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Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat das US-Verteidigungsministerium eine feierliche Gedenkzeremonie im Pentagon abgehalten. Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth, die frühere Außenministerin Condoleezza Rice und General Dan Kaine, Vorsitzender der Vereinigten Generalstäbe, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt stand das Gedenken an die 184 Menschen, die beim Einschlag von American Airlines Flug 77 in das Pentagon um 9:37 Uhr ums Leben kamen.
Die Namen der Opfer – ein stilles Gedenken
Zu Beginn der Zeremonie wurden die Namen aller 184 Todesopfer des Pentagon-Anschlags einzeln verlesen. Unter den Getöteten waren Soldatinnen und Soldaten aller Teilstreitkräfte, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums sowie die Passagiere und die Besatzung des entführten Flugzeugs. Die Verlesung der Namen dauerte mehrere Minuten und unterstrich die persönliche Dimension der Tragödie.
An die Zeremonie schlossen sich das Abspielen der Nationalhymne durch die United States Marine Band sowie eine Andacht an, die Militärseelsorger beider Teilstreitkräfte hielten. Eine große amerikanische Flagge, erstmals seit 2001 wieder öffentlich gezeigt, wurde seitlich am Gebäude entfaltet.
Reden zum Gedenken: Mut, Trauer und Entschlossenheit
General Kaine betonte in seiner Ansprache, dass der 11. September nicht nur ein Tag des Verlustes, sondern auch ein Tag des außergewöhnlichen amerikanischen Mutes gewesen sei. Er erinnerte an die 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder von United Airlines Flug 93, die in Shanksville, Pennsylvania, ihr Leben ließen, um einen weiteren Anschlag auf die Hauptstadt zu verhindern.
Condoleezza Rice schilderte eindringlich ihre persönlichen Erinnerungen an den Morgen des Anschlags. Sie beschrieb, wie sie sich im Weißen Haus befand, als die Nachricht vom ersten Einschlag eintraf, und wie sie danach in einem Bunker den weiteren Verlauf der Ereignisse verfolgte. Rice sagte:
- Innerhalb von 17 Minuten nach dem ersten Einschlag traf ein zweites Flugzeug den World Trade Center Südturm.
- Verteidigungsminister Rumsfeld half nach dem Einschlag am Pentagon persönlich, Verletzte in Sicherheit zu bringen.
- Die NATO rief erstmals in ihrer Geschichte den Bündnisfall nach Artikel 5 aus.
- Kanadische Bürgerinnen und Bürger nahmen gestrandete Reisende tagelang in ihren Häusern auf.
- Aus aller Welt gab es Zeichen der Solidarität mit den USA.
Rice schloss mit einem persönlichen Bekenntnis: Sie trage bis heute Verantwortungsgefühl dafür, dass der Angriff nicht verhindert werden konnte, und sei zugleich dankbar, dass kein weiterer Anschlag dieser Dimension folgte.
Trump würdigt Helden und mahnt zur Wachsamkeit
Präsident Trump erinnerte in seiner Rede an konkrete Schicksale von Opfern und Hinterbliebenen und machte die abstrakte Zahl von fast 3.000 Todesopfern auf diese Weise greifbar. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er der Familie von Captain Timothy Stackpole, einem New Yorker Feuerwehrmann, der am 11. September beim Einsatz im Südturm des World Trade Centers ums Leben kam. Dessen Frau Tara und die fünf Kinder des Paares waren bei der Zeremonie anwesend.
Trump betonte, dass Amerika 25 Jahre nach den Anschlägen stärker denn je sei. Zugleich bekräftigte er die Entschlossenheit seiner Regierung, den Iran dauerhaft am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, und verwies auf laufende militärische und wirtschaftliche Druckmaßnahmen gegen Teheran.
Ausblick: Erinnerung als Auftrag für künftige Generationen
Verteidigungsminister Pete Hegseth rief dazu auf, die Erinnerung an den 11. September an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, die die Anschläge nicht mehr selbst erlebt haben. Er bezeichnete den anhaltenden Kampf gegen den islamistischen Terrorismus als historische Daueraufgabe und erklärte, dass die USA weiterhin aktiv gegen terroristische Bedrohungen vorgehen würden.
Die Gedenkfeier schloss mit einer Benedikation durch Militärseelsorger sowie dem gemeinsamen Gesang von „America the Beautiful”. Das Pentagon blieb im Anschluss an die Zeremonie für Besucher geöffnet. Die Veranstaltung steht in einer Reihe jährlicher Gedenkfeiern, die seit 2001 an allen drei Anschlagsorten – New York, Washington und Shanksville – stattfinden und das kollektive Versprechen erneuern: Never Forget.
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