Friday, 2. October 2026
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Flydubai-Attentat: Islamist wollte Flugzeug in den Boden rammen

Nach dem Flydubai-Attentat auf dem Flug nach Tel Aviv analysiert Terrorismusexperte Schindler die islamistische Motivation und die gefährliche Angriffsmethode.

Redaktion · 2. October 2026, 20:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das Flydubai-Attentat auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv wirft weiterhin schwerwiegende Fragen auf. Nach aktuellem Erkenntnisstand war der Täter, der aus dem Oman stammt, islamistisch motiviert und versuchte offenbar, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Terrorismusexperte Hans Jakob Schindler ordnet die Tat ein und erklärt, was die Flugdaten über den geplanten Tathergang verraten – und welche Netzwerke hinter dem Anschlag stecken könnten.

Islamistische Motivation bestätigt – Netzwerkfrage offen

Zu Beginn der Ermittlungen war unklar, ob es sich um einen Fall ähnlich dem Germanwings-Absturz 2015 handelte – also einen suizidal motivierten Piloten – oder um einen islamistischen Anschlag. Diese Unklarheit ist inzwischen ausgeräumt: Der Täter war islamistisch orientiert.

Die Nationalität des Täters – er soll aus dem Oman stammen – gilt laut Schindler als nachrangig, da er als Mitarbeiter von Flydubai in Dubai lebte und arbeitete. Entscheidend sei vielmehr die persönliche Radikalisierung sowie seine digitalen und persönlichen Kontakte. Die zentrale Frage lautet nun: Gehörte er einem Terrornetzwerk an?

Als mögliche Hintermänner kommen laut Schindler mehrere Akteure infrage:

  • Ein Hamas-Sympathisantennetzwerk
  • Das Netzwerk der Hisbollah
  • Der iranische Islamische Revolutionsgarden
  • Al-Qaida oder der Islamische Staat (IS)

Die Auswertung seiner Kontakte in Dubai sowie seiner Online-Aktivitäten sei daher von absoluter Priorität für die laufenden Ermittlungen.

Sturzflug über Jordanien: Flugzeug als Waffe

Die Analyse der Flugdaten zeichnet ein erschreckendes Bild des geplanten Tatablaufs. Das Flugzeug verlor innerhalb von nur 30 Sekunden rund 13.000 Fuß Höhe – ein klassischer Sturzflug, kein kontrolliertes Absenken. Als sich das Flugzeug bereits über jordanischem Gebiet befand, versuchte der Täter offenbar, die Maschine in den Boden zu rammen.

Die extremen Fliehkräfte während des Sturzflugs sorgten demnach dafür, dass Teile des Leitwerks abbrachen. Ob der Täter ein konkretes Bodenziel ansteuerte, ist fraglich – die Dynamik des Absturzes war schlicht zu gewaltsam und unkontrolliert für ein gezieltes Manöver.

Die Nutzung eines Flugzeugs als Waffe erinnert an die Anschläge vom 11. September 2001, die im islamistisch-extremistischen Milieu bis heute als Vorbild gelten. Schindler betont, dass alle großen Terrornetzwerke in der Vergangenheit Anschläge mit oder auf Flugzeuge versucht oder durchgeführt haben.

Sicherheitslücken in der Luftfahrt – Crew unter Verdacht

Der Fall legt strukturelle Schwachstellen in der Luftfahrtsicherheit offen. Seit den Anschlägen von 2001 wurden zwar umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere eingeführt, doch für Crewmitglieder gelten deutlich weniger strikte Kontrollen. Ihnen wird ein höheres Maß an Vertrauen entgegengebracht – ein Umstand, den Angreifer gezielt ausnutzen können.

Schindler sieht hier klaren Nachbesserungsbedarf: Die bestehenden Sicherheitsvorschriften für Kabinen- und Cockpitpersonal müssten überprüft und gegebenenfalls verschärft werden.

Russische Sabotage in Europa: GRU und hybride Kriegsführung

Neben dem Flydubai-Fall beleuchtete Schindler auch eine zweite sicherheitspolitische Bedrohung: Recherchen der Welt am Sonntag und des britischen Telegraph legen nahe, dass der russische Militärgeheimdienst GRU hinter einer Serie von Sabotageakten in Europa steckt – darunter ein Vorfall am Flughafen Leipzig.

Schindler wertet dies als Teil einer gezielten hybriden Kriegsführung Russlands gegen Europa und die NATO. Moskau leugne zwar die Beteiligung an konkreten Einzelanschlägen, signalisiere aber offen Aggressionsbereitschaft. Außenminister Lawrow und Medwedew hätten wiederholt erklärt, Russland werde seine aggressive Haltung in Europa noch verstärken.

Für die Abwehr dieser Bedrohung fordert Schindler:

  • Reform des Luftsicherheitsgesetzes
  • Modernisierung von BfV und BND
  • Stärkung des Bundespolizeigesetzes
  • Engere Geheimdienstkooperation auf europäischer Ebene

Russland betrachte ganz Europa als einheitliches Operationsgebiet – entsprechend müssten die europäischen Nachrichtendienste Erkenntnisse vorbehaltlos miteinander teilen. Handlungsbedarf besteht nach Einschätzung des Experten sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene – dringender denn je.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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