Dieses Video wurde am 07.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen Iran und den USA hat am Mittwoch die Ölmärkte bewegt: Nach einem Bericht der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Al-Arabia über eine mögliche Einigung soll die US-Blockade gegen den Iran gelockert werden – im Gegenzug für eine schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der Bericht konnte zunächst nicht unabhängig verifiziert werden, löste aber eine deutliche Marktreaktion aus. Der Ölpreis rutschte daraufhin unter die Marke von 99 US-Dollar und verzeichnete ein Minus von rund 2,3 Prozent.
Straße von Hormus im Fokus der Energiemärkte
Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Öltransports. Jede Störung oder Blockade der Route hat unmittelbare Folgen für die weltweite Energieversorgung und die Preise an den Rohstoffmärkten.
Die Aussicht auf eine schrittweise Öffnung der Route nährte an den Börsen die Erwartung einer verbesserten Versorgungslage. Der DAX konnte von der Entspannung jedoch nur kurzzeitig profitieren: Nach einer positiven Eröffnung drehte der deutsche Leitindex leicht ins Minus und notierte zuletzt mit einem Abschlag von rund 0,07 Prozent.
Spritpreise belasten Arbeitnehmer weniger als erwartet
Trotz Rekordpreisen an den Zapfsäulen infolge des Irankriegs ist die finanzielle Belastung für deutsche Beschäftigte laut dem Münchner ifo Institut nicht außergewöhnlich hoch. Im April musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer für einen Liter Kraftstoff rund fünf Minuten arbeiten.
Zum Vergleich: In den vergangenen 35 Jahren schwankte dieser Wert zwischen drei und sechs Minuten. Die wichtigsten Erkenntnisse der Wirtschaftsforscher im Überblick:
- Durchschnittliche Arbeitszeit pro Liter Kraftstoff im April 2026: ca. 5 Minuten
- Historische Spanne der letzten 35 Jahre: 3 bis 6 Minuten
- Steigende Löhne der vergangenen Jahrzehnte dämpfen den Effekt hoher Spritpreise ab
- Die aktuelle Belastung liegt damit im langjährigen Normalbereich
Die kontinuierlich gestiegenen Löhne seien der entscheidende Faktor, der den starken Anstieg der Energiepreise abfedere, so die Forscher.
Siemens Healthineers senkt Jahresprognose wegen China-Problemen
Siemens Healthineers hat seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr gekappt. Hauptgrund ist das schwache Geschäft im chinesischen Diagnostikmarkt. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis nur noch um 4,5 bis 5 Prozent wachsen – statt der bisher angestrebten 5 bis 6 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird nun auf maximal 2,30 Euro beziffert, nachdem zuvor eine Spanne von 2,20 bis 2,40 Euro in Aussicht gestellt worden war.
Finanzvorstand Jochen Schmitz erklärte, China senke über eine mengenbasierte Beschaffung das Preisniveau erheblich und habe zugleich die Erstattungsmöglichkeiten für bestimmte diagnostische Tests deutlich reduziert. Beide Effekte belasteten Wachstum und Profitabilität. Das Ausmaß sei deutlich größer als ursprünglich angenommen. Mittelfristig erwartet der Konzern eine Stabilisierung auf einem neuen Niveau mit anschließendem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Aktie verlor in der Reaktion rund 4,7 Prozent.
Henkel und Vonovia mit gemischten Quartalsergebnissen
Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Quartal trotz schwacher Verbraucherstimmung ein organisches Umsatzwachstum erzielt und die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen. Der Umsatz stieg auf rund 5 Milliarden Euro. Die Aktie legte daraufhin um rund 4 Prozent zu und war damit größter Gewinner im DAX.
Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia steigerte unter seinem neuen Chef Luka Mutic das operative Ergebnis im ersten Quartal um 1,4 Prozent. Die Mieten legten organisch um 4 Prozent zu. Allerdings belasten höhere Finanzierungskosten infolge der geopolitischen Lage den stark verschuldeten Konzern. Für 2026 hält Vonovia an seiner Prognose eines bereinigten operativen Gewinns von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro fest. Die Aktie notierte zuletzt mit einem Minus von rund 1,35 Prozent.
Die aktuellen Marktereignisse verdeutlichen: Geopolitische Entwicklungen rund um den Irankonflikt und die Straße von Hormus bleiben ein zentraler Unsicherheitsfaktor für Energiepreise, Unternehmenskosten und die Stimmung an den europäischen Börsen. Ob die berichtete Einigung Bestand hat, dürfte die Märkte in den kommenden Tagen weiter beschäftigen.
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