Thursday, 22. October 2026
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Ukraine-Friedensverhandlungen: Fortschritt oder Show?

Gespräche in Norwegen und St. Petersburg: Bringen die Ukraine-Friedensverhandlungen echten Fortschritt – oder dienen sie vor allem Trumps Midterm-Wahlkampf?

Redaktion · 21. October 2026, 11:54 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Ukraine-Friedensverhandlungen nehmen an Fahrt auf – zumindest auf den ersten Blick. Während US-Gesandter Steve Witkoff in St. Petersburg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentrifft, fanden parallel Gespräche in Norwegen statt, an denen NATO-Vertreter, EU-Repräsentanten, der norwegische Regierungschef, der finnische Präsident sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski teilnahmen. Ob dabei echter Fortschritt erzielt wurde oder der Terminkalender vor allem den US-amerikanischen Midterm-Wahlen geschuldet ist, bleibt umstritten.

Substanz oder Symbolpolitik? Die Gespräche in Norwegen

Beim Treffen in Norwegen soll es laut dem finnischen Präsidenten tatsächlich substanzielle Fortschritte gegeben haben – sowohl auf politischer als auch auf technischer Ebene. Im Mittelpunkt standen demnach zwei zentrale Themenblöcke:

  • Sicherheitsgarantien für die Ukraine, vergleichbar mit Artikel 5 des NATO-Vertrags (gegenseitige Beistandspflicht)
  • Wirtschaftliche Fragen, bei denen besondere Fortschritte erzielt worden sein sollen
  • Rahmenbedingungen für eine mögliche Waffenruhe und deren internationale Absicherung

Konkrete Details wurden allerdings nicht öffentlich gemacht. Beobachter mahnen zur Zurückhaltung: Schon mehrfach in der jüngeren Vergangenheit wurde von positiven Signalen berichtet, bevor Verhandlungen letztlich scheiterten.

Putins Forderungen: Pufferzone, Sprache, politische Abhängigkeit

Auf russischer Seite sind die Positionen bekannt und kaum verändert. Putin besteht nicht nur auf territorialen Zugeständnissen im Donbas, sondern formuliert darüber hinausgehende politische Bedingungen. Dazu zählen:

  • Eine Pufferzone zwischen Russland und der Ukraine
  • Der offizielle Status der russischen Sprache in der Ukraine
  • Die Fortsetzung der Tätigkeit der russisch-orthodoxen Kirche im Land
  • Eine Ukraine, die politisch in Abhängigkeit von Russland steht

Witkoff kam mit einem bislang unbekannten Verhandlungspaket nach St. Petersburg. Das Treffen fand im Konstantin-Palast statt, der bereits früher G8- und G20-Gipfeln als Kulisse diente. Ob das Paket neue Angebote enthält, die Moskau zur Kompromissbereitschaft bewegen könnten, war zunächst unklar.

Trump erhöht den Druck auf Selenski

US-Präsident Donald Trump verstärkt seinen Druck auf die ukrainische Führung deutlich. In öffentlichen Äußerungen drohte er, es könne für Selenski „sehr schlimm” ausgehen, sollte kein Abkommen zustande kommen. Kritiker sehen in dieser Rhetorik eine Verdrehung der Faktenlage: Die Ukraine habe sich kontinuierlich verhandlungsbereit gezeigt und sei auch der zuletzt von Trump überraschend ins Spiel gebrachten Waffenruhe grundsätzlich nicht abgeneigt gewesen.

Tatsächlich sei es Russland, das den Angriffskrieg jederzeit beenden könnte. Die Ukraine hingegen sieht sich gezwungen, solange weiterzukämpfen, wie ihr Territorium angegriffen wird. Gleichzeitig ist Kiew auf die US-amerikanische Militär- und Finanzhilfe angewiesen – eine Abhängigkeit, die Trump als Druckmittel nutzt.

An der Front: Alltag unter Dauerbeschuss

Rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, in der Stadt Rakiv, zeigt sich das wahre Ausmaß des Krieges. Drohnenangriffe häufen sich, in den vergangenen drei Wochen haben sie nach Angaben vor Ort noch einmal deutlich zugenommen. Über Nacht kamen zwei Menschen ums Leben – eine Frau und ein Mann, beide über 80 Jahre alt.

Das Stadtbild ist geprägt von zugenagelten Schaufenstern und verriegelten Geschäften – Schutzmaßnahmen gegen Druckwellen oder bereits sichtbare Spuren von Einschlägen. Die Bevölkerung leidet nicht nur unter den Angriffen, sondern zunehmend auch unter dem Gefühl, von den USA im Stich gelassen zu werden. Eine Frau, die vor Ort angesprochen wurde, kämpfte beim Gespräch sofort mit den Tränen.

Die kommenden Stunden rund um das Treffen in St. Petersburg dürften zeigen, ob die Diplomatie tatsächlich eine neue Phase erreicht hat – oder ob der Verhandlungsprozess erneut an der Kompromisslosigkeit Moskaus scheitert. Klar ist: Für die Menschen an der Front zählt nicht die politische Bühne, sondern das Ende des Beschusses.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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