Tuesday, 22. September 2026
StartInnenpolitikBerlin
Berlin

Olympia Berlin: Eralp lehnt Bewerbung ab

Linke Wahlsiegerin Elif Eralp lehnt die Olympia-Bewerbung Berlins ab und nennt die sechs Millionen Euro teuren Vorbereitungen Steuergeldverschwendung.

Redaktion · 22. September 2026, 11:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 22.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Olympia Berlin – dieses Thema sorgt kurz vor der entscheidenden Auswahlrunde für politischen Zündstoff in der Hauptstadt. Die linke Wahlsiegerin Elif Eralp hat sich klar gegen die Berliner Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Die Entscheidung habe sich für sie „erledigt”, erklärte Eralp. Die bereits aufgewendeten sechs Millionen Euro für die Bewerbungsphase bezeichnet sie als Verschwendung von Steuergeld. Einen konkreten Vorteil für Berlin könne sie in einer Olympia-Ausrichtung nicht erkennen.

Eralp sieht keinen Nutzen für Berlin

Elif Eralp, die als linke Wahlsiegerin in Berlin politisch an Gewicht gewonnen hat, macht keinen Hehl aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Olympia-Kandidatur. Für sie überwiegen die Kosten den möglichen Nutzen bei Weitem.

Die sechs Millionen Euro, die der bisherige Senat in die Bewerbungsunterlagen und die Planung investiert hat, seien aus ihrer Sicht Steuergeldverschwendung. Eralp sieht weder infrastrukturelle noch gesellschaftliche Vorteile, die eine Olympia-Ausrichtung in der Hauptstadt rechtfertigen würden.

Damit stellt sich die linke Politikerin offen gegen den Kurs des amtierenden Senats, der die Berliner Kandidatur maßgeblich vorangetrieben hatte.

Berliner Bewerbung unter dem aktuellen Senat vorangetrieben

Die Berliner Olympia-Bewerbung war ein Projekt des derzeitigen Senats. Trotz politischer Widerstände wurden Planungen und Bewerbungsunterlagen erarbeitet und finanziert. Nun droht dem Vorhaben das politische Aus – zumindest, wenn Eralp künftig maßgeblichen Einfluss auf die Berliner Politik ausübt.

Dabei ist die innerstaatliche Konkurrenz ohnehin groß: Neben Berlin bewerben sich auch München sowie die Ruhrgebietsregion um den deutschen Kandidatenplatz. Am kommenden Sonnabend soll die Entscheidung fallen, welche Stadt Deutschland bei der internationalen Olympia-Vergabe vertreten wird.

Der nationale Bewerber müsste sich anschließend noch im weltweiten Wettbewerb gegen andere Städte und Regionen durchsetzen – ein langer und kostspieliger Prozess.

Drei Bewerber im nationalen Vergleich

Deutschland hat damit gleich drei ernsthafte Kandidaten für eine mögliche Olympia-Ausrichtung:

  • Berlin – Hauptstadt mit internationaler Strahlkraft, aber wachsendem politischen Widerstand
  • München – erfahrene Olympiastadt mit bestehender Infrastruktur aus den Spielen von 1972
  • Ruhrgebietsregion – Bewerbung als dezentrales Modell mit mehreren Standorten

Die endgültige nationale Entscheidung fällt am Sonnabend. Wer auch immer das Rennen macht, steht danach vor der noch größeren Aufgabe, sich international gegen zahlreiche Mitbewerber zu behaupten.

Ausblick: Politische Zukunft der Berliner Kandidatur ungewiss

Die Absage-Signale von Elif Eralp kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für die Berliner Olympia-Befürworter. Sollte die linke Politikerin künftig Regierungsverantwortung übernehmen oder politischen Druck entfalten, dürfte die Hauptstadtbewerbung kaum aufrechtzuerhalten sein.

Die Debatte um Olympia in Berlin offenbart grundlegende Fragen über Prioritätensetzung in der Stadtpolitik: Sind Großsportveranstaltungen ein Motor für Entwicklung und Prestige – oder eine finanzielle Belastung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler? Diese Diskussion dürfte in den kommenden Wochen, unabhängig vom Ausgang der nationalen Entscheidung, weiter an Fahrt gewinnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →