Dieses Video wurde am 06.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die USA setzen ihren Militäreinsatz in der Straße von Hormuz gegen die Huthi-Miliz aus dem Jemen aus. Was US-Präsident Donald Trump als diplomatischen Fortschritt verkauft, könnte in Wahrheit ein Eingeständnis sein, dass die sogenannte Operation Sackgasse – so die iranische Bezeichnung – zu gefährlich und zu wenig erfolgreich geworden ist. USA-Korrespondent Gordian Fritz ordnet aus Washington ein, warum Trumps Begründung mit Vorsicht zu genießen ist und was das über seinen politischen Stil aussagt.
Trumps offizielle Begründung – und ihre Schwächen
Trump begründet den Stopp des Einsatzes damit, Pakistan habe ihn darum gebeten, und im Hintergrund liefen Verhandlungen, die so vielversprechend seien, dass eine Pause die Diplomatie befördern würde. Doch dieses Argument kennt man bereits: Dieselbe Begründung lieferte Trump sowohl für die erste Waffenruhe als auch für deren Verlängerung – ohne dass je konkrete Ergebnisse folgten.
Hinzu kommt, dass der Iran bislang keinerlei Reaktion auf Trumps Schritt gezeigt hat. Es gibt keine Anzeichen, dass Teheran Fortschritte in den Verhandlungen sieht oder gar Entgegenkommen signalisiert. Die Lage bleibt also angespannt.
Operation Sackgasse: Das militärische Risiko wächst
Hinter dem Rückzug steckt möglicherweise ein nüchternes Sicherheitskalkül. Noch am Morgen nach der Ankündigung wurde ein Frachter in der Straße beschossen – ein deutliches Zeichen, dass die Huthi-Miliz weiterhin aktiv ist und keine Anstalten macht, den Seeweg freizugeben.
Dazu kommt ein handfestes logistisches Problem: Es ist unklar, ob die rund 400 wartenden Schiffe überhaupt bereit sind, das Risiko einer Durchfahrt einzugehen. Die militärische Schutzoperation der USA hat ihr Ziel – sichere Passage im Roten Meer – bislang nicht erreicht.
- Huthi-Angriffe auf Frachter dauern trotz US-Einsatz an
- Hunderte Handelsschiffe meiden weiterhin die Route
- Iran zeigt keine Verhandlungsbereitschaft
- Keine konkreten diplomatischen Ergebnisse trotz mehrfacher Waffenruhen
Trumps politischer Stil: Aktionismus als System
Der Kurswechsel steht exemplarisch für Trumps politische Methode. Korrespondent Fritz beschreibt sie als reinen Aktionismus: Trump dreht seine Positionen, wie es ihm gerade vorteilhaft erscheint, gibt nie einen Fehler zu und ignoriert konsequent die Widersprüche zu früheren Aussagen.
Fritz zieht dabei einen ungewöhnlichen Vergleich: Trump orientiere sich – wenn auch unbewusst – am legendären Bonmot des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?” Trump treibe dieses Prinzip auf die Spitze.
Entscheidend ist dabei: Trumps Anhänger lassen sich von den ständigen Kehrtwenden nicht abschrecken. Solange die Basis loyal bleibt, hat Trump keinen Anreiz, seinen Stil zu ändern. Das Verhandeln ohne feste Linie – das ständige Neuverhandeln, Drohen und Zurückrudern – ist für ihn kein Fehler, sondern Kalkül.
Ausblick: Weder Frieden noch Eskalation in Sicht
Wie es im Roten Meer weitergeht, bleibt offen. Die Huthi zeigen keine Zeichen des Einlenkens, der Iran schweigt, und Trumps Begründung trägt wenig diplomatisches Gewicht. Die Handelssicherheit in einer der wichtigsten Meeresrouten der Welt bleibt damit auf unbestimmte Zeit gefährdet. Ob die Pause tatsächlich zu einem Durchbruch führt oder nur die nächste Episode in Trumps widersprüchlichem Krisenmanagement darstellt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
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