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Ukrainekrieg: Europas Strategie ist gescheitert

Im fünften Kriegsjahr analysiert Militärexperte Wolfgang Richter, warum Europas Doppelstrategie im Ukrainekrieg versagt hat und Trump auf einen schnellen Deal drängt.

Redaktion · 21. October 2026, 14:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im fünften Jahr des Ukrainekriegs nehmen die Verhandlungen wieder Fahrt auf: US-Sondergesandter Steve Witkoff traf sich in Oslo mit nordischen Partnern und reiste anschließend nach St. Petersburg, um Wladimir Putin zu treffen. Doch während auf diplomatischer Ebene wieder gesprochen wird, bleibt Europa weitgehend außen vor — und Militärexperte Wolfgang Richter, Oberst a.D., sieht darin ein strukturelles Versagen der europäischen Strategie der vergangenen Jahre.

Gespräche wieder aufgenommen — aber ohne echte Fortschritte

Die direkten Kontakte zwischen den USA und Russland waren im Februar eingeschlafen, nachdem der amerikanische Krieg gegen den Iran die Agenda dominierte. Nun werden die Fäden neu geknüpft. Bemerkenswert ist, dass das jüngste Treffen in Oslo stattfand und damit Finnland und Norwegen zumindest als Gastgeber beteiligt waren.

Richter betont jedoch: Große Fortschritte sind noch nicht erkennbar. Die nordischen Staaten unterhalten aufgrund ihrer Interessen in der Arktis sporadische Kontakte nach Moskau — ein Umstand, der ihnen nun diplomatisches Gewicht verleiht. Die übrigen europäischen Staaten bleiben inhaltlich aber außen vor.

Für Trump ist die Ukraine ein Störfaktor

Präsident Donald Trump macht öffentlich Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: Die Ukraine habe den USA in den vergangenen Jahren nichts außer Leid eingebracht, ein Deal müsse zeitnah her. Richter ordnet das in einen größeren strategischen Rahmen ein.

Die veränderte amerikanische Interessenlage, festgeschrieben in der nationalen Sicherheitsstrategie, setzt andere Schwerpunkte:

  • Fokus auf die westliche Hemisphäre (Grönland, Venezuela)
  • Strategische Konkurrenz mit China als zentraler Priorität
  • Rückzug aus der konventionellen Verteidigung Europas bei Beibehaltung nuklearer Teilhabe
  • Wirtschaftliche Interessen — etwa ein möglicher Rohstoffdeal mit Russland

„Für Trump ist der Ukrainekrieg ein Störfaktor im Rahmen seiner Gesamtstrategie”, so Richter. Hinzu kommt innenpolitischer Druck: Die bevorstehenden Midterms erhöhen den Anreiz, einen sichtbaren außenpolitischen Erfolg vorweisen zu können.

Dreiergipfel Trump–Putin–Xi: Europa bleibt außen vor

Perspektivisch ist ein Treffen zwischen Trump, Xi Jinping und Putin im November im Gespräch — ohne die Ukraine, ohne Deutschland. Dabei ist Deutschland mittlerweile einer der größten Geldgeber für Kiew.

Richter warnt jedoch vor einer zu engen Ukraine-Fokussierung: Bei einem solchen Dreiergipfel gehe es um weit mehr — um nukleare Rüstungskontrolle mit China, den Irankonflikt und die globale Wirtschaftsordnung. Dennoch werde die Ukraine ein Thema sein. Die eigentliche Frage bleibt: Warum sitzen die Europäer nicht mit am Tisch?

Europas Doppelstrategie ist nicht aufgegangen

Die Antwort darauf liefert Richter selbst: Europa habe sich in den vergangenen Jahren diplomatisch aus dem Spiel genommen, indem es auf eine Doppelstrategie setzte — einerseits Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung für die Ukraine, andererseits die internationale Isolierung Russlands durch Sanktionen.

Diese Strategie ist nach Einschätzung des Militärexperten gescheitert. Russland ist nicht isoliert, der Krieg dauert an, und Europa hat kaum diplomatisches Kapital aufgebaut. Was jetzt fehlt, ist der nächste Schritt: ernsthafte Verhandlungen — nicht über territoriale Abtretungen über den Kopf Kiews hinweg, sondern über die grundlegenden Fragen der europäischen Sicherheitsordnung.

Besonders dringend sei die Risikoreduzierung: Beide Kriegsparteien hätten zuletzt die Eskalationsschwelle wiederholt ausgetestet, die Zahl gefährlicher Zwischenfälle steige. Europa, so Richter, hätte genug Substanz für ernsthafte Gespräche — es müsste sie nur führen wollen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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