Sunday, 20. September 2026
StartInnenpolitikBundeskanzler
Bundeskanzler

Friedrich Merz: Vom Wahlsieger zum unbeliebtesten Kanzler

Friedrich Merz feierte den Wahlsieg 2025 euphorisch – doch heute sind 88 % der Deutschen unzufrieden mit ihm. Was lief schief?

Redaktion · 20. September 2026, 17:23 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Als Friedrich Merz im Februar 2025 den Bundestagswahlsieg feierte, schien er endlich am Ziel angekommen zu sein – nach jahrzehntelangen Machtkämpfen innerhalb der CDU. Doch der Start als Friedrich Merz Kanzler verlief holprig, und die ersten Monate im Amt haben seine Beliebtheitswerte auf ein historisches Tief gedrückt. Heute sind 88 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden – ein Negativrekord seit Beginn der Forsa-Umfragen.

Stolperstart: Erster Kanzler, der im ersten Wahlgang scheiterte

Merz schrieb gleich zu Beginn seiner Amtszeit Geschichte – allerdings keine ruhmreiche. Als erster Kanzlerkandidat der Bundesrepublik scheiterte er im ersten Wahlgang des Bundestags. Offenbar verweigerten ihm Abgeordnete aus der eigenen Koalition die Stimme – ein klarer Denkzettel aus den eigenen Reihen.

Erst im zweiten Durchgang erhielt Merz die nötige Mehrheit und nahm die Wahl an. Der symbolische Makel blieb: Der neue Kanzler war geschwächt, bevor er überhaupt seinen Amtseid geleistet hatte.

Sondervermögen und Reformkurs: Ehrgeizige Versprechen, harte Einschnitte

Merz startete mit einem ambitionierten Programm. Noch vor seinem Amtsantritt brachte er gemeinsam mit Union und SPD ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro auf den Weg – finanziert über neue Schulden. Für Anhänger strikter Haushaltsdisziplin war das ein schwer zu schluckender Bruch mit dem eigenen Markenkern.

Gleichzeitig kündigte er weitreichende Reformen an:

  • Abschaffung des Bürgergeldsystems zugunsten eines Leistungsprinzips
  • Massive Aufrüstung: Die Bundeswehr soll zur stärksten konventionellen Armee Europas werden
  • Zusätzliche staatliche Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums

Wirtschaftsexperten reagierten zunächst positiv und erhöhten ihre Wachstumsprognosen für 2026. Doch der gesellschaftliche Preis ist spürbar: Die Reformen bedeuten für viele Bürgerinnen und Bürger konkrete Einschnitte. Der Gürtel muss enger geschnallt werden – das räumt Merz selbst ein.

Außenpolitik als Lichtblick, Sozialpolitik als Dauerkrise

In der Außenpolitik zeigt die Bilanz ein freundlicheres Bild. Die Partnerschaft mit Frankreich wurde vertieft, Europa zieht bei der Unterstützung für die Ukraine weitgehend geschlossen an einem Strang. Auch den Umgang mit dem weniger verlässlichen Partner USA meistert Merz nach Einschätzung vieler Beobachter souverän.

Doch innenpolitisch brodelt es. Bei den großen sozialen Themen – Rente, Gesundheit und Pflege – liefert die Koalition kein einheitliches Bild. Immer wieder brechen heftige Konflikte auf, ausgerechnet bei jenen Fragen, die Millionen Menschen unmittelbar betreffen. Diese Dauerreiberei innerhalb der Regierung schadet dem Ansehen des Kanzlers nachhaltig.

Unbeliebtester Kanzler: Was die Umfragen über Merz verraten

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 88 Prozent der Deutschen sind laut Forsa mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden. Damit ist er der unbeliebteste Bundeskanzler seit Beginn dieser Erhebungen.

Politikbeobachter sehen darin ein grundlegendes Problem seiner Persönlichkeit als Regierungschef: Merz gilt als starker Oppositionspolitiker, der mit rhetorischem Geschick und Emotionalität zu mobilisieren versteht. Als Kanzler, der Kompromisse schmieden, unterschiedliche Interessen integrieren und breite Bevölkerungsschichten mitnehmen muss, tut er sich dagegen schwer.

Auf Kritik reagiert er häufig dünnhäutig. Merz selbst hat inzwischen erkannt, dass er seine Politik besser kommunizieren und die Menschen stärker auf der emotionalen Ebene erreichen muss.

Die entscheidende Frage für die kommenden Monate lautet: Reicht der politische Rückhalt noch aus, um seinen ambitionierten Reformkurs fortzusetzen? Antworten werden sich spätestens in den nächsten großen Koalitionsverhandlungen und Landtagswahlen zeigen. Für Merz steht dabei mehr auf dem Spiel als nur sein persönliches Ansehen – es geht um die Handlungsfähigkeit der gesamten Bundesregierung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →