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Vanessa Emde legt nach: Kein Rückzug vom Israel-Statement

Vanessa Emde besteht auf ihren umstrittenen Aussagen zum Existenzrecht Israels – und bringt damit die Linke kurz vor den Koalitionsverhandlungen in Berlin in Bedrängnis.

Redaktion · 16. October 2026, 13:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 16.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Berliner Linken-Politikerin Vanessa Emde hat ihre umstrittenen Äußerungen zum Existenzrecht Israels bekräftigt und eine Rücknahme ausdrücklich verweigert. Mit einem öffentlichen Statement sorgt sie kurz vor den geplanten Koalitionsverhandlungen in Berlin für neuen Zündstoff – nicht nur beim möglichen Koalitionspartner SPD, sondern auch innerhalb der eigenen Partei.

Emde stellt sich hinter ihre Aussagen zum Existenzrecht Israels

In einem Video hatte Emde erklärt, es gebe aus völkerrechtlicher Sicht kein Existenzrecht für Staaten, sondern lediglich ein Existenzrecht für Menschen. Außerdem bezeichnete sie die Forderung nach einer demokratischen Einstaatenlösung mit gleichen Rechten für alle Menschen unabhängig von Religion oder Ethnizität als legitim.

In ihrer jüngsten Stellungnahme ließ sie keinen Zweifel an ihrer Haltung: „Ich stehe zu meinen Aussagen und ich nehme keine einzige dieser Aussagen zurück.” Drohungen mit einem Fraktionsausschluss, medialer Kritik oder „bürokratischen Tricks” wolle sie sich nicht beugen.

Linke unter Druck: Knicks-Regelung und Fraktionsaufnahme

Die Linke hatte sich im Vorfeld der Koalitionsgespräche eigentlich auf einen internen Verhaltenskodex gegen Antisemitismus geeinigt. Teil dieser Vereinbarung war zunächst, dass Emde nicht in die Fraktion aufgenommen werden solle. Von dieser Bedingung ist die Partei jedoch wieder abgerückt.

Nun steht die Linke vor der Frage, ob sie die angekündigten Konsequenzen tatsächlich umsetzt. Die parteiinternen Regeln sehen vor:

  • Wer öffentlich das Existenzrecht Israels infrage stellt, soll aus der Fraktion ausgeschlossen werden.
  • Antisemitische Äußerungen gelten als unvereinbar mit der Fraktionsmitgliedschaft.
  • Ein entsprechender Beschluss muss auf einem noch ausstehenden Parteitag ratifiziert werden.

Ob diese Regeln nun konsequent angewendet werden, ist nach Emdes Statement vollkommen offen.

Koalitionsverhandlungen: Schwieriger Start am Haus der Statistik

Die Gespräche finden am Haus der Statistik am Berliner Alexanderplatz statt. Auf der Tagesordnung steht neben dem Emde-Streit vor allem das Thema Vergesellschaftung von Wohnungen. Die Linke will im ersten Jahr einer möglichen Regierungsbeteiligung einen juristisch belastbaren Gesetzentwurf vorlegen, der die Enteignung großer Wohnungsbestände ermöglicht – finanziert durch Kredite, die über künftige Mieteinnahmen getilgt werden sollen.

Die SPD steht diesem Vorhaben skeptisch gegenüber, eine Einigung gilt als ungewiss.

Haushaltslücke als zusätzliche Belastung

Neben den inhaltlichen und personellen Konflikten kämpfen die Verhandlungspartner auch mit einer drohenden Haushaltslücke. Bereits jetzt wird für das Jahr 2028 ein Defizit von rund vier Milliarden Euro prognostiziert. Gleichzeitig plant die Linke umfangreiche neue Sozialleistungen, deren Finanzierung bislang ungeklärt bleibt.

Ob die Verhandlungen trotz dieser offenen Fragen zu einem erfolgreichen Abschluss führen, soll sich nach aktuellem Stand noch in diesem Monat entscheiden. Der anstehende Parteitag der Linken gilt als entscheidende Hürde: Dort müssen die Mitglieder grünes Licht für den Eintritt in Koalitionsverhandlungen geben – ein Ausgang, der angesichts des Streits um Emde alles andere als sicher ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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