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Antisemitismus

Merz beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn

Bundeskanzler Friedrich Merz sprach beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn über Sicherheit, Ukraine, Antisemitismus und die Zukunft Deutschlands bis 2040.

Redaktion · 17. October 2026, 13:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn hat Bundeskanzler Friedrich Merz eine grundlegende Standortbestimmung vorgenommen. Vor dem historischen Hintergrund der alten Bundeshauptstadt rief er die CDU-Nachwuchsorganisation dazu auf, Deutschland bis 2040 gemeinsam zu gestalten – und richtete klare Worte an SPD und Grüne, die Linke als Koalitionspartner in Berlin zu erwägen. Der Auftritt fand zu einem politisch angespannten Zeitpunkt statt: Die Koalition steht unter Druck, die Umfragewerte der CDU sind rückläufig, und die Junge Union beobachtet die Regierungsarbeit kritisch.

Zukunftsvision Deutschland 2040

Merz skizzierte ein konkretes Bild von Deutschland im Jahr 2040, wenn die heute Zwanzigjährigen das Land mitgestalten werden. Er formulierte eine Reihe von Ansprüchen, die er an diese Zukunft stellt:

  • Ein freies Europa, das sich selbst verteidigen kann
  • Chancengerechtigkeit und die Möglichkeit, eigenes Vermögen aufzubauen
  • Bezahlbarer Wohnraum und die Freiheit zur Unternehmensgründung
  • Ein funktionierender Sozialstaat, der im Alter und bei Krankheit trägt
  • Technologische Souveränität – insbesondere bei Künstlicher Intelligenz aus Deutschland und Europa

Merz betonte, dieses Zukunftsbild sei keine Utopie. Die Substanz Deutschlands sei unverändert stark – er verwies auf das freiwillige Engagement von Feuerwehren, THW und Bundeswehr bei den Waldbränden im Hochsauerland als Beleg für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Klare Absage an Koalition mit der Linken in Berlin

Besonders lautstark wurde Merz, als er auf die Berliner Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen mit der Linkspartei zu sprechen kam. Er bezeichnete es als inakzeptabel, dass das Existenzrecht Israels überhaupt noch als Verhandlungspunkt behandelt werde – dies müsse eine demokratische Selbstverständlichkeit sein, nicht ein Zugeständnis. Mit ungewohnter Schärfe forderte er: „Hört auf damit!” Er stellte SPD und Grünen die Frage, ob sie ernsthaft mit einer solchen Partei regieren wollten, und machte deutlich: Wer die politische Mitte stärken wolle, dürfe mit Linksradikalen keine Koalition eingehen.

Ähnlich deutlich äußerte er sich zur AfD: Ein neu gewählter AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt hatte angekündigt, Sitzungen künftig ohne CDU-Kollegen zu leiten. Merz stellte klar, wer aus CDU-Reihen solche Personen in Staatsämter wähle, habe in der Partei nichts zu suchen.

Ukraine, Bundeswehr und europäische Sicherheit

Ein Schwerpunkt der Rede lag auf der Sicherheitspolitik. Merz berichtete von seinem Besuch in Kiew vor weniger als zwei Wochen und von intensiven Beratungen im Europäischen Rat in Brüssel. Deutschland und Frankreich hätten gemeinsam eine Initiative gegen unfaire Handelspraktiken auf den Weg gebracht, die von allen 27 EU-Staaten ohne Gegenstimme unterstützt worden sei.

Zur Bundeswehr sagte Merz, er befürworte die Wiedereinführung der Wehrpflicht – ein Anliegen, das auf Betreiben der Jungen Union bereits ins CDU-Grundsatzprogramm aufgenommen worden sei. Bei Besuchen von Schulgruppen im Bundestag beobachte er regelmäßig Zustimmungsquoten von zwei Dritteln bis drei Vierteln für einen verpflichtenden Dienst.

Generationengerechtigkeit statt Verteilungsdebatten

Merz wandte sich gegen ein rein auf Umverteilung ausgerichtetes Gerechtigkeitsverständnis. Generationengerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit seien die entscheidenden Maßstäbe. Er verwies auf die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft – Freiheit, Ordnung, Unterstützung im Notfall – und mahnte, diese nicht als historisches Relikt zu betrachten, sondern mit zeitgemäßen Mitteln neu zu beleben.

Offen blieb er beim Thema Rentenreform: Obwohl die Generationengerechtigkeit explizit angesprochen wurde, machte Merz keine konkreten Zusagen – ein Punkt, den Beobachter als bewusste Zurückhaltung werteten. Die Junge Union, die in der Rentenkommission starke Forderungen gestellt hatte, dürfte das registriert haben. Mit Johannes Winkel, der beim Deutschlandtag mit 95 Prozent im Amt bestätigt wurde, zeigte Merz öffentlich Verbundenheit – ein Signal, das die enge Abhängigkeit der Koalition von den 18 Abgeordneten der Jungen Union in der knappen Mehrheit von Schwarz-Rot unterstreicht.

Der Auftritt in Bonn war ein Balanceakt: Merz demonstrierte Geschlossenheit mit dem Nachwuchs, ohne bei den strittigen innenpolitischen Kernthemen verbindliche Festlegungen zu treffen. Ob das auf Dauer trägt, wird sich spätestens bei den nächsten Haushalts- und Rentendebatten zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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