Wednesday, 14. October 2026
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Donald Trump

Trumps Putin-Deal: Experte warnt vor Gefahr für den Westen

Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt, warum Trumps Putin-Deal im Ukraine-Krieg Europa schadet, US-Gesetze verletzt und Moskau taktisch in die Hände spielt.

Redaktion · 13. October 2026, 06:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Ukraine-Krieg sorgt ein neuerlicher Alleingang von US-Präsident Donald Trump für Verwirrung und Empörung: Ohne Abstimmung mit Kiew oder Moskau verkündete Trump per Social Media eine sogenannte Energiewaffenruhe – die Russland nicht einmal bestätigt hat. Sicherheitsexperte Nico Lange ordnet die Situation ein und warnt vor einer gefährlichen Schieflage, die Europa zunehmend unter Druck setzt.

Trumps voreiliger Social-Media-Post und seine Folgen

Lange formuliert es diplomatisch: „Wenn man freundlich sein will, könnte man sagen, dieser Social-Media-Post war etwas voreilig.” Die Ankündigung einer Energiewaffenruhe, an die sich Russland nicht einmal gebunden fühlt, überraschte sowohl Kiew als auch Moskau. Statt Fortschritt zu bringen, habe Trumps Vorstoß neue Probleme produziert.

Hintergrund sind Gespräche in Florida, bei denen ein limitierter Waffenstillstand verhandelt wird. Ob dieser als Energie- oder sektoraler Waffenstillstand bezeichnet wird, sei letztlich zweitrangig. Problematisch sei vielmehr der Eindruck, den Trump erwecke: Er wolle vor allem die russischen Raffinerien schützen – und damit faktisch Putin helfen.

Trumps schwache Umfragewerte als Triebfeder

Lange ist skeptisch gegenüber tieferen strategischen Kalkülen hinter Trumps Verhalten. Stattdessen verweist er auf handfeste innenpolitische Motive:

  • Die Dieselpreise in den USA liegen bei über sechs Dollar pro Gallone – ein politisches Problem.
  • Trumps persönliche Umfragewerte sind laut Lange „eine absolute Katastrophe”.
  • Die Partei-Umfragewerte vor den kommenden Midterm Elections sind ebenfalls auf einem Tiefpunkt.
  • Trump führt einen Krieg gegen den Iran, den er nicht gewinnt und der sich hinzieht.

In dieser Lage versuche Trump, die Ukraine als Schuldige darzustellen – ohne dass dies sachlich begründet wäre. „Trump hatte Lust am Freitag, sowas zu erzählen. Das ist es”, so Lange. Die Russen nutzten dies taktisch aus, die Ukrainer seien die Leidtragenden.

Europa bleibt abhängig – und handelt zu zögerlich

Für Lange stellt sich eine übergeordnete Frage: Europa befinde sich zum wiederholten Mal in einer akut schwierigen Lage, weil Trump sich erratisch verhalte und gegen europäische Interessen arbeite. Gleichzeitig sei die Abhängigkeit vom US-Präsidenten nach wie vor zu groß.

Der Grund: Europa investiere noch immer nicht genug in die eigene Verteidigung, um sich von Washington unabhängiger zu machen. Dabei sei der Handlungsdruck deutlich spürbar. Zuletzt hatte Russland unter anderem versucht, den Flughafen Leipzig mit einer Drohne anzugreifen – ein Anschlag, der als Teil des russischen Schattenkriegs gegen europäische Länder gilt.

EU-Sanktionen als Reaktion – aber mit Grenzen

Die Europäische Union hat beim jüngsten Europäischen Rat neue Sanktionen gegen knapp 1.600 Personen, Unternehmen und Organisationen verhängt, die Putins Krieg unterstützen. Deutschland hatte darauf gedrängt und dies nach dem Vorfall in Leipzig angekündigt.

Lange begrüßt den Schritt, betont jedoch: Die Wirkung werde durch Trumps Vorgehen unterminiert. Denn der geplante Import von russischem Diesel in die USA würde gegen amerikanische Gesetze verstoßen – Gesetze, die Trump selbst einst unterstützt hat. Mehrere US-Senatoren haben bereits auf diesen Widerspruch hingewiesen.

Die Situation zeigt, wie fragil die westliche Einheit im Ukraine-Krieg geworden ist. Solange Europa seine Verteidigungsfähigkeit nicht substanziell ausbaut und Trump weiterhin zwischen den Fronten laviert, bleibt der Spielraum für eine kohärente westliche Strategie begrenzt. Für Kiew bedeutet das vor allem eines: weitere Unsicherheit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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