Merz auf Rekordtief: AfD führt Trendbarometer

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Dieses Video wurde am 05.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Jahr nach Bildung der schwarz-roten Bundesregierung zieht das RTL/ntv-Trendbarometer eine ernüchternde Bilanz: Friedrich Merz erreicht mit einer Zufriedenheitsrate von nur noch 13 Prozent einen neuen persönlichen Negativrekord. Gleichzeitig führt die AfD die politische Stimmung mit 27 Prozent an und hält ihren bisher größten Vorsprung vor der Union. Die Zahlen zeichnen das Bild einer Bundesregierung, die das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung verloren hat.

Merz-Umfragewerte auf historischem Tiefstand

Zum Amtsantritt im Frühjahr 2025 zeigten sich noch 38 Prozent der Bevölkerung zufrieden mit der Arbeit des Bundeskanzlers – ein bereits damals mäßiger Wert, der jedoch zumindest Hoffnung auf eine Trendwende ließ. Seitdem sind die Merz-Umfragewerte kontinuierlich gefallen. Aktuell sind 85 Prozent der Befragten unzufrieden mit dem Kanzler – ein Wert, den nicht einmal sein Vorgänger Olaf Scholz je erreicht hatte.

Besonders deutlich zeigen sich die Verluste im Persönlichkeitsprofil. Im Vergleich zum Januar brach die Zustimmung bei mehreren Eigenschaften ein:

  • Nur noch 27 Prozent halten Merz für führungsstark (–22 Punkte)
  • Rund ein Drittel bescheinigt ihm Kompetenz
  • Nur 18 Prozent sagen, er wisse, was die Menschen bewegt
  • Lediglich 18 Prozent empfinden ihn als sympathisch
  • 82 Prozent glauben nicht, dass Merz das Vertrauen zurückgewinnen wird

Merz hatte versprochen, nach dem Ende der Ampelkoalition einen entschlossenen Regierungsstil zu etablieren. In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist dieses Versprechen bislang nicht eingelöst worden.

Unmut wächst auch in der eigenen Partei

Besonders brisant: Die Enttäuschung ist laut Stern-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz innerhalb der Union am stärksten. Merz hatte einer Erneuerung der CDU das Wort geredet – einer klareren Ausrichtung auf Wirtschaftspolitik und eine Abkehr vom Stil der Ära Merkel. Aus Sicht vieler Unionsmitglieder und -anhänger ist auch das nicht eingetreten.

In der Bundestagsfraktion wächst der Unmut merklich. Einzelne Stimmen sollen Merz das Vertrauen bereits entzogen haben. Als potenzielle Nachfolger werden Namen wie Jens Spahn, Markus Söder und Hendrik Wüst gehandelt – wenngleich eine echte Kandidatur bislang niemand angemeldet hat. Die fehlende Alternative gilt derzeit als wichtigster Stabilitätsfaktor für den Kanzler.

Im Kanzleramt wird intern diskutiert, ob ein großes Reformpaket im Juli – möglicherweise verbunden mit einer Vertrauensfrage – die Lage wenden könnte.

AfD vorn, Grünen-Comeback, SPD schwächelt

In der politischen Stimmung spiegelt sich die Unzufriedenheit mit der Regierung unmittelbar wider. Die AfD führt mit 27 Prozent und baut ihren Vorsprung auf die Union (22 Prozent) auf fünf Punkte aus. Fast 90 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden – rund 30 Punkte mehr als noch im Sommer.

Bemerkenswert ist das Comeback der Grünen, die auf 16 Prozent klettern – ihr bester Wert seit drei Jahren. Die SPD verliert einen Punkt und liegt nur noch knapp vor der Linkspartei. Die FDP würde nach aktuellen Zahlen den Einzug in den Bundestag verfehlen.

Reichensteuer: Breite Mehrheit für höhere Spitzensteuern

Ein konkretes steuerpolitisches Vorhaben findet in der Bevölkerung breiten Rückhalt: 76 Prozent der Befragten befürworten eine Erhöhung der Reichensteuer für Einkommen ab 300.000 Euro jährlich – ein Vorschlag, den CSU-Chef Markus Söder ins Spiel gebracht hat. Selbst unter Unions-Anhängern spricht sich eine Mehrheit dafür aus.

Merz signalisierte grundsätzliche Offenheit, knüpfte eine Zustimmung jedoch an die gleichzeitige Abschaffung des Solidaritätszuschlags für Spitzenverdiener. Gregor Peter Schmitz sieht in der Steuerfrage einen der wenigen Punkte, bei dem sich die Koalition noch einigen könnte – betont aber, dass Steuererhöhungen allein das Vertrauen der Bevölkerung nicht zurückgewinnen werden.

Ob die schwarz-rote Koalition die volle Legislaturperiode übersteht, bleibt nach dem ersten Jahrestag offen. Selbst erfahrene Beobachter halten ein vorzeitiges Ende nicht mehr für ausgeschlossen – zumal eine überzeugende Alternative weder personell noch koalitionspolitisch in Sicht ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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