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Deindustrialisierung

Merz trifft Jensen Wang: Deutschland droht KI-Anschluss zu verlieren

Nvidia-Chef Jensen Wang warnt beim Berliner Investmentgipfel: Deutschland droht den KI-Anschluss zu verlieren. Wie Bundeskanzler Merz reagierte – und was das bedeutet.

Redaktion · 20. October 2026, 13:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Investmentgipfel in Berlin ist es zu einem viel beachteten Aufeinandertreffen gekommen: Nvidia-Chef Jensen Wang und Bundeskanzler Friedrich Merz diskutierten öffentlich über die Zukunft der künstlichen Intelligenz in Deutschland. Wangs Botschaft war unmissverständlich – Deutschland droht den KI-Anschluss zu verlieren, wenn nicht schnell gehandelt wird. Die Reaktion des Bundeskanzlers fiel dabei deutlich zurückhaltender aus, als viele Beobachter erwartet hatten.

Jensen Wangs Warnung: „Macht euch endlich an die Arbeit”

Bereits wenige Tage vor dem Berliner Gipfel hatte Jensen Wang beim Technologiegipfel in London klare Worte gefunden. Deutschland werde als einstiges Vorreiterland technologisch abgehängt, sagte er vor Medienvertretern. „Offen gesagt schmerzt mich nichts mehr als zu sehen, wie ein technologisches Vorreiterland wie Deutschland so weit abgehängt wird”, erklärte der Nvidia-Chef.

Wang verwies dabei auf eine typisch europäische Eigenschaft: das übermäßige Überdenken von Entscheidungen. Deutschland verfüge über enormes wissenschaftliches Talent und tiefes ingenieurwissenschaftliches Know-how – beides werde jedoch nicht konsequent mit KI verknüpft. Seine Mahnung in London lautete schlicht: „Macht euch endlich an die Arbeit.”

Beim Berliner Investmentgipfel wiederholte Wang diese Kritik in verklausulierteren Worten. Er betonte, Deutschland solle seine Stärken im Maschinenbau und der Elektromechanik mit künstlicher Intelligenz verbinden – und zwar jetzt. „Diese industrielle Revolution ist so gewaltig, Sie bekommen keine zweite Chance”, sagte er direkt an Merz gewandt.

Kernaussagen Wangs beim Investmentgipfel

  • Deutschland hat Talent, Wissenschaft und Forschung – aber nutzt sie nicht ausreichend mit KI.
  • Die Verknüpfung von Handwerk und künstlicher Intelligenz ist Deutschlands größte Chance.
  • Der demografische Wandel macht den Einsatz von KI im Mittelstand besonders dringend.
  • Die aktuelle industrielle Revolution sei vergleichbar mit der Elektrifizierung – wer sie verschläft, riskiert seine Volkswirtschaft.
  • Es gibt keine zweite Chance: Wer jetzt nicht handelt, verliert dauerhaft den Anschluss.

Merz zwischen Eigenlob und Kritik an Amerika

Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte das Gespräch mit Wang, um Deutschlands industrielle Stärke hervorzuheben. Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sei Deutschland gut positioniert, KI mit bestehender Produktionserfahrung zu verbinden. Er zeigte sich „sehr optimistisch”, falls es gelinge, Industrie und KI zusammenzubringen.

Gleichzeitig übte Merz Kritik an der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Die USA hätten einen Fehler begangen, als sie ihre industrielle Produktion ins Ausland verlagerten, und stünden heute vor einer vergleichsweise kleinen industriellen Basis. Kritiker halten diesem Argument entgegen, dass Deutschland seit 2019 rund 500.000 Industriearbeitsplätze verloren hat – vorwiegend in Automobil- und Maschinenbau – und monatlich weitere 10.000 bis 15.000 Jobs in der Fertigung wegfallen.

Auch Wangs höfliche Einwände zu den hohen Energiekosten in Deutschland und der europäischen Bürokratie blieben in Merz’ Antwort weitgehend unkommentiert.

Die Regulierungsfrage: Merz und Wang uneins

Besonders aufschlussreich war der Moment, als Merz seine einzige Frage an Wang stellte: Wie solle die KI-Branche reguliert werden, um Schaden zu verhindern? Wang antwortete pragmatisch: Wo keine Technologie existiere, brauche man auch keine Regulierung. Er plädierte dafür, zunächst Innovatoren und Unternehmen eigenverantwortlich handeln zu lassen – ähnlich wie bei der Entwicklung des autonomen Fahrens – und Regulierung allenfalls als letztes Mittel einzusetzen.

Merz hingegen sprach sich für eine Regulierung auf europäischer Ebene aus, idealerweise sogar auf globaler Ebene. Diese Positionierung stieß auf Kritik: Auf einem Investmentgipfel, der explizit darauf ausgelegt war, Milliarden an Investitionen nach Deutschland zu locken, signalisiere der Fokus auf Regulierung das falsche Mindset gegenüber potenziellen Geldgebern.

Das Treffen zwischen Merz und Jensen Wang verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem sich Deutschland befindet: einerseits erhebliches Potenzial durch Talente, Forschung und Industriebasis, andererseits strukturelle Hemmnisse durch hohe Energiekosten, Bürokratie und eine ausgeprägte Regulierungsneigung. Ob der Investmentgipfel Berlin tatsächlich einen Wendepunkt markiert, wird davon abhängen, ob auf die mahnenden Worte des Nvidia-Chefs konkrete politische Schritte folgen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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