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Russischer Militärsatellit bedrängt Iceye-Satellit

Ein russischer Militärsatellit manövriert gefährlich nah an einem Iceye-Radarsatelliten. Experte Ralf Thiele erklärt, was Russland damit bezweckt.

Redaktion · 19. October 2026, 19:52 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Erdorbit spitzt sich ein neuer Konflikt zu: Der russische Militärsatellit Kosmos 2612 bedrängt seit Wochen einen Radarsatelliten der finnischen Firma Iceye. Das berichtet eine US-Denkfabrik. Der russische Satellit manövriert demnach wiederholt auf kollisionsnahen Kursen – bei Relativgeschwindigkeiten von rund 28.000 Kilometern pro Stunde auf bis zu drei Meter Abstand. Iceye liefert der Ukraine entscheidende Aufnahmen von Gefechtsfeldern, auch bei schlechtem Wetter. Der ukrainische Geheimdienst gibt an, dass diese Daten zur Zerstörung tausender russischer Militärfahrzeuge beigetragen haben.

Was Russland mit dem Satellitenmanöver bezweckt

Sicherheits- und Militärexperte Ralf Thiele beschreibt den Weltraum als einen neuen strategischen Manöverraum. Satelliten nähern sich anderen Satelliten in provokanter Weise an – offiziell ließe sich solches Verhalten als Reparatur- oder Wartungsmission tarnen. Tatsächlich aber gehe es um weit mehr.

Russland erprobt dabei verschiedene Methoden der Einflussnahme auf fremde Satelliten:

  • Abhören und Abfangen von Datenübertragungen
  • Verfälschung oder Störung von Informationen
  • Beschädigung durch elektronische Maßnahmen
  • Erprobung kinetischer Fähigkeiten, also physischer Zerstörung
  • Gezielte Annäherung zur Einschüchterung und Aufklärung

Solche Aktionen richten sich nicht nur gegen militärische, sondern auch gegen kommerzielle Satelliten. Der Iceye-Satellit ist dabei besonders interessant, weil sein Synthetic-Aperture-Radar unabhängig von Wetterbedingungen präzise Bilder liefert – ein militärisch hochrelevanter Vorteil.

Westliche Reaktionen auf die Bedrohung im All

Die eskalierende Lage im Weltraum hat westliche Staaten bereits zum Handeln bewogen. Frankreich begann 2018 mit dem Aufbau eines eigenen Weltraumlagezentrums und einer Weltraumstreitmacht. Deutschland folgte zwei Jahre später. Dennoch sind die Kapazitäten bislang begrenzt – die Beobachtung steht im Vordergrund, eigene Gegenmaßnahmen sind noch im Aufbau.

Thiele betont, dass Bedrohungen im Weltraum nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Satellitendaten müssen letztlich auf der Erde empfangen und verarbeitet werden – damit rücken auch Bodenstationen und Gefechtszentren in den Fokus gegnerischer Störaktionen.

Weltraumschrott als strategische Waffe

Besonders heimtückisch ist ein Szenario, das Thiele hervorhebt: Wird ein Satellit kinetisch zerstört, entsteht eine Wolke aus Weltraumschrott, die sich auf der gesamten Umlaufbahn verteilt und auch unbeteiligte Satelliten gefährdet. Die Konsequenz wäre nicht nur der Verlust eines einzelnen Systems, sondern die potenzielle Unbrauchbarkeit ganzer Orbitalzonen.

Genau hier setzt das Geschäftsmodell kommerzieller Megakonstellationen an. Elon Musks Starlink-Netzwerk umfasst bereits rund 11.000 Satelliten. Ähnliche Großprojekte wie das britisch-indische OneWeb-Netzwerk sind in Entwicklung. Experten rechnen in absehbarer Zeit mit bis zu 100.000 Kleinsatelliten im Orbit.

Diese Masse macht einzelne Systeme deutlich schwerer angreifbar: Ein gegnerischer Satellit kann nicht gleichzeitig Tausende Objekte bedrängen. Gleichwohl bleibt das Störpotenzial erheblich – gezielte Angriffe auf Schlüsselknoten im Netzwerk oder auf Bodenstationen könnten empfindliche Lücken reißen. Die Militarisierung des Weltraums schreitet damit ungebremst voran, und die westlichen Staaten stehen vor der Aufgabe, ihre Weltraumresilienz rasch und entschlossen auszubauen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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