Dieses Video wurde am 08.05.2026 von DW auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die AfD ist laut aktuellen Umfragen erstmals zur stärksten Partei in Deutschland aufgestiegen. Zwei neue Erhebungen sehen die rechtspopulistische Partei bei 27 Prozent – vor dem Unionsbündnis von Kanzler Friedrich Merz mit 24 Prozent. SPD und Grüne folgen mit deutlichem Abstand bei 12 bzw. 15 Prozent. Die Zahlen fallen in eine Zeit, in der die Bundesregierung nach ihrem ersten Amtsjahr mit historisch niedrigen Zustimmungswerten kämpft – ein alarmierendes Signal für die politische Stabilität Deutschlands.
Schlechteste Beliebtheitswerte einer Regierung seit Jahrzehnten
Die Große Koalition aus CDU und SPD verzeichnet nach ihrem ersten Regierungsjahr die schwächsten Beliebtheitswerte einer deutschen Bundesregierung seit 1997. Kanzler Merz räumte in einem ZDF-Interview offen ein: „Wir bleiben hinter den Erwartungen zurück, auch hinter den Maßstäben, die wir uns selbst gesetzt haben.”
Er verteidigte das langsame Reformtempo mit dem Bild eines schweren Schiffes, das nicht wie ein Schnellboot in wenigen Tagen wenden könne. Diese Aussage spiegelt eine grundlegende Spannung wider: Die Bevölkerung erwartet schnelle Ergebnisse, während die Regierung auf strukturelle Prozesse verweist.
Politische Beobachter sehen neben Merz’ öffentlichem Auftreten – er gilt vielen als unnahbar und nicht volksnah – vor allem die mangelnde Koalitionsdisziplin als Hauptproblem. Ständige interne Streitigkeiten und öffentliche Querelen zwischen den Koalitionspartnern verstärken den Eindruck einer handlungsunfähigen Regierung.
Wirtschaftskrise als zentrales Versagen der Koalition
Ein zentrales Wahlversprechen von Merz war die wirtschaftliche Erholung Deutschlands. Doch das Bruttoinlandsprodukt wächst weiterhin kaum – für 2025 wird ein Wachstum von deutlich unter einem Prozent erwartet. Die Regierung setzt auf Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung und den Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen.
Diese Maßnahmen wirken jedoch nicht kurzfristig. Hinzu kommen externe Belastungen:
- US-Importzölle, die den deutschen Export belasten
- Starke Konkurrenz aus China für die heimische Industrie
- Die wirtschaftlichen Folgewirkungen des Krieges in der Ukraine
- Hohe Energiekosten und strukturelle Schwäche der Industrie
Viele Bürgerinnen und Bürger warten vergeblich auf spürbare Verbesserungen in ihrem Alltag – ein Nährboden für politischen Frust und Proteststimmung.
Warum die AfD so stark zulegt
Die Gründe für den Aufstieg der AfD sind vielschichtig. Neben der wirtschaftlichen Unzufriedenheit spielt das Thema Migration eine zentrale Rolle. Dabei hat die Regierung hier durchaus gehandelt: Die Grenzkontrollen wurden verschärft und erstmals werden wieder signifikante Zahlen von Personen in Länder wie Afghanistan abgeschoben.
Dennoch profitiert die AfD von einem tiefen Vertrauensverlust gegenüber etablierten Institutionen. Wählerinnen und Wähler, die das Gefühl haben, dass die politische Mitte keine Lösungen liefert, wenden sich zunehmend der AfD zu – auch wenn sie deren radikale Positionen nicht vollständig teilen.
Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in Ostdeutschland. Laut aktuellen Umfragen könnte die AfD im östlichen Bundesland Sachsen-Anhalt bei der Landtagswahl im September 2025 erstmals eine absolute Mehrheit erzielen. Das wäre ein politisches Erdbeben: Erstmals würde eine rechtspopulistische Partei ein deutsches Bundesland allein regieren und damit auch im Bundesrat an Einfluss gewinnen.
Ausblick: Kann Merz die Trendwende schaffen?
Die politische Zukunft von Bundeskanzler Merz hängt maßgeblich davon ab, ob es ihm gelingt, die Koalition zu stabilisieren und ein schlüssiges wirtschaftspolitisches Narrativ zu entwickeln. Fragen nach einer möglichen Nachfolge im Kanzleramt kursieren bereits in deutschen Medien.
Gelingt es der Regierung, geschlossener aufzutreten, die Kommunikation zu verbessern und greifbare wirtschaftliche Fortschritte zu erzielen, könnte sich die Lage noch verändern. Bleibt der Stillstand bestehen, dürfte die AfD ihren Höhenflug fortsetzen – mit weitreichenden Konsequenzen für die politische Landschaft Deutschlands.
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