innenpolitische Gemengelage des Herbstes – eskalierende Protestbewegungen, steuerpolitische Pannen und eine stockende Sozialreform – zeigt: Deutschland steht vor einer Belastungsprobe für das Vertrauen in staatliche Institutionen. Ob die politischen Kräfte, allen voran die Linkspartei, die nötige Klarheit und Glaubwürdigkeit aufbringen, wird in den kommenden Wochen entscheidend sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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