Dieses Video wurde am 04.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Schwarz-Rot-Koalition steht unter Druck: Parteiinterne Kritiker wie CDU-Politiker Christian von Stetten zweifeln öffentlich an der Bestandskraft des Bündnisses. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Henrik Wüst dagegen gibt sich gelassen. Im Interview äußerte er sich zur Stabilität der Bundesregierung, zu steigenden AfD-Umfragewerten in NRW und zu Spekulationen über seine eigene politische Zukunft in Berlin.
Wüst widerspricht düsterer Prognose zur Koalition
CDU-Bundestagsabgeordneter Christian von Stetten hatte der SPD eine Blockadehaltung vorgeworfen und bezweifelt, dass die Koalition die vollen vier Jahre hält. Wüst teilt diese Einschätzung nicht. „Alle Beteiligten wissen, welche Verantwortung sie haben”, betonte der Ministerpräsident. Er verwies darauf, dass es im demokratischen Spektrum des Bundestags keine Alternative zu dieser Regierung gebe.
Wüst räumte zwar ein, dass CDU und SPD unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Konzepten seien – doch genau das erfordere Kompromissbereitschaft. „Man muss sich zusammenraufen. Das ist manchmal schwer”, so Wüst.
Als Belege für Fortschritte nannte er konkrete Politikfelder:
- Im Bereich Energie seien bereits wichtige Entscheidungen gefallen.
- Das Thema Migration sei in der öffentlichen Debatte kaum noch präsent, weil gehandelt wurde.
- Im Bereich Gesundheit stünden weitere Maßnahmen an.
- Vor der Sommerpause seien noch Steuerpolitik-Reformen geplant.
Wenn die Koalition sichtbar vorankomme, werde sich auch die Stimmung verbessern, zeigte sich Wüst überzeugt.
AfD bei 20 Prozent in NRW – Wüst warnt vor neuem Normal
Aktuelle Vorwahlumfragen aus Nordrhein-Westfalen zeigen die CDU bei 32 Prozent – ein deutlich besserer Wert als im Bundesschnitt. Gleichzeitig kommt die AfD auf 20 Prozent. Für Wüst ist das kein Grund zur Beruhigung.
„Das ist nicht gut. Daran sollten wir uns nicht gewöhnen. Das darf nicht das neue Normal werden”, sagte er deutlich. Als Gegenmittel sieht er eine handlungsfähige politische Mitte, die konkrete Probleme löst und dabei auch Sozialpartner wie Arbeitgeber und Gewerkschaften einbindet.
Wüst plädierte für eine erkennbar handelnde Mitte: Wer Ergebnisse liefere, entziehe den politischen Rändern den Nährboden.
Kita-Flickenteppich und Familienpolitik in NRW
Ein weiteres Thema des Gesprächs war die Kita-Versorgung in Nordrhein-Westfalen. Das Land investiert inzwischen rund 6 Milliarden Euro jährlich in die Kinderbetreuung und hat eine weitgehende Beitragsfreiheit eingeführt. Dennoch sind die Gebühren je nach Kommune sehr unterschiedlich – in Köln etwa wird ein Höchstsatz von 830 Euro fällig.
Wüst verteidigte die kommunale Eigenverantwortung: Städte und Gemeinden müssten selbst entscheiden, wo sie Schwerpunkte setzten. Eine landesweite Vereinheitlichung lehnte er ab. Als zweifacher Vater betonte er jedoch, dass ihm das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf persönlich sehr am Herzen liege.
Kein Interesse an Berlin – vorerst
Wüst zählt laut einer Forsa-Umfrage vom März zu den beliebtesten Politikern Deutschlands – noch vor Verteidigungsminister Boris Pistorius. Spekulationen über einen Wechsel nach Berlin erteilte er dennoch eine klare Absage: „Ich habe eine tolle Arbeit hier in Nordrhein-Westfalen und deswegen habe ich da keine großen Gelüste.”
Zugleich dämpfte er Erwartungen an den Posten des Bundeskanzlers: In Zeiten von Kriegen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einem schwierigen Koalitionspartner sei das Amt besonders herausfordernd. Ob Wüst mittelfristig eine bundespolitische Rolle anstrebt, bleibt damit offen – auch wenn seine starken Umfragewerte die Debatte darüber kaum verstummen lassen dürften.
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