US-Staatsanleihen: Renditen belasten Wall Street

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die steigenden Renditen langlaufender US-Staatsanleihen rücken zunehmend in den Fokus der Finanzmärkte und belasten die Aktienkurse an der Wall Street spürbar. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries notierte zuletzt bei 4,74 Prozent – ein Niveau, das in den vergangenen Monaten regelmäßig für Kursrückgänge am Aktienmarkt gesorgt hat. Noch dramatischer ist die Lage bei den 30-jährigen Anleihen: Diese erreichten den höchsten Stand seit 19 Jahren. Gleichzeitig trüben geopolitische Risiken, schwächelnde Konsumausgaben und Sorgen um die explodierte US-Staatsverschuldung das Bild.

Warum die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen steigen

Mehrere Faktoren treiben die Renditen nach oben. Die US-Staatsverschuldung nähert sich rasant der Marke von 40 Billionen Dollar – bis Ende August soll diese Schwelle überschritten sein. Prognosen zufolge könnte die Gesamtverschuldung bis Sommer 2029 auf 50 Billionen Dollar anwachsen, unter anderem weil ein Großteil der angekündigten Zölle zurückgenommen werden musste, was die Haushaltslage weiter verschärft.

Hinzu kommt wachsender Wettbewerb am Anleihemarkt: Unternehmensanleihen wurden im August den dritten Monat in Folge auf Rekordniveau platziert. Anleihemanager verschieben ihre Allokation zunehmend in Richtung Unternehmensanleihen – zum Nachteil von Staatspapieren. Auch Japan, das rund 1,2 Billionen Dollar in US-Staatsanleihen hält, steht unter Druck, den Yen zu verteidigen. Ein möglicher Verkauf dieser Bestände würde die Renditen zusätzlich nach oben treiben.

Geopolitik und Ölpreise heizen die Unsicherheit an

Neben dem Renditeanstieg belasten geopolitische Spannungen die Märkte. Die Lage im Nahen Osten hat sich festgefahren: Berichten zufolge plant der Iran, die Konfrontation mit den USA weiter auszuweiten, während die Huthi-Milizen im Jemen ihre Angriffe im Roten Meer intensivieren wollen.

  • Ölpreise stiegen zuletzt um rund 1 Prozent infolge der Spannungen im Nahen Osten
  • Steigende Benzinpreise befeuern die ohnehin hartnäckige Inflation
  • Trumps Zustimmungswerte sanken laut Reuters auf nur noch 33 Prozent – ein Rekordtief in seiner zweiten Amtszeit
  • Die Aussichten der Republikaner für die bevorstehenden Zwischenwahlen verschlechtern sich zunehmend

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, steigenden Energiepreisen und politischem Gegenwind schafft ein schwieriges Umfeld für risikoreichere Anlageklassen.

Konsum kühlt ab – Einzelhandel sendet gemischte Signale

Die Konjunkturdaten bestätigen eine nachlassende Konsumlaune: Schwache Einzelhandelsumsätze im Juli, ein eingebrochenes Verbrauchervertrauen im August sowie ein angespannter Arbeitsmarkt deuten auf eine Abkühlung hin. Die ersten Quartalsergebnisse aus dem Konsumgüterbereich liefern ein gemischtes Bild.

Home Depot übertraf zwar auf den ersten Blick die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn je Aktie, ließ die Jahresprognose aber unverändert – obwohl das abgelaufene Quartal besser lief als erwartet und Zollrückerstattungen als Rückenwind galten. Das Management signalisiert damit Zurückhaltung für das laufende dritte Quartal.

Amer Sports (u. a. Marke Wilson) konnte dagegen glänzen: Der Umsatz stieg um beeindruckende 30 Prozent auf konstanter Währungsbasis – deutlich über den erwarteten 20 Prozent. Dennoch: Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie von nur 32 Cent, die Wall Street hatte 38 Cent erwartet. Die operativen Margen enttäuschen.

Tech-Sektor unter Druck: Klarna, Nvidia und Baidu im Fokus

Auch im Technologiebereich war die Stimmung gedrückt. Der Zahlungsdienstleister Klarna verlor rund 20 Prozent an der Wall Street, obwohl Umsatz und operatives Einkommen die Erwartungen übertrafen – schwache Nutzerzahlen und ein enttäuschender Ausblick für das dritte Quartal belasteten den Kurs.

Das chinesische KI-Unternehmen Baidu wurde mit einem Minus von fast 10 Prozent abgestraft: Der Gewinn je Aktie lag bei 7,22 Renminbi, erwartet waren 9,75 Renminbi. Auch Fabrinet verlor rund 12 Prozent, obwohl Ertrag, Umsatz und Margen über den Schätzungen lagen – lediglich das Segment Datacom Sales verfehlte die Erwartungen um rund 13 Millionen Dollar. JP Morgan hob das Kursziel dennoch auf 695 Dollar, Barclays sogar auf 739 Dollar.

Für Nvidia äußert sich die Bank of America optimistisch und stuft die Aktie mit einem Kursziel von 350 Dollar zum Kauf ein, bevor am 26. August Quartalszahlen erwartet werden. Zuletzt notierte die Aktie jedoch rund 2,4 Prozent im Minus bei etwa 220 Dollar.

Positiv fiel der KI-Anbieter Anthropic auf: Das Unternehmen meldete im Juli annualisierte Umsätze von rund 5 Milliarden Dollar – siebenmal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Abschließend zeigt der aktuelle Fondsmanager-Survey der Bank of America die dritthöchste Bullen-Quote seit 2022. Die Cash-Quoten in Fonds liegen unter 3,5 Prozent – ein klassisches Kontraindikator-Niveau. 72 Prozent der befragten Manager erwarten vor den US-Zwischenwahlen keine Zinserhöhung. Ob steigende Anleiherenditen und abkühlender Konsum die Märkte nachhaltig belasten oder die Notenbank zum Gegensteuern zwingen, bleibt die zentrale Frage der kommenden Wochen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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