VW-Krise: Werke und Arbeitsplätze in Gefahr

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Dieses Video wurde am 24.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die VW-Krise spitzt sich zu: Volkswagen-Chef Oliver Blume hat nach dem Ende der Werksferien außerordentliche Betriebsversammlungen einberufen, um der Belegschaft die Lage des Konzerns zu erläutern. Mehrere deutsche Standorte stehen zur Disposition, Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet. Kosten sollen massiv gesenkt, Überkapazitäten abgebaut werden — doch wie weit Volkswagen dabei gehen wird, ist noch offen.

Vom Weltmarktführer zum Krisenkonzern

Noch im Jahr 2020 war Volkswagen der größte Kraftfahrzeughersteller der Welt. Im Geschäftsjahr 2025 reichte es noch für Platz 2 hinter Toyota — ein Rückschritt, der den Handlungsdruck im Konzern verdeutlicht. Die operative Rendite von 3,8 Prozent wirkt auf den ersten Blick solide, reicht laut Blume auf Dauer jedoch nicht aus, um den Konzern wettbewerbsfähig zu halten.

Das Unternehmen beschäftigt allein in Deutschland rund 275.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weltweit sind es über 600.000. Diese Größe ist Teil des Problems: Blume spricht offen davon, dass VW „überdimensioniert” sei und in Europa Überkapazitäten von mehr als 500.000 Fahrzeugen pro Jahr abbauen müsse.

Welche Werke sind konkret gefährdet?

Bereits beschlossen ist das Ende der Autoproduktion an den Standorten Osnabrück und Dresden. Dort werden alternative Nutzungskonzepte geprüft. Als besonders gefährdet gelten außerdem:

  • Emden — stark abhängig von der Elektromobilitätsnachfrage
  • Zwickau — bisher reines E-Auto-Werk mit schwacher Auslastung
  • Hannover — Nutzfahrzeugstandort unter Druck
  • Neckarsulm — Audi-Standort mit unklarer Perspektive

Blume betonte in einem internen Interview, das dem Nachrichtensender WELT vorliegt: „Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er Jahre darstellen.” Gleichzeitig stellte er klar: „Eine Entscheidung über konkrete Werkschließungen ist nicht getroffen.”

Neun Betriebsversammlungen als Wendepunkt

Insgesamt neun außerordentliche Betriebsversammlungen sind angesetzt, darunter in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Dresden, Chemnitz und Kassel. Den Auftakt macht Wolfsburg, den Abschluss bildet Hannover am 31. August.

Blume fordert vom Aufsichtsrat ein eindeutiges Mandat und uneingeschränkte Handlungsfähigkeit. Werkschließungen bezeichnete er als „immer die teuerste und letzte Lösung” — schließt sie aber auch nicht kategorisch aus.

Ob der Konzern tatsächlich so weit gehen kann, ist fraglich. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte und gilt als bedeutender Großaktionär. Einer Zustimmung zu Werkschließungen oder massiven Kürzungen scheint die Landesregierung derzeit nicht geneigt — Experten halten dies für wenig wahrscheinlich.

Belegschaft und Gewerkschaft als entscheidende Faktoren

Blume appellierte an den Zusammenhalt der Belegschaft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren bereits mehrfach schmerzhafte Einschnitte hinnehmen müssen. Arbeitsmarktexperten und Gewerkschaftsvertreter betonen: Reine Sparmaßnahmen und Werkschließungen allein werden keine breite Unterstützung finden — der Konzern müsse auch Zukunftsperspektiven und Investitionen in neue Modelle und Technologien bieten.

Die kommenden drei bis vier Wochen dürften für die Zukunft von Volkswagen richtungsweisend sein. Gelingt es Blume, Belegschaft, Betriebsrat und Aufsichtsrat hinter einem tragfähigen Restrukturierungsplan zu vereinen, könnte der Konzern gestärkt aus der Krise hervorgehen. Scheitern die Verhandlungen, droht ein langer und konfliktreicher Umbau — mit weitreichenden Folgen für den deutschen Industriestandort.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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