Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die AfD erreicht in aktuellen Umfragen neue Höchstwerte – und laut Weltredakteurin Fatina Kailani wird ihr erstmals auch konkrete Regierungskompetenz zugeschrieben. Das sei ein bislang einmaliger Befund, der zeige, wie tief das Vertrauen in die amtierende Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz bereits gesunken ist. Kailani fordert deshalb ein grundsätzliches Umdenken: Die sogenannte Brandmauer gegenüber der AfD sei nicht nur wirkungslos, sondern demokratisch problematisch.
Bundesregierung: Bilanz nach wenigen Monaten enttäuschend
Die ersten Monate der schwarz-roten Koalition haben nach Ansicht von Kailani kaum Ergebnisse geliefert. Weder ein „Sommer der Veränderung” noch ein „Herbst der Reformen” sei eingetreten – stattdessen prägten politischer Stillstand, interne Streitigkeiten und wachsendes Misstrauen innerhalb der Koalition das Bild.
Zwar verweisen Regierungsvertreter auf einzelne Fortschritte – darunter Schritte in der Gesundheitsreform und Maßnahmen in der Migrationspolitik. Doch Kailani wertet diese als unzureichend:
- Die ursprünglich weitreichende Gesundheitsreform von Gesundheitsminister Lauterbach wurde im Koalitionsprozess erheblich verwässert.
- Die viel beschworene „Migrationswende” schlage sich kaum in konkreten Zahlen nieder.
- Von einer strategischen Führung durch den Kanzler sei wenig zu spüren.
Merz mache von seiner Richtlinienkompetenz kaum Gebrauch – ein Versäumnis, das in der aktuellen politischen Lage besonders schwer wiege.
SPD als Koalitionspartner: Falscher Partner zur falschen Zeit?
Ein zentrales Argument Kailanis richtet sich gegen die Konstellation der Großen Koalition selbst. Die SPD sei der falsche Koalitionspartner für eine entschlossene Reformpolitik – sie gehöre in die Opposition.
Merz stehe politisch mit dem Rücken zur Wand: Rechts dränge die erstarkende AfD, links fehle es an verlässlichen Partnern jenseits der SPD. Die Regierung stelle diese Lage als alternativlos dar – eine Einschätzung, die Kailani klar zurückweist. Das strukturelle Problem sei nicht die fehlende Mehrheit, sondern der Mangel an politischer Führungsstärke.
AfD in Umfragen: Erstmals auch Kompetenz zugeschrieben
Besonders bemerkenswert ist ein neuer Befund aus aktuellen Meinungsumfragen: Der AfD wird inzwischen von einem wachsenden Teil der Bevölkerung auch Regierungskompetenz zugetraut. Das sei, so Kailani, ein historisch neues Phänomen – die Partei habe diese Kompetenz bislang schlicht noch nicht unter Beweis stellen können, weil sie nie regiert habe.
Dennoch steigen ihre Zustimmungswerte kontinuierlich. Kailani sieht darin eine direkte Folge der Brandmauer-Politik:
- Rund ein Fünftel aller Wählerinnen und Wähler unterstützt derzeit die AfD.
- Deren Stimmen werden durch die Brandmauer politisch ignoriert.
- Das Ergebnis ist nicht Schwächung, sondern weiteres Wachstum der Partei.
Brandmauer: Demokratisch problematisch und wirkungslos
Kailanis Kernthese ist eindeutig: Die Brandmauer gegenüber der AfD ist aus ihrer Sicht undemokratisch und muss fallen. Es sei nicht mit demokratischen Grundsätzen vereinbar, die Stimmen eines Fünftels der Wählerschaft dauerhaft zu ignorieren.
Zudem zeige die politische Realität, dass die Strategie nicht aufgehe. Die AfD werde durch die Ausgrenzung nicht geschwächt, sondern gestärkt. Solange die etablierten Parteien keine überzeugenden Antworten auf die Sorgen dieser Wählerinnen und Wähler lieferten, werde der Trend anhalten.
Ob die Bundesregierung ihre Strategie grundlegend ändern wird, bleibt offen. Die aktuellen Umfragewerte und die anhaltende Debatte über den Kurs der Koalition dürften den Druck auf Friedrich Merz in den kommenden Wochen weiter erhöhen.
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