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Donald Trump

Ukraine-Krieg: Trumps Druck auf Selenskyj

Trump lobt Putin und übt Druck auf die Ukraine aus. Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt, warum das den Ukraine-Krieg in eine gefährliche Lage treibt.

Redaktion · 16. October 2026, 17:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 16.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Ukraine-Krieg verschärft sich der Konflikt zwischen Washington und Kiew: US-Präsident Donald Trump lobt den russischen Machthaber Wladimir Putin als leichteren Verhandlungspartner und erhöht gleichzeitig den Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Am Rande des EU-Gipfels analysiert Sicherheitsexperte Nico Lange, was dieser Strategiewechsel für die Ukraine und Europa bedeutet – und warum ihn die Entwicklungen ratlos zurücklassen.

Trumps Kurs: Vermittlung oder Druck auf die Ukraine?

Die zentrale Frage lautet, ob Washington noch als ehrlicher Vermittler im Ukraine-Krieg auftreten kann oder längst politischen Druck zugunsten russischer Forderungen ausübt. Lange zieht einen einprägsamen Vergleich: Die Situation gleiche einem Überfall auf offener Straße, bei dem das Opfer am Boden liegt und ein Dritter es auffordert, einen Kompromiss zu schließen.

Dabei sei die Ausgangslage klar: Selenskyj signalisiert seit Langem die Bereitschaft zu einem bedingungslosen Waffenstillstand. Putin hingegen verweigert diesen. Für die Ukraine gebe es schlicht keine realistische Option, die Unterwerfung unter russische Herrschaft zu akzeptieren – inklusive Entführung, Folter und Unterdrückung der eigenen Bevölkerung.

Erschwerend kommt hinzu, dass Europa bestimmte US-Kapazitäten nicht ersetzen kann. Besonders bei Nachrichtendiensten, Satellitensystemen wie Starlink sowie der Finanzierung der Ukraine klafft eine erhebliche Lücke, für die auf dem EU-Gipfel noch keine Lösung gefunden wurde.

Selenskyjs Verrats-Vorwurf: Frust oder Strategie?

Selenskyj hat Trump öffentlich Verrat vorgeworfen – wegen dessen sogenanntem „Diesel Deal” mit Putin. Lange wertet das nicht als bloßen Gefühlsausbruch, sondern als nüchterne Lagebeschreibung: Trump verfolge eigene wirtschaftliche Interessen gegenüber Russland, und die Ukraine störe dabei.

Diese Logik, so Lange, ähnele den Positionen einiger europäischer Parteien, die ebenfalls eine rasche Unterwerfung der Ukraine befürworten, um wieder Geschäfte mit Russland machen zu können.

Die bisherige Strategie Kiews – Trump durch Freundlichkeit bei Laune zu halten – habe nachweislich nicht funktioniert. Deshalb sei es nachvollziehbar, dass Selenskyj nun einen anderen Ton anschlage. Lange formuliert es so:

  • Das Einschleimen bei Trump habe weder für die Ukraine noch für Europa Früchte getragen.
  • Eigenständigkeit Europas sei angesichts der US-Unberechenbarkeit das Gebot der Stunde.
  • Selenskyjs öffentliche Kritik könnte gezielt auf die US-amerikanische Bevölkerung zielen, die laut Umfragen die Ukraine stark unterstützt.
  • Vor den Midterm Elections könnte dieser Appell an die US-Öffentlichkeit die Trump-Administration zum Umdenken bewegen.
  • Innerhalb des Weißen Hauses ist der Kurs gegenüber der Ukraine intern stark umstritten.

Starlink-Drosselung und ihre tödlichen Folgen

Die Abhängigkeit der Ukraine von amerikanischer Infrastruktur zeigt sich besonders dramatisch am Beispiel Starlink: Als die USA das Satellitennetzwerk zeitweise einschränkten, schlugen deutlich mehr russische Raketen auf ukrainischem Gebiet ein, mit einer erhöhten Zahl ziviler Todesopfer. Die Drosselung wurde inzwischen wieder aufgehoben, doch das Risiko bleibt bestehen.

Lange mahnt deshalb, Europa müsse seine eigene Verteidigungsfähigkeit ausbauen, statt die Abhängigkeit von Washington weiter zu vergrößern. Gleichzeitig verfüge Europa über bislang kaum genutzte Druckmittel gegenüber Russland:

  • Kein weiterer Kauf von russischem Flüssigerdgas (LNG)
  • Konsequentes Stoppen der russischen Schattenflotte, um Putins Einnahmen zu reduzieren
  • Schärfere Sanktionen zur Entlastung der ukrainischen Front

EU-Gipfel: Mehr Geld, aber noch kein Durchbruch

Auf dem aktuellen EU-Gipfel werden voraussichtlich zusätzliche Finanzmittel für die Ukraine sowie verschärfte Sanktionen gegen Russland beschlossen. Lange unterstreicht die wirtschaftliche Logik dahinter: Europäische Unterstützung für die Ukraine sei letztlich günstiger als deren Ausbleiben. Allein im ukrainischen Agrarsektor, der 30 Prozent der ukrainischen Steuereinnahmen erwirtschaftet, sind rund vier Millionen Menschen in Landwirtschaft, Transport und Logistik beschäftigt. Ein Zusammenbruch würde eine massive Flüchtlingswelle nach Europa auslösen.

Offen bleibt, wie die konstruktiven Gespräche unter Beteiligung der nationalen Sicherheitsberater Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands über einen möglichen Energiewaffenstillstand weitergehen. Lange schließt nicht aus, dass dieses Thema erneut auf die Agenda kommt – der Weg zu einem nachhaltigen Frieden bleibt jedoch weit und steinig.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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