Südbrücke B192 in Waren gesprengt
Die marode Südbrücke der B192 in Waren an der Müritz wurde kontrolliert gesprengt. 300 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Jetzt ist der Neubau frei.
Dieses Video wurde am 02.11.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
In einer dichten Staubwolke versank am Montagvormittag die marode Südbrücke der Bundesstraße 192 in Waren an der Müritz. Pünktlich um 11 Uhr detonierten die gezielten Sprengladungen und brachten die aus den 1970er Jahren stammende Betonkonstruktion kontrolliert zum Einsturz. Der Abriss markiert einen wichtigen Meilenstein: Der Weg für einen dringend benötigten Brückenneubau auf dieser zentralen Verkehrsader in Mecklenburg-Vorpommern ist nun frei.
Aufwendige Vorbereitung der Sprengung
Die Sprengung stellte Behörden und Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle logistische Aufgabe. Rund um das Bauwerk galt ein Sperrkreis von 200 Metern, innerhalb dessen keine unbeteiligten Personen verbleiben durften.
Bereits am frühen Morgen mussten rund 300 Anwohner ihre Wohnungen, Häuser sowie angrenzende Kleingartenanlagen verlassen. Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt kontrollierten das gesamte Areal lückenlos vor der Zündung.
Um eine lückenlose Überprüfung des Sperrbereichs sicherzustellen, kamen zusätzlich Drohnen zum Einsatz, die das Gebiet aus der Luft inspizierten. Erst nach der vollständigen Freigabe wurde das Sprengsignal ausgelöst.
Brücke aus den 1970er Jahren nicht mehr zu retten
Das nun beseitigte Bauwerk stammte aus den 1970er Jahren und wies nach Jahrzehnten im Betrieb einen so starken Verschleiß auf, dass eine Sanierung wirtschaftlich und technisch nicht mehr vertretbar war. Die Konstruktion galt als marode und war nicht mehr zu retten.
Die Südbrücke war nicht das erste Bauwerk dieser Art in Waren, das gesprengt werden musste. Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Die Nordbrücke der B192 war bereits im Januar 2025 erfolgreich gesprengt worden.
- Beide Brücken stammten aus derselben Bauepoche der 1970er Jahre.
- Der Sperrkreis bei der Südbrücken-Sprengung betrug 200 Meter.
- Rund 300 Anwohner mussten vorübergehend evakuiert werden.
- Drohnen sicherten die Kontrolle des Sperrbereichs aus der Luft.
Kontrollierter Einsturz auf vorbereitetes Kiesbett
Die Sprengung verlief nach Plan: Die tonnenschweren Betontrümmer stürzten gezielt auf ein eigens vorbereitetes Kiesbett, das die Wucht des Aufpralls dämpfte und unkontrollierte Erschütterungen im Umfeld minimierte.
Die dichte Staubwolke, die nach der Detonation aufstieg, war weithin sichtbar und zeugte von der Größe des abgebrochenen Bauwerks. Mit dem erfolgreichen Einsturz ist nun auch das zweite der beiden Brückenbauwerke endgültig Geschichte.
Neubau als nächster Schritt auf der B192
Mit der Beseitigung beider alter Brücken ist die Grundlage für den geplanten Neubau geschaffen. Die Bundesstraße 192 gilt als wichtige Verkehrsader in der Region und war durch den maroden Zustand der Bauwerke in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.
Der Neubau soll die Verbindung langfristig sichern und den gestiegenen Anforderungen des modernen Straßenverkehrs gerecht werden. Wann genau die Bauarbeiten für die neue Brücke beginnen und abgeschlossen sein sollen, wurde von den zuständigen Behörden bislang noch nicht öffentlich kommuniziert. Für die Anwohner in Waren an der Müritz bedeutet die gelungene Sprengung dennoch einen wichtigen Schritt in Richtung moderner und sicherer Infrastruktur.
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