Monday, 2. November 2026
Start›Innenpolitik›Angela Merkel
Angela Merkel

Merkel: Ostdeutsche und Syrer gleich deutsch

Angela Merkel setzt Ostdeutsche und eingebürgerte Syrer gleich: Für die Altkanzlerin zählt allein die Staatsangehörigkeit – kein Herkunft oder Einbürgerungsdauer.

Redaktion · 2. November 2026, 15:15 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.11.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat mit einer Aussage beim Internationalen Mendelssohnpreis in Leipzig für Aufsehen gesorgt. Bei der Preisverleihung erklärte sie, wen sie zum deutschen Volk zählt: Ihrer Überzeugung nach gehören Ostdeutsche ebenso dazu wie eingebürgerte Syrer. Entscheidend sei allein die deutsche Staatsangehörigkeit – nicht Herkunft, Geburtsort oder die Dauer der Staatszugehörigkeit. Merkel wurde an dem Abend selbst in der Kategorie Europa mit dem Mendelssohnpreis ausgezeichnet.

Merkels Verständnis vom deutschen Volk

Im Rahmen ihrer Rede in Leipzig legte Merkel ein klares Bekenntnis zu einem staatsbürgerschaftsbasierten Volksbegriff ab. Wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitze, gehöre zum deutschen Volk – unabhängig davon, ob jemand aus Sachsen stammt oder als syrischer Geflüchteter eingebürgert wurde.

Damit stellte sie beide Gruppen bewusst auf eine Stufe. Das Argument dahinter ist rechtlicher Natur: Die Staatsangehörigkeit ist das formale Band, das Menschen zu Bürgerinnen und Bürgern eines Landes macht – und nicht kulturelle oder ethnische Zugehörigkeit.

Merkel wandte sich mit dieser Position implizit gegen Sichtweisen, die zwischen „alteingesessenen” Deutschen und Eingebürgerten unterscheiden.

Kritik an populistischen Parteien

Merkel nutzte ihren Auftritt auch für eine direkte Kritik an populistischen Parteien. Diese würden Menschen nach ihrer Herkunft oder der Dauer ihrer Staatsangehörigkeit unterscheiden – eine Praxis, die sie ausdrücklich ablehnte.

Derartige Unterscheidungen stünden im Widerspruch zu einem modernen, offenen Demokratieverständnis, so die Altkanzlerin. Wer einmal eingebürgert sei, dürfe nicht als Bürger zweiter Klasse behandelt werden.

  • Populistische Parteien unterscheiden laut Merkel nach Herkunft und Einbürgerungsdauer.
  • Merkel lehnt eine solche Differenzierung als unvereinbar mit dem Rechtsstaat ab.
  • Maßstab solle allein die deutsche Staatsangehörigkeit sein.
  • Ostdeutsche und eingebürgerte Syrer stellt sie dabei ausdrücklich gleich.

Die Aussage dürfte in der politischen Debatte nicht unwidersprochen bleiben, da die Gleichsetzung beider Gruppen in Teilen der Bevölkerung und bei verschiedenen Parteien auf Widerspruch stoßen wird.

Mendelssohnpreis in Leipzig: Auszeichnung für Merkel

Die Bühne für Merkels Aussagen war die Verleihung des Internationalen Mendelssohnpreises in Leipzig – einem Preis, der an die Tradition des Komponisten und Dirigenten Felix Mendelssohn Bartholdy erinnert und Persönlichkeiten für herausragende Verdienste auszeichnet.

Merkel selbst erhielt den Preis in der Kategorie Europa. Die Auszeichnung würdigt damit ihre langjährige politische Arbeit als Bundeskanzlerin und ihr Engagement auf europäischer Ebene.

Leipzig als Veranstaltungsort hat dabei eine besondere Symbolkraft: Die Stadt in Ostdeutschland steht für die friedliche Revolution von 1989 und ist gleichzeitig Mendelssohns Geburtsort – ein Ort, der für Weltoffenheit und demokratischen Aufbruch steht.

Einordnung: Staatsbürgerschaft als Identitätsfrage

Merkels Gleichsetzung von Ostdeutschen und eingebürgerten Syrern ist keine juristische Selbstverständlichkeit, sondern eine politische Positionierung. Sie greift in eine der zentralen gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart ein: Wer gehört dazu, wer gilt als „wirklich deutsch”?

In Zeiten wachsender Skepsis gegenüber Migration und zunehmendem Nationalismus setzt Merkel ein Zeichen für ein inklusives Staatsbürgerschaftsverständnis. Ob ihre Argumentation politisch mehrheitsfähig ist, bleibt angesichts der aktuellen Stimmungslage in Deutschland fraglich. Die Debatte über Integration, Zugehörigkeit und nationale Identität dürfte durch ihre Aussagen neuen Zündstoff erhalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →