Ralph Lauren Polofest Tokio: Vintage-Schätze & Prada-Archiv
Beim Ralph Lauren Polofest in Tokio treffen Vintage-Kultur und Handwerkskunst aufeinander. Gleichzeitig öffnet Prada in Mailand erstmals sein historisches Archiv für die Öffentlichkeit.
Dieses Video wurde am 30.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Mode zwischen Erinnerung und Erneuerung: Der erste Ralph Lauren Polofest in Tokio verwandelte das Jing Harajuku im Herzen der japanischen Hauptstadt drei Tage lang in ein lebendes Archiv. Zeitgleich eröffnete Prada in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand die erste permanente Ausstellung zur Geschichte des Hauses. Zwei Ereignisse, die zeigen, wie Luxusmodemarken ihre Vergangenheit gezielt als kulturelles Kapital einsetzen – und warum Vintage und Archiv längst mehr sind als nostalgische Randphänomene.
Ralph Lauren Polofest: Tokio als Zentrum der Vintage-Kultur
Seit 50 Jahren ist Ralph Lauren in Japan präsent – und in dieser Zeit hat sich im Land eine eigenständige Sammlerkultur rund um den amerikanischen Preppy- und Ivy-League-Stil entwickelt, die weltweit ihresgleichen sucht. Das Polofest griff genau diese Leidenschaft auf. 17 Vintage-Händler und Sammler aus aller Welt brachten seltene Stücke mit, die das breite Spektrum der Marke abbildeten: von klassischer Schneiderei bis hin zu sportlicher Streetwear.
Besonders bemerkenswert war die Zusammenarbeit mit japanischen Handwerkern, die ausgewählte Vintage-Stücke mit traditionellen Reparaturtechniken neu interpretierten. Alte Stoffe, sichtbare Nähte und Flicken wurden dabei nicht kaschiert, sondern bewusst als gestalterisches Element integriert – ein Ansatz, der an japanische Konzepte wie Kintsugi erinnert.
Die so entstandenen Unikate wurden über eine Lotterie vergeben. Der Erlös geht an Ralph Laurens Pink Pony Initiative im Kampf gegen Krebs. Das Festival markiert zudem den Auftakt zum 60-jährigen Markenjubiläum im kommenden Jahr.
Prada öffnet sein geheimes Archiv in Mailand
Seit über 100 Jahren residiert Prada in der bekanntesten Galerie Mailands. Genau dort, wo Mario und Martino Prada 1913 ihr erstes Geschäft eröffneten, präsentiert das Modehaus nun dauerhaft seine Geschichte. Das auf acht Ebenen erweiterte Geschäft verbindet Mode, Kunst, Gastronomie und private Räumlichkeiten.
Herzstück ist die sogenannte Prädersphäre – die erste permanente Ausstellung zur Hausgeschichte. Zu sehen sind unter anderem:
- Historische Reisekoffer und frühe Lederwaren
- Die ersten ikonischen Nylontaschen der Marke
- Entwürfe aus mehr als einem Jahrhundert Modegeschichte
- Das legendäre Kronleuchterkleid aus dem Film The Great Gatsby
Ein unterirdischer Geheimgang – der Passage Secreto – verbindet die Damen- und Herrenboutique und beherbergt weitere Archivstücke. Wer Zugang zum exklusiven Apartamento erhält, erlebt dort eine kuratierte Ausstellung des Fotografen Andreas Gursky – allerdings nur auf Einladung.
Maison Margiela und Gentle Monster: Brillen als Dekonstruktion
Zerdrückt, verzerrt, zerkratzt – und dennoch tragbar: Maison Margiela und die koreanische Brillenmarke Gentle Monster präsentieren ihre vierte gemeinsame Kollektion unter dem Thema Dekonstruktion. Die Zusammenarbeit umfasst 68 Modelle, die von übergroßen, maskenartigen Fassungen bis zu schmalen, mit Leder umwickelten Designs reichen.
Die dazugehörige Kampagne entstand als Kurzfilm der Fotografin und Filmemacherin Alex Prager. Eine junge Frau hetzt durch eine sich ständig verändernde Welt, um einen Zug zu erreichen – und begegnet dabei skurrilen Figuren in den verschiedenen Brillensilhouetten der Kollektion. Das Besondere: Alle visuellen Effekte entstanden ohne digitale Nachbearbeitung, live vor der Kamera in London. In Seoul feierten beide Marken die Kooperation zusätzlich mit einer Light Performance, bei der Tänzer, Licht und installierte Strukturen Dekonstruktion und Rekonstruktion sichtbar machten.
Miu Miu bei der Art Basel: Mode trifft politische Erinnerung
Regisseurin Alice Diop, bekannt für gesellschaftskritisches Kino, inszenierte im Rahmen der Art Basel Paris erstmals eine Ausstellung – im Auftrag von Miu Miu. Das Projekt Jest Deconsolation verband Film, Fotografie, Literatur, Performance und Skulptur in vier Räumen des Paladiana, wo Miu Miu auch seine Modenschauen zeigt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie schwarze Frauen im Laufe der Geschichte dargestellt wurden und wie dieses Bild bis heute nachwirkt. Den Abschluss bildet eine fast fünf Meter hohe Bronzeskulptur namens Sentinel Mamiwata von Simon Lee. Miu Miu war damit zum dritten Mal offizieller Partner der Art Basel Paris.
Die Schau von Mode, Archiv und Kunst verdichtet sich zu einem klaren Trend: Luxusmarken verstehen sich zunehmend als Kulturinstitutionen – und nutzen Geschichte, Handwerk und künstlerische Kollaboration, um über das reine Produkt hinaus zu wirken.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.