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Nemetschek KI-Chef: Europas Chance in der KI

Nemetscheks KI-Chef sieht Europa nicht im Rennen um Frontier-Modelle – aber als künftigen Leader bei der industriellen KI-Anwendung. Was steckt dahinter?

Redaktion · 21. October 2026, 12:21 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz spielen Europa und Nemetschek eine besondere Rolle. Der KI-Verantwortliche des börsennotierten Softwarekonzerns zeichnet ein nüchternes, aber strategisch durchdachtes Bild: Europa liegt beim Rennen um sogenannte Frontier-KI-Modelle weit zurück – doch genau darin könnte eine unterschätzte Stärke liegen.

USA und China dominieren das Frontier-KI-Rennen

Das globale KI-Kräftemessen findet derzeit vor allem zwischen den USA und China statt. Beide Länder investieren massiv in die leistungsfähigsten Basismodelle – die sogenannten Frontier Models. Europa hat in diesem direkten Wettbewerb kaum eine Chance, an die Spitze zu gelangen.

Hinzu kommt eine zweite Dimension des Wettbewerbs: geschlossene versus offene Modelle (Closed vs. Open Weight). Besonders aus China, aber auch aus den USA, drängen zunehmend leistungsstarke Open-Weight-Modelle auf den Markt. Diese liegen technologisch zwar etwa sechs bis zwölf Monate hinter dem absoluten Stand der Technik, sind aber bereits für viele industrielle Anwendungsfälle mehr als ausreichend.

Für europäische Unternehmen wie Nemetschek ergibt sich daraus eine pragmatische Strategie: die besten verfügbaren Modelle nutzen, anstatt selbst in den Frontier-Wettbewerb einzusteigen.

Nemetscheks KI-Strategie: Modell-Agnostizismus als Vorteil

Die klare Positionierung von Nemetscheks KI-Führung lautet: Modell-Agnostizismus. Das bedeutet, man bindet sich nicht an einen einzelnen Anbieter oder ein einzelnes Modell, sondern wählt flexibel das jeweils leistungsfähigste und passendste Werkzeug.

Diese Offenheit erlaubt es dem Unternehmen, die rohe Rechenintelligenz der globalen KI-Modelle als Grundlage zu nutzen – und darauf eigene, spezialisierte Lösungen aufzubauen. Der Fokus liegt nicht auf dem Modell selbst, sondern auf dem Mehrwert durch Anwendung.

  • Keine Abhängigkeit von einem einzigen KI-Anbieter
  • Flexibler Einsatz von Open-Weight- und proprietären Modellen
  • Konzentration auf domänenspezifische Anwendungsfälle
  • Nutzung vorhandener Industrie- und Produktionsexpertise

Europas Stärke: KI für die Industrie

Der eigentliche Trumpf Europas liegt nach Ansicht des Nemetschek-KI-Chefs in der industriellen Anwendung von KI. Europa ist nach wie vor eine bedeutende Produktions- und Fertigungsmacht mit tiefem Domänenwissen in Branchen wie Maschinenbau, Bauwesen, Automobilindustrie und Ingenieurwesen.

Genau hier setzt die Strategie an: Statt im Grundlagenforschungsrennen mitzulaufen, soll Europa führend darin werden, KI gezielt und wirkungsvoll in industriellen Prozessen einzusetzen. Domänen-Expertise kombiniert mit modernen KI-Werkzeugen kann so einen echten Wettbewerbsvorteil schaffen.

Für Nemetschek – als Softwareanbieter für die Bau- und Immobilienbranche – bedeutet das konkret: KI-Funktionen, die tief in Planungs-, Design- und Bauprozesse eingebettet sind und echten Mehrwert für Fachleute liefern, nicht bloß technologische Demonstrationsobjekte.

Einordnung: Realistisch oder zu bescheiden?

Die Strategie, auf angewandte KI zu setzen statt auf eigene Basismodelle, ist für viele europäische Unternehmen der pragmatisch sinnvollste Weg. Die Investitionsvolumina für Frontier-Modelle liegen im zweistelligen Milliardenbereich – weit außerhalb der Reichweite der meisten europäischen Technologiefirmen.

Gleichzeitig birgt der Ansatz Risiken: Wer dauerhaft auf externe Modelle angewiesen ist, gibt einen Teil der technologischen Kontrolle ab. Regulatorische Fragen rund um Datenschutz und den europäischen KI-Act spielen dabei ebenfalls eine wachsende Rolle.

Ob Europa seine industrielle Stärke tatsächlich in eine KI-Führungsposition ummünzen kann, wird sich in den kommenden Jahren entscheiden. Nemetschek positioniert sich jedenfalls frühzeitig – und setzt dabei auf Fokus statt auf den Versuch, im globalen Modellwettbewerb mitzuhalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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