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Faschistengruß bei Thompson-Konzert in Stuttgart

Bei einem Konzert des kroatischen Sängers Thompson in Stuttgart zeigten Besucher den Ustascha-Gruß – ein Symbol des faschistischen Kriegsregimes aus dem Zweiten Weltkrieg.

Redaktion · 8. November 2026, 19:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei einem Konzert des ultranationalistischen kroatischen Sängers Thompson in Stuttgart haben Besucher Fahnen gezeigt und den sogenannten Ustascha-Gruß „Za dom spremni” – „Für die Heimat bereit” – skandiert. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die umstrittene Figur des Sängers und die Frage, wie offen faschistische Symbolik auf deutschen Bühnen toleriert werden kann.

Was der Ustascha-Gruß bedeutet

Der Ruf „Za dom spremni” war im Zweiten Weltkrieg die offizielle Grußformel der Ustascha-Bewegung, einem faschistischen Regime im damaligen unabhängigen Staat Kroatien, das eng mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbündet war. Die sogenannte Schwarze Legion des Ustascha-Regimes beging während des Krieges schwerste Verbrechen.

Das Regime gilt als eines der brutalsten Kollaborationsregime des Zweiten Weltkriegs in Europa. Seine Verbrechen sind historisch umfassend dokumentiert.

Hunderttausende Opfer des Ustascha-Regimes

Die Ustascha-Bewegung ermordete im Verlauf des Zweiten Weltkriegs systematisch Angehörige verschiedener Bevölkerungsgruppen. Zu den Opfern zählten:

  • Hunderttausende Serben
  • Jüdinnen und Juden
  • Roma und Sinti
  • Politische Gegner und Andersdenkende

Das Ausmaß der Verbrechen ist historisch belegt und wird von Gedenkstätten sowie internationalen Forschungseinrichtungen dokumentiert. Der Ustascha-Gruß ist in diesem Kontext untrennbar mit Massenmord und Völkermord verbunden.

Thompson: Kroatischer Sänger mit nationalistischem Repertoire

Der Sänger Thompson, bürgerlich Marko Perković, ist in Kroatien eine polarisierende Figur. Er wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges in den frühen 1990er-Jahren bekannt und pflegt seitdem ein stark nationalistisch geprägtes Image.

Perković selbst bezeichnet den Ustascha-Gruß nicht als faschistisches Symbol, sondern als patriotischen Ruf aus dem kroatischen Unabhängigkeitskrieg. Der Gruß taucht auch in seinen Liedtexten auf, was ihm in mehreren europäischen Ländern bereits Auftrittsverbote und scharfe Kritik eingebracht hat.

Kritiker hingegen weisen darauf hin, dass die historische Herkunft des Grußes aus dem faschistischen Ustascha-Regime nicht durch eine spätere Verwendung im Unabhängigkeitskrieg neutralisiert werden kann.

Rechtliche und politische Einordnung

Der Vorfall in Stuttgart stellt Behörden und Veranstalter vor rechtliche Fragen. In Deutschland sind das öffentliche Zeigen und Verwenden von Symbolen verfassungswidriger und nationalsozialistischer Organisationen unter Strafe gestellt. Ob der Ustascha-Gruß unter diese Verbote fällt, ist juristisch nicht abschließend geklärt und war in der Vergangenheit Gegenstand verschiedener Gerichtsverfahren.

Politisch fordert der Vorfall eine Debatte darüber, inwiefern Konzertveranstalter und Kommunen bei der Vergabe von Auftrittserlaubnissen die politische Haltung und das Repertoire von Künstlern stärker berücksichtigen sollten.

Der Stuttgarter Auftritt von Thompson dürfte nun die zuständigen Stellen beschäftigen. Angesichts ähnlicher Vorfälle bei früheren Konzerten des Sängers in anderen europäischen Städten bleibt die Frage offen, wie konsequent solche Auftritte künftig verhindert oder zumindest reguliert werden können.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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