Dieses Video wurde am 05.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt weltweit für Aufsehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung bestätigt. Professor Dr. Latus, ein deutscher Experte, der kürzlich eine Studie zum Hantavirus veröffentlicht hat, ordnet die Lage ein – und gibt Entwarnung für Deutschland, mahnt aber zur wissenschaftlichen Sorgfalt bei der Einschätzung des Ausbruchs.
Hantavirus ist nicht gleich Hantavirus: Unterschiedliche Serotypen
Ein zentraler Punkt in der Einschätzung von Professor Dr. Latus: Es gibt verschiedene Serotypen des Hantavirus, die sich erheblich in ihrer Gefährlichkeit und ihrem Krankheitsverlauf unterscheiden. Welcher Stamm genau auf dem Kreuzfahrtschiff kursiert, ist bislang nicht gesichert.
Aktuell wird vermutet, dass es sich um das Andesvirus handelt – eine Variante, bei der in Einzelfällen eine Übertragung von Mensch zu Mensch dokumentiert wurde. Diese erfolgt über engen Körperkontakt. Eine mögliche Theorie lautet, dass Reisende das Virus durch Wildtierkontakt außerhalb des Schiffes aufgenommen und es anschließend an andere Passagiere weitergegeben haben.
Trotzdem betont der Experte: „Wir stellen nur Vermutungen an. Wir wissen noch gar nicht, um welchen Serotyp es sich handelt.”
Schwere Verläufe beim Andesvirus – ganz anders als in Deutschland
Während der in Deutschland verbreitete Hantavirus-Typ vor allem durch die Rötelmaus übertragen wird und hauptsächlich akute Nierenprobleme verursacht, zeigt das auf dem Kreuzfahrtschiff vermutete Andesvirus deutlich schwerere Krankheitsverläufe.
- Herz- und Lungenbeteiligung sind typische Symptome des Andesvirus
- Betroffene benötigen häufig intensivmedizinische Behandlung
- Todesfälle wurden im Zusammenhang mit dem Ausbruch gemeldet
- Der deutsche Serotyp verursacht hingegen vor allem akutes Nierenversagen, Fieber und Rückenschmerzen
- Eine Langzeitstudie von Professor Dr. Latus zeigt, dass Infektionen mit dem deutschen Typ auch bis zu 20 Jahre nach der Erkrankung folgenlos ausheilen können
Für Menschen in Deutschland, die etwa beim Waldspaziergang in Kontakt mit infizierten Nagetieren kommen könnten, bestehe laut Experte keine Gefahr einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Behandlung: Nur symptomatische Therapie möglich
Ein spezifisches Medikament gegen das Hantavirus existiert bislang nicht. Die Behandlung erfolgt ausschließlich supportiv – das heißt, die Symptome und Organschäden werden so gut wie möglich behandelt, ohne das Virus direkt bekämpfen zu können.
Je nach Schwere der Erkrankung kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:
- Bei Nierenversagen: Dialyse als Nierenersatztherapie
- Bei Herzkreislaufproblemen: Beatmungsmaschinen und intensivmedizinische Überwachung
- Allgemeine Stabilisierung des Patienten bis zur Erholung
Solange kein antivirales Medikament zugelassen ist, bleibt die frühzeitige Erkennung und konsequente symptomatische Behandlung entscheidend für den Krankheitsverlauf.
Keine Pandemiegefahr – aber Aufklärung bleibt wichtig
Die Frage, ob der Ausbruch zu einer Epidemie oder Pandemie führen könnte, beantwortet Professor Dr. Latus klar mit Nein. Auf dem Kreuzfahrtschiff wurden bereits Isolationsmaßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Für die Bevölkerung in Deutschland gelte weiterhin: Der heimische Hantavirus-Typ ist zwar nicht zu unterschätzen – Betroffene müssen oft ins Krankenhaus und leiden unter starkem Krankheitsgefühl –, hinterlässt aber in der Regel keine dauerhaften Schäden. Experten raten dazu, unnötige Panik zu vermeiden und die weitere Identifikation des Serotyps auf dem Schiff abzuwarten, bevor weitreichende Schlüsse gezogen werden.
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