Friday, 23. October 2026
AfD

CSU-Parteitag: Söder und das AfD-Problem

Beim CSU-Parteitag in München zeigt sich: Die Christsozialen liegen stabil bei 37 Prozent – doch der AfD-Aufstieg bedroht auch Bayern.

Redaktion · 23. October 2026, 13:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim CSU-Parteitag in München gibt sich die Partei als letzte verbliebene Volkspartei Deutschlands. Mit stabilen Umfragewerten von 36 bis 37 Prozent liegt die CSU deutlich vor ihrer Schwesterpartei CDU – doch Parteichef Markus Söder steht vor einer wachsenden Herausforderung: Die AfD gewinnt auch in Bayern massiv an Zuspruch, und die Union insgesamt sucht nach überzeugenden Antworten auf den Rechtsruck im Land.

Söders Stärke und die Schwäche der Unionsfamilie

Während die CSU in Bayern relativ stabil dasteht, kämpft die CDU bundesweit mit empfindlichen Niederlagen. In Sachsen-Anhalt musste sie Federn gegenüber der AfD lassen, in Berlin blieb am Ende die Linke vorn. Söder reagierte mit einem provokanten Vorschlag: Bundesländer, die von der AfD regiert werden, sollten keine Mittel mehr aus dem Länderfinanzausgleich erhalten.

Andere Ministerpräsidenten wiesen diesen Vorstoß scharf zurück. Der Vorschlag sei „ersichtlich rein polemisch gemeint” und im Rahmen des Rechtsstaats schlicht nicht umsetzbar, hieß es aus anderen Landesregierungen. Söder selbst glaube wohl auch nicht ernsthaft an die Durchsetzbarkeit einer solchen Maßnahme.

AfD-Aufstieg: Das Problem reicht bis nach Bayern

Besonders alarmierend für die CSU ist die Entwicklung im eigenen Freistaat. Bei der Landtagswahl 2023 kam die AfD in Bayern noch auf 14,6 Prozent. Aktuellen Umfragen zufolge wären es inzwischen rund 21,5 Prozent – ein deutlicher Sprung, den auch Söders scharfe Rhetorik nicht aufhalten konnte.

Söder selbst greift die AfD frontal an und zweifelt öffentlich an deren Kompetenz und Seriosität. Er warnt davor, Deutschland politischen Kräften zu überlassen, die er für unzuverlässig hält – und appelliert an ein Bild nationaler Souveränität und sozialer Sicherheit.

  • AfD in Bayern 2023: 14,6 Prozent
  • AfD in Bayern laut aktuellen Umfragen: rund 21,5 Prozent
  • CSU bundesweit: stabil bei 36–37 Prozent
  • CDU verlor zuletzt in Sachsen-Anhalt und Berlin an Konkurrenz

Rezept gegen den Rechtsruck: Bürgernähe statt Arroganz

Sowohl Söder als auch Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und ebenfalls als kanzlertauglich gehandelt, setzen auf ein ähnliches Rezept: mehr Bodenhaftung, mehr Zuhören, mehr Kümmern um die sogenannten „normalen Leute”. Wüst betont, dass die Politik Antworten auf die Alltagssorgen der Menschen geben müsse – besonders auf die Frage, ob man sich das Leben trotz Fleiß und Sparsamkeit noch leisten kann.

Politikbeobachter sehen die inhaltliche Richtung zwar als richtig an, mahnen aber zur Konsequenz in der Umsetzung. Die eigentliche Schwäche der politischen Mitte liege in einer wahrgenommenen Arroganz gegenüber Wählerinnen und Wählern, die zur AfD oder zu anderen Rändern abwandern. Wer Menschen mit dem Vorwurf mangelnder politischer Bildung konfrontiere, hole sie nicht zurück.

Wer erreicht die AfD-Wähler wirklich?

Die entscheidende Frage bleibt offen: Söder oder Wüst – wer schafft es, jene Menschen zurückzugewinnen, die sich derzeit bei der AfD besser aufgehoben fühlen? Beide Politiker teilen die Diagnose, unterscheiden sich aber im Stil. Söder setzt auf Sicherheit, Polizeistärkung und Technologie, Wüst auf soziale und wirtschaftliche Glaubwürdigkeit.

Ob die Union mit diesen Ansätzen den AfD-Trend brechen kann, wird sich spätestens bei den nächsten Landtagswahlen zeigen. Der CSU-Parteitag in München macht deutlich: Die Partei weiß um die Gefahr – die Antwort darauf ist aber noch nicht gefunden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →