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Texas-Senatswahl: Talarico unter Beschuss

Demokrat James Talarico fordert Ken Paxton in Texas heraus – doch Republikaner fluten den Wahlkampf mit negativer Werbung. Was die Umfragen zeigen.

Redaktion · 21. October 2026, 06:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei der Texas Senatswahl zeichnet sich ein historisch knapper Kampf ab: Der Demokrat James Talarico, 37 Jahre alt, will Texas erstmals seit 1988 für die Demokraten zurückgewinnen. Sein Gegner ist der republikanische Amtsinhaber Ken Paxton. Aktuelle Umfragen zeigen Talarico mit einem Vorsprung von rund sechs Prozentpunkten – ein Abstand, der sich über den gesamten Herbst konsistent aufgebaut hat. Doch die heiße Phase des Wahlkampfs bringt massive Gegenoffensiven der Republikaner mit sich, die mit deutlich mehr Geld in den Kampf ziehen.

Wichtigste Wahlkampfthemen in Texas

Die Wählerinnen und Wähler im Lone Star State bewegen vor allem drei große Themen, die auch bei den Midterms den Ausschlag geben könnten.

  • Iran-Krieg: 71 Prozent der Texanerinnen und Texaner lehnen den Krieg ab – ein klares Signal gegen den außenpolitischen Status quo.
  • Lebenshaltungskosten: 65 Prozent machen Präsident Trump für die gestiegenen Preise verantwortlich. Die Wahl gilt damit auch als Referendum über die republikanische Regierungsführung.
  • Einwanderungspolitik: Trotz der Umsetzung von Trumps „Build the Wall”-Versprechen befürworten nur 39 Prozent seinen harten Kurs – viele Handwerker und Bauarbeiter in Texas spüren den Fachkräftemangel unmittelbar.

Besonders die Energiekosten belasten die arbeitende Bevölkerung. In El Paso kostet Diesel inzwischen fast sechs US-Dollar pro Gallone. Wer einen Pickup wie den Ford F-350 Heavy Duty mit rund 182 Litern Fassungsvermögen volltankt, zahlt heute etwa 290 Dollar – gegenüber rund 170 Dollar vor einem Jahr. Plus 120 Dollar pro Tankfüllung treffen Handwerker und Transportarbeiter, die das Fahrzeug täglich als Arbeitsgerät nutzen, besonders hart.

Geldvorteil der Republikaner: 3 zu 1

Bei den Werbeausgaben sind die Gewichte klar verteilt: Auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar summieren sich die gesamten Wahlkampfausgaben in Texas. Die Republikaner übertreffen die Demokraten dabei im Verhältnis von drei zu eins – für jeden Dollar, den Talaricos Lager ausgibt, stehen der GOP drei Dollar zur Verfügung.

Senator John Cornyn und das republikanische Senatskomitee pumpen in der Schlussphase zusätzliche Mittel in den Wahlkampf. Ihr erklärtes Ziel: den Sitz mit aller Kraft verteidigen und Talaricos überraschend starkes Momentum stoppen.

Talarico seinerseits verbucht einen Vorteil bei den Kleinspenden – ein Zeichen für breite Graswurzel-Unterstützung. Ob das reicht, um den republikanischen Werbedruck abzufedern, bleibt offen.

Schmutzkampagne gegen Talarico

Die republikanische Angriffswerbung zielt auf Talaricos persönliches Profil. Zentrale Botschaften der negativen Spots lauten:

  • Talarico sei kein „echter Texaner”, da er sich vegan ernähre.
  • Er habe öffentlich Unsicherheit über das Geschlecht Gottes geäußert – in einem konservativ-religiösen Bundesstaat ein kalkulierter Angriffspunkt.
  • Seine Migrationspositionen würden nicht den Werten der Texaner entsprechen.

Der Spot läuft unter dem Slogan „Low-T Talarico” – eine Anspielung auf niedriges Testosteron, die bewusst auf Männlichkeitsbilder in der ländlichen Wählerschaft abzielt. Auch Präsident Trump bezeichnete den Demokraten als „weird candidate” – einen seltsamen Kandidaten. Die Kampagne ist darauf ausgelegt, Talarico als kulturell fremd gegenüber dem texanischen Mainstream darzustellen.

Ausblick: Entscheidung am 3. November

Die Wettmärkte sehen das Rennen auf Messers Schneide. Dass ein demokratischer Kandidat in Texas überhaupt in Schlagdistanz liegt, ist historisch bemerkenswert. Die Kombination aus Unzufriedenheit über Kriegs- und Wirtschaftspolitik, hohen Energiepreisen und einem motivierten demokratischen Herausforderer macht Texas zu einem der spannendsten Schlachtfelder der Midterms.

Ob Talarico den gewaltigen Werbedruck der Republikaner und die Angriffe auf sein Persönlichkeitsprofil abwehren kann, entscheidet sich am 3. November. Ein demokratischer Sieg in Texas wäre eine politische Sensation – und würde die Machtverhältnisse im US-Senat grundlegend verschieben.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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