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Selenskyj in Berlin: Hilfe und Midterms im Fokus

Der ukrainische Präsident Selenskyj reist überraschend nach Berlin. Was Deutschland anbieten kann – und warum die US-Midterms dabei eine Rolle spielen.

Redaktion · 3. November 2026, 12:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 03.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit einem Überraschungsbesuch in Berlin setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein politisches Signal: Kurz vor den US-amerikanischen Midterm-Wahlen und im Vorfeld geplanter Friedensgespräche in Abu Dhabi trifft er den deutschen Bundeskanzler. Im Mittelpunkt stehen weitere deutsche Hilfsleistungen für die Ukraine sowie die Frage, wie Europa den Druck auf Russland aufrechterhalten kann. Die SPD-Politikerin Siemtje Möller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, begrüßt den Besuch ausdrücklich als wichtiges Zeichen der Solidarität.

200 Millionen Euro Winterhilfe: Deutschlands nächster Schritt

Deutschland hat die Ukraine seit Kriegsbeginn militärisch und finanziell unterstützt – und soll nun erneut konkret helfen. Im Raum steht ein Winterhilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro, das der ukrainischen Bevölkerung zugutekommen soll. Angesichts russischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur drohen der Ukraine in den kommenden Monaten massive Versorgungsengpässe.

Möller betont, dass es bei dem Berliner Treffen nicht nur um militärische, sondern ausdrücklich auch um zivile und finanzielle Unterstützung geht. Für die leidende Zivilbevölkerung wäre das Paket ein wichtiges Zeichen, dass Europa nicht wegschaut. Deutschland verstehe seine Rolle dabei als Teil einer gesamteuropäischen Verantwortung für die Friedensordnung des Kontinents.

Selenskyj-Besuch als Abstimmung vor Abu Dhabi

Der Besuch kommt nicht ohne Hintergedanken: In Abu Dhabi sind Gespräche über eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg geplant. Berlin soll offenbar als Koordinierungspunkt dienen, um die europäischen Partner auf eine gemeinsame Linie einzuschwören, bevor Kiew in multilaterale Verhandlungen eintritt.

Selenskyj hat nach Darstellung Möllers stets bekräftigt, zu Gesprächen bereit zu sein. Die ukrainische Seite verfolgt das Ziel einer rechtsverbindlichen völkerrechtlichen Vereinbarung, die die Souveränität der Ukraine dauerhaft sichert. Möller mahnt jedoch zur Nüchternheit:

  • Russland hat bislang keine substanziellen Zugeständnisse gemacht.
  • Das Treffen in Anchorage zwischen Trump und Putin blieb folgenlos.
  • Jedes Gespräch, das Leid verkürzen kann, ist dennoch die Mühe wert.
  • Eine Vereinbarung muss die Ukraine als souveränen Staat erhalten.

Entscheidend sei, dass Moskau nicht nur Ankündigungen mache, sondern tatsächlich Bereitschaft zeige, den Krieg ohne eine Unterwerfung der Ukraine zu beenden.

Midterms in den USA: Unberechenbarer Präsident als Risiko

Parallel zum Berliner Besuch rücken die US-amerikanischen Midterm-Wahlen in den Fokus. Möller warnt davor, Umfragen zu vertrauen, die Demokraten einen deutlichen Gewinn voraussagen – die Erfahrung zeige, dass Prognosen und Ergebnis oft auseinanderfallen.

Dennoch ist erkennbar, dass Unzufriedenheit in der amerikanischen Bevölkerung wächst: steigende Lebenshaltungskosten, nicht eingehaltene Wahlversprechen und ein eskalierender Konflikt mit dem Iran belasten die Regierung Trump. Ein stärkerer Kongress könnte die Außenpolitik des Präsidenten stärker kontrollieren.

Möller gibt allerdings zu bedenken, dass ein innenpolitisch unter Druck geratener Präsident nicht automatisch ein besserer Partner für Europa ist. Im Gegenteil: Ein unberechenbarerer Trump könnte die transatlantische Zusammenarbeit weiter erschweren. Die Außenpolitik liege letztlich beim Präsidenten – und dessen Kurs bleibe schwer kalkulierbar.

Europas Handlungsfähigkeit in unsicheren Zeiten

Der Selenskyj-Besuch in Berlin verdeutlicht, wie eng die Themen Ukraine-Krieg, transatlantische Beziehungen und europäische Sicherheitspolitik miteinander verknüpft sind. Europa muss in einem Umfeld agieren, das von russischer Unnachgiebigkeit auf der einen und wechselhafter US-Politik auf der anderen Seite geprägt ist.

Für Deutschland bedeutet das: konkrete Unterstützung leisten, diplomatische Kanäle offenhalten und gleichzeitig die europäische Einigkeit stärken. Ob die Gespräche in Abu Dhabi einen Durchbruch bringen oder erneut ohne greifbare Ergebnisse enden, wird sich zeigen. Klar ist jedoch: Die Initiative, die Kiew und Berlin mit diesem Treffen setzen, ist ein bewusstes Signal an alle Beteiligten – in Moskau, Washington und auf dem europäischen Kontinent.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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