Oktoberfest als Zeichen für gelingende Integration
Ulf Poschardt sieht im Oktoberfest ein Paradebeispiel für gelingende Integration: Tracht und Maßkrug als gemeinsamer Nenner aller Kulturen und Nationen.
Dieses Video wurde am 25.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Oktoberfest als Modell für gelungene gesellschaftliche Integration – diese These vertritt BILD-Chefredakteur Ulf Poschardt in seiner Podcast-Reihe „Alles wird gut”. Aus München gesendet, während sein alter italienischer Oldtimer mit einem Motorschaden in Schwabing auf den ADAC wartet, entwickelt Poschardt dabei eine ungewöhnliche, aber konsequente Argumentation: Wer Dirndl oder Lederhose trägt und mit dem Maßkrug anstößt, bekennt sich freiwillig zu einer Tradition – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion.
Oktoberfest Integration als freiwilliges Bekenntnis
Poschardt betont ausdrücklich, dass er selbst kein Oktoberfest-Besucher ist. Er trinkt kaum Alkohol, mag die Musik nicht und würde sich nie eine Lederhose anziehen. Dennoch findet er das Fest faszinierend – gerade wegen seiner integrativen Wirkung.
„Mit der Tracht und dem Maß Bier sagst du eigentlich alles – mehr brauchst du gar nicht wissen”, so Poschardt. Das Entscheidende sei das freiwillige Commitment: Menschen aus aller Welt kämen nach München und trügen stolz die bayerische Tracht. Niemand werde aufgrund von Hautfarbe oder Religion ausgeschlossen. Die gemeinsame Uniform schaffe einen Raum, in dem Unterschiede zurücktreten.
Für Poschardt ist das kein oberflächliches Phänomen, sondern ein gesellschaftliches Grundprinzip: Eine offene Gesellschaft stellt klare kulturelle Angebote bereit – wer mitmachen möchte, tritt ihnen bei. Zwang gibt es keinen, aber die Spielregeln sind sichtbar und verbindlich.
Schönheit als gesellschaftlicher Kitt
Hinter Poschardts Begeisterung für das Oktoberfest steckt ein tieferes kulturphilosophisches Konzept: Schönheit als entpolarisierender Faktor. „Schönheit ist ein gemeinsamer Nenner – darauf können sich Menschen verständigen”, sagt er.
Diesen Gedanken entwickelt er auch am Beispiel seiner Leidenschaft für alte italienische Automobile. Selbst ein defektes Fahrzeug, das auf der Leopoldstraße liegenbleibt, zieht die Blicke vorbeigehender Münchner auf sich, löst Hilfsbereitschaft und Freude aus. Funktion, so Poschardt, sei nicht nur technische Effizienz, sondern auch die Fähigkeit, die Umgebung zu beglücken.
Er verweist auf den Club of Rome und dessen frühen Nachhaltigkeitsbegriff: „Alle Schönheit ist nachhaltig, weil Dinge, die schön sind, gut behandelt werden.” Wer ein wertvolles, altes Auto pflegt, handelt ökologischer als jemand, der im schnellen Produktzyklus konsumiert und entsorgt.
Tradition und Moderne als kein Widerspruch
Poschardt plädiert dafür, Traditionslinien nicht als Gegensatz zu Innovation zu verstehen, sondern als deren Fundament. Als Beispiel nennt er München, das es nach der Kriegszerstörung geschafft habe, eine ästhetisch ansprechende, weltoffene Stadt zu rekonstruieren – mit Architektur, die historische Stadtbaukonzepte in moderner Sprache weiterführt.
- Traditionspflege bei Oldtimern als Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft
- Münchner Stadtentwicklung als Vorbild für die Verbindung von Geschichte und Moderne
- Tracht als modisches Äquivalent zur Architektur- und Automobiltradition
- Das Grundgesetz und das christlich-jüdische Abendland als unverzichtbare deutsche Traditionslinien
Gerade in Zeiten der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz brauche es diese Rückversöhnung mit Traditionslinien, so Poschardt, um gelassener und mit besserer Laune in zukünftige Innovationswelten aufzubrechen.
Was Integration konkret bedeuten kann
Die Oktoberfest-These mündet bei Poschardt in eine allgemeinere gesellschaftspolitische Aussage: Integration funktioniere nicht durch Aufgabe kultureller Identität, sondern durch freiwilliges Eintreten in eine gemeinsame Praxis. Die Gastgesellschaft müsse dabei klar benennen, was ihre Werte und Formen sind.
„Wir haben unsere Regeln – und das Tolle am Oktoberfest ist der freiwillige Beitritt”, formuliert Poschardt. Ausgrenzung finde dabei nicht statt: Alle Nationalitäten feiern gemeinsam, alles verlaufe friedlich. Das bayerische Volksfest sei damit ein lebendiges Plädoyer für eine selbstbewusste, aber offene Leitkultur.
Ob das Oktoberfest tatsächlich als politisches Integrationsmodell taugt oder ob die These die Komplexität realer Migrationsprozesse unterschätzt, bleibt eine offene Debatte. Poschardts Ansatz regt zumindest dazu an, über die kulturelle Dimension von Zugehörigkeit neu nachzudenken – jenseits bürokratischer Integrationsprogramme und politischer Streitlinien.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.