Tuesday, 22. September 2026
2G Energy

Nebenwerte-Watchlist: 2G Energy, Basler, Elmos, Secunet

Die Nebenwerte Watchlist im Check: Warum 2G Energy, Basler, Elmos Semiconductor und Secunet jetzt interessant sein könnten – Chancen und Risiken im Überblick.

Redaktion · 22. September 2026, 12:01 Uhr · 5 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 22.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die deutschen Nebenwerte stehen nach einer ausgedehnten Korrekturphase wieder im Fokus der Anleger. Geopolitische Unsicherheiten, ein erhöhter Ölpreis, Inflationssorgen und die unberechenbare Politik von Donald Trump haben die Märkte in den vergangenen Wochen belastet. Doch mit dem Beginn der Q3-Berichtssaison rückt die Frage in den Vordergrund, ob die positiven Überraschungen aus dem zweiten Quartal sich wiederholen lassen – und ob das die Grundlage für einen freundlichen Jahresausklang bildet. Vier Aktien aus dem deutschen Nebenwertesegment gelten dabei als besonders aussichtsreich.

2G Energy: Stromversorgung für Rechenzentren als Wachstumstreiber

2G Energy war der Jahresfavorit für 2026 und konnte zwischenzeitlich rund 100 Prozent zulegen, bevor eine Korrektur einsetzte. Das Unternehmen aus dem Münsterland hat sich als Spezialist für dezentrale Energieversorgung positioniert – und profitiert direkt vom globalen Rechenzentrum-Boom. Das zentrale Problem: Wer in den USA ein neues Rechenzentrum errichten will, muss teils mehrere Jahre auf einen Stromanschluss warten. Große Gasturbinenhersteller sind ausverkauft.

2G Energy bietet stapelbare Containerlösungen mit bis zu 2,5 Megawatt Leistung, die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung rund um die Uhr sicherstellen und Lastspitzen zuverlässig abfangen. Der Vorstand berichtet von einer Book-to-Bill-Ratio von über 2 für das laufende Jahr – die Auftragsbücher sind also mehr als doppelt so voll, wie der aktuelle Umsatz es erfordert.

  • Umsatzwachstum von über 20 Prozent für 2027/28 erwartet
  • KGV sinkt von rund 60 (2025) auf unter 20 (2027)
  • Wachstumsfelder: Rechenzentren USA, Gasreservekraftwerke, Industriewärmepumpen, Ukraine-Wiederaufbau
  • Margenstarkes Servicegeschäft als langfristiger Ergebnistreiber

Chartechnisch ist der Bereich um 60 Euro der entscheidende horizontale Widerstand. Gelingt der nachhaltige Ausbruch, könnte die Aufwärtsbewegung wieder Fahrt aufnehmen.

Basler AG: Oberflächeninspektion boomt – KI-Hardware als Kurstreiber

Die Basler AG hat sich als Spezialist für industrielle Bildverarbeitung und Oberflächeninspektion zurück auf den Wachstumspfad gearbeitet. Das Unternehmen liefert nicht nur hochwertige Industriekameras, sondern auch die dazugehörige Auswertungssoftware. Die Nachfrage kommt aus der US-Logistik, aus Smartphone-Produktionslinien sowie – besonders dynamisch – aus der Fertigung von KI-Hardware.

Basler konnte zuletzt wiederholt die eigene Prognose übertreffen und die Jahreserwartungen anheben. Die aktuelle Jahresprognose sieht einen Umsatz von 270 bis 290 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 12,5 bis 14,5 Prozent vor – nach knapp 8 Prozent im Vorjahr. Ein temporärer Produktionsstopp beim Bildsensor-Zulieferer Sony in Japan dürfte das Quartalsergebnis leicht belasten, ändert am Investment-Case aber wenig.

Für 2026 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von rund 1,30 Euro, was das KGV auf etwa 17 drückt. Ein technisches Kaufsignal würde bei einem Anstieg über die Marke von rund 23,80 bis 24 Euro entstehen. Das nächste Kursziel liegt perspektivisch bei 30 Euro.

Elmos Semiconductor: Automobil-Chips und Humanoide Roboter

Elmos Semiconductor hat nach einer starken Aufwärtsbewegung auf über 200 Euro eine deutliche Korrektur auf rund 130 Euro erfahren. Das Dortmunder Unternehmen stellt Analog- und Mixed-Signal-ICs her, die primär in der Automobilelektronik eingesetzt werden. Das neue Wachstumsnarrativ lautet jedoch: Humanoide Roboter.

Die entscheidende Besonderheit: Die Technologieanforderungen für Roboter-Anwendungen ähneln stark jenen der Automobilbranche. Elmos kann seine bestehenden Entwicklungen mit vergleichsweise geringem Anpassungsaufwand in den neuen Markt übertragen. Namhafte Technologiekonzerne zählen bereits zu den Partnern und Kunden.

  • Gewinn je Aktie 2026 (laufend): ca. 7 Euro
  • Analystenkonsensprognose 2027: ca. 8,60 Euro
  • KGV 2027 auf Basis aktueller Kurse: rund 17

Bankhaus Metzler hat die Aktie nach der Korrektur von „Hold” auf „Buy” hochgestuft. Gelingt der Ausbruch über die 150-Euro-Marke, eröffnet sich mittelfristig wieder Kurspotenzial in Richtung der alten Hochs.

Secunet: Cybersicherheit für die öffentliche Hand

Secunet Security Networks ist der führende deutsche IT-Sicherheitsdienstleister für Behörden und öffentliche Institutionen. Der jüngste Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung hat die Verwundbarkeit staatlicher IT-Infrastruktur erneut deutlich gemacht. Secunet bietet mit seiner SINA-Technologie eine Lösung, die sämtliche Geheimhaltungsstufen abdeckt und als eine der sichersten verfügbaren Plattformen gilt.

Das Innenministerium plant einen sogenannten Cyberdom – einen nationalen Schutzschirm für kritische digitale Infrastruktur. Secunet gilt als einer der wahrscheinlichsten Profiteure eines solchen Programms. Die öffentliche Hand ist der wichtigste Kunde des Unternehmens; steigende Haushaltsmittel für IT-Sicherheit könnten die Auftragslage weiter verbessern.

Analysten verweisen auf eine historisch niedrige Bewertung der Secunet-Aktie im Vergleich zu US-amerikanischen Cybersicherheits-Wettbewerbern, deren Kurse seit Jahren einen klaren Aufwärtstrend zeigen. Wer im Bereich Cybersicherheit einen deutschen Nachzügler mit substanziellem Aufholpotenzial sucht, sollte Secunet auf dem Radar behalten.

Alle vier Werte eint ein ähnliches Muster: starke operative Perspektiven, abgeschlossene oder weitgehend abgeschlossene Korrekturphasen und konkrete Katalysatoren, die eine Neubewertung auslösen könnten. Die anstehende Q3-Berichtssaison sowie mögliche positive Entwicklungen im KI-Sektor dürften in den kommenden Wochen entscheidend dafür sein, ob sich die Aufwärtstrends wieder etablieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Wirtschaft & Finanzen

Alle Beiträge →