AfD-Umfragewerte: Regierungsstreit als Treiber?

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Dieses Video wurde am 09.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die AfD-Umfragewerte erreichen neue Höchststände – in Sachsen-Anhalt liegt die Partei inzwischen bei 41 Prozent. Eine aktuelle Civey-Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Deutschen macht sich darüber Sorgen und sieht einen klaren Zusammenhang mit dem anhaltenden Streit innerhalb der Bundesregierung. Die Ergebnisse werfen grundlegende Fragen über Politikverdrossenheit, Proteststimmen und die inhaltliche Anziehungskraft der AfD auf.

Jeder zweite Deutsche besorgt über AfD-Stärke in Sachsen-Anhalt

Der Umfragewert von 41 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt lässt einen großen Teil der Bevölkerung nicht kalt. Laut der Civey-Erhebung geben 50 Prozent der Befragten an, besorgt über diese Entwicklung zu sein. Acht Prozent zeigen sich unentschieden, während 42 Prozent erklären, keine Bedenken zu haben.

Diese 42 Prozent lassen sich unterschiedlich interpretieren: Ein Teil der Befragten dürfte der AfD gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt sein. Ein anderer Teil hat die Entwicklung möglicherweise bereits seit Längerem erwartet und empfindet sie daher nicht als überraschend. Die Zahlen verdeutlichen dennoch, dass die gesellschaftliche Spaltung in der Bewertung des Erstarkens der AfD erheblich ist.

Drei von vier Deutschen sehen Regierungsstreit als Ursache

Ein zentrales Ergebnis der Civey-Befragung betrifft den wahrgenommenen Zusammenhang zwischen der Performance der Bundesregierung und den hohen Zustimmungswerten der AfD. 75 Prozent der Befragten – also drei von vier – sind der Meinung, dass die Streitigkeiten und das Scheitern von Reformvorhaben auf Bundesebene einen großen Einfluss auf das Abschneiden der AfD in Umfragen haben.

  • Neun Prozent zeigen sich unentschieden.
  • 16 Prozent sagen, der Einfluss der Regierungspolitik sei eher gering – sie vermuten, dass die AfD vorwiegend wegen ihrer Inhalte gewählt wird.
  • 75 Prozent sehen dagegen einen direkten Zusammenhang zwischen schlechter Regierungsarbeit und dem Erstarken der AfD.

Civey-Geschäftsführerin Janina Mütze betont, dass die AfD früher vor allem als Protestpartei wahrgenommen wurde. Inzwischen zeige sich jedoch zunehmend, dass ein Teil der Wählerschaft die Partei auch wegen ihrer programmatischen Positionen wählt.

Selbstkritik bei Union- und SPD-Wählern besonders ausgeprägt

Bemerkenswert ist die Selbstkritik unter den Wählern der Regierungsparteien. Bei der Frage, ob die schlechte Performance der Bundesregierung maßgeblich zur AfD-Stärke beiträgt, zeigen sich folgende Ergebnisse:

  • Unionswähler stimmen zu 83 Prozent zu, dass das Regierungshandeln großen Einfluss hat.
  • SPD-Wähler sehen das zu 80 Prozent ähnlich.
  • AfD-Wähler hingegen messen der Regierungsschwäche weniger Bedeutung bei – sie sind stärker überzeugt, dass ihre Partei wegen inhaltlicher Überzeugungen gewählt wird.

Diese Zahlen offenbaren ein erhebliches Maß an Selbstkritik innerhalb der eigenen Wählerschaft von CDU/CSU und SPD – ein seltenes Signal in der politischen Meinungsforschung.

Hanta-Virus: Deutsche noch weitgehend entspannt

Ein zweites Thema der Civey-Wochenumfrage betrifft den Hanta-Virus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Südatlantik. Hier zeigt sich die Bevölkerung bislang wenig beunruhigt: 57 Prozent machen sich keine Sorgen, dass das Virus zur Gesundheitsgefahr in Deutschland werden könnte. Rund 25 Prozent sehen hingegen ein potenzielles Risiko, 18 Prozent sind unentschieden.

Beim Thema Aufklärung sprechen sich jedoch 59 Prozent dafür aus, die Bevölkerung stärker über den Virus zu informieren – auch wenn die persönliche Betroffenheit gering ist. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei älteren Menschen ab 65 Jahren, von denen 68 Prozent mehr Aufklärung befürworten. Bei Jüngeren liegt der Anteil bei rund 25 Prozent.

Die Civey-Daten dieser Woche zeichnen insgesamt ein klares Bild: Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung ist stark erschüttert – und ein Großteil der Bevölkerung zieht daraus direkte Schlüsse für den Aufstieg der AfD. Ob die Regierungsparteien auf diese Warnsignale reagieren können, dürfte die politische Stimmung in Deutschland in den kommenden Monaten entscheidend prägen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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